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Von Ras Al Khaimah nach Dubai und Abu Dhabi?

Leserfrage: Ausflüge von RAK in die Nachbaremirate?

Hallo Sarah, ich hätte da eine Frage zum Transfer aus dem Emirat Ras Al Khaimah (Mangrove by Bin Majid Hotel) nach Dubai und nach Abu Dhabi.

In deinem Blog habe ich gelesen, dass ich mit der E100 & E101 von Dubai nach Abu Dhabi und zurück komme. Gibt es da auch eine direkte Verbindung von Ras Al Khaimah? Welche Möglichkeit habe ich ansonsten, dort hin zukommen…. habe leider nichts gefunden, außer mit dem Taxi.

Meine Antwort:

Da kenne ich mich leider nicht so gut aus, weil ich in Ras Al Khaimah (RAK) noch nie war. Ich denke aber, dass ich bei meinen Recherchen eine Busverbindung gefunden habe, die Euch von RAK zumindest nach Dubai bringt. Es gibt eine Ras Al Khaimah Bus Station gegenüber dem Cove Rotana Resort, von wo aus Busse nach Dubai (Halt in Dubai Deira nahe der Union Metro Station) fahren. Ich nehme an, dass es sich um diesen Abfahrtspunkt handelt. Zumindest habe ich keine andere Busstation entdeckt in der Karte.

Weiterhin glaube ich, dass dies hier der zugehörige Fahrplan ist (runterscrollen zu Al Hamra Buses).

Frage aber im Hotel nach, ob das alles noch so stimmt oder besser noch: Schau an der Bus Station selber nach und erkundige Dich persönlich, ob die Angaben korrekt sind. Denn: In den Emiraten ist es (noch immer) mega unpopulär, mit Bus & Co. zu fahren, alle sind immer mit dem Taxi unterwegs oder mit dem eigenen Spritfresser. ;-)

Ich habe in Dubai ernsthaft schon mit Leuten diskutiert, die dort wohnen, mir aber nicht glauben wollten, dass es eine Busverbindung nach Abu Dhabi gibt, obwohl ich ihnen den ausgedruckten Fahrplan unter die Nase hielt. Man merkt auch an der unklaren Informationslage im Internet leider zu gut, dass das Thema „öffentliche Verkehrsmittel“ reichlich stiefmütterlich behandelt wird. Die Verantwortlichen schreiben ja nicht einmal zu der oben verlinkten Timetable dazu, wo der Bus in RAK abfährt bzw. wo genau er in Dubai stoppt. Das muss man alles selber in irgendwelchen Foren mühsam zusammenrecherchieren. Bei sowas kriege ich echt einen Hals! :-D

Wie auch immer: Zur Bus Station selbst musst Du von Deinem Hotel aus mit dem Taxi fahren, denn soweit ich informiert bin, gibt es in RAK kaum Möglichkeiten, mit den Öffentlichen zu fahren. In Dubai angekommen, musst Du auch mit dem Taxi weiter oder mit Metro, Tram und Bus (hier sieht die Vernetzung besser aus – sie ist aber weit entfernt davon, perfekt zu sein).

Von Dubai aus könntest Du jetzt natürlich weiter nach Abu Dhabi mit den Busverbindungen, die ich schon beschrieben habe. Das scheint mir jedoch reichlich umständlich und durch das Umsteigen auch zeitfressend und nervig. Zudem musst Du ja aufpassen, dass Du den letzten Bus nach Ras Al Khaimah noch erwischt, der in Dubai Deira wohl schon gegen 21 Uhr wieder abfährt. Das würde bedeuten, dass Du in Abu Dhabi nicht viel Zeit für einen ungestressten Trip hast. Dann buche Dir lieber für den Ausflug nach Abu Dhabi einen Mietwagen, das geht ja auch spontan im Hotel noch.

5 Wege vom Abu Dhabi International Airport zu Deinem Hotel

Endlich gelandet! Der Kapitän heißt Euch in Abu Dhabi International Airport herzlich willkommen, beim Aussteigen aus dem Flieger knallt Ihr gegen eine Wand aus Hitze und die Urlaubsstimmung ist zum Greifen nah…! Nun gilt es eine letzte Hürde zu nehmen, denn bevor Ihr Euch ins kuschelige Hotelbett werfen oder zum Sightseeing losziehen könnt, müsst Ihr natürlich erst einmal die Strecke vom Flughafen zu Eurer Unterkunft erfolgreich zurücklegen.

Ihr habt mehrere Möglichkeiten, um vom Airport zum Hotel zu kommen. Damit Ihr Euch nach dem ermüdenden Flug nicht noch damit herumärgern müsst, liste ich im Folgenden alle auf und beginne als alter Sparfuchs mit der günstigsten.

So kommt Ihr weg vom Flughafen und hin zum Hotel

1. Ihr nehmt den öffentlichen Bus. Eine Fahrkarte kostet AED 4 und ist damit geradezu lächerlich günstig! Folgt der Ausschilderung im Flughafen, um zur Haltestelle der Linie A1 zu gelangen. Es handelt sich um Busse im grün-weißen Design, die rund um die Uhr fahren. Die Fahrt in die City dauert etwa 45 Minuten, den Fahrplan findet Ihr hier.

Achtung: Vergewissert Euch vorher, wo Euer Hotel liegt und ob Ihr es von einer der Haltestellen mit Gepäck im Schlepptau gut zu Fuß erreichen könnt. Gerade in den Sommermonaten grenzt es an Selbstmord, tagsüber in der Hitze durch die Stadt zu wandeln. Gegebenenfalls müsstet Ihr also von der Bushaltestelle doch noch auf ein Taxi zurückgreifen oder an der Central Bus Station in einen anderen Bus umsteigen, der näher an Eurem Hotel vorbeifährt.

2. Ihr vertraut Euch einem privaten Fahrer an. Vielleicht werdet Ihr in der Ankunftshalle angesprochen, ob Ihr ein Taxi benötigt. Dabei handelt es sich im Regelfall um Privatleute, die sich nebenbei etwas dazuverdienen wollen. Ob die das vom Gesetz her dürfen, weiß ich nicht, aber Fakt ist, dass Ihr mit denen handeln könnt, was bei einem Taxifahrer in Abu Dhabi nicht geht, weil grundsätzlich streng nach Taxameter gefahren wird. Wir sind einmal mit einem solchen Fahrer mitgegangen, der uns zu seinem sehr gepflegten Auto geführt und uns dann ganz professionell zum Festpreis zum Hotel gefahren hat.

Achtung: Mit gutem Gefühl und Verstand handeln könnt Ihr in diesem Fall natürlich nur, wenn Ihr wisst, was Euch eine Fahrt mit einem regulären bzw. einem luxuriösen Taxi kostet. Lest dazu bitte die folgenden Abschnitte.

3. Ihr steigt in ein reguläres Taxi. Es handelt sich um Mittelkasse-Wagen, etwa der Marke Chevrolet, in unübersehbar silberner Farbe mit gelbem „Taxi“-Schild auf dem Dach. Vielleicht müsst Ihr ein bisschen Ausschau halten, denn die Regierung hat verfügt, dass die silbernen Taxis, die in der ganzen City herumfahren, am Flughafen nur dann noch akzeptiert werden, wenn die sogenannten Luxury Airport Taxis (Mercedes Vitos in schwarzer Farbe) gerade alle unterwegs sind. Wie die das im Detail managen ist mir schleierhaft, gewiss ist nur, dass die silbernen einen etwas geringeren Grundpreis (AED 3,50 bei Tag und AED 4,00 bei Nacht) haben als die schwarzen (AED 25). Der Preis pro Kilometer ist bei beiden dann aber gleich.

Achtung: Fahrten mit den schwarzen Vans sind zwar etwas teurer, dafür geräumiger und es können bis zu 7 Personen oder aber entsprechend viel Gepäck mitreisen. Wer auf jeden Fall ein silbernes Taxi bekommen möchte, könnte versuchen, über die kostenlose Abu Dhabi Taxi App oder die allgemeine Taxi-Rufnummer 600535353 eines zum Flughafen zu bestellen. Probiert habe ich das noch nicht, wäre mal interessant, ob das klappt. :-)

4. Ihr fahrt mit den eben genannten Luxury Airport Taxis. Dies sind speziell registrierte Flughafen Taxis, und der Plan ist, dass sie die regulären silberfarbenen Taxis immer mehr zurückdrängen sollen. Sie sind mit AED 25 etwas teurer in der Grundgebühr, dafür aber auch komfortabler. Ein weiterer Vorteil hier wäre, dass die Taxifahrer diverse Währungen annehmen und Ihr Euch das Geldwechseln am Flughaben vorerst sparen könnt.

Achtung: Die großen Vito Vans mit all ihren Luxus-Vorzügen sind gegenwärtig nur vor Terminal 1 und 3 zu finden.

5. Ihr erkundigt Euch bei Eurem Hotel, ob es einen Transfer anbietet (tut es ganz gewiss!) und ob man Euch vom Flughafen zu einer bestimmten Zeit abholen könne.

Achtung: Erfahrungsgemäß sind Transfers, die Ihr direkt über Euer Hotel anfordert, teurer als gewöhnliche Taxifahrten. Klar, das Hotel verdient hier auch noch mit. Rechnet im Zweifelfall vor der Reise nach, indem Ihr mithilfe der Kilometerangaben auf Google Maps und der hier genannten bzw. verlinkten Kilometerkosten und Grundgebühren für gewöhnliche bzw. Luxury Taxis herausfindet, wie viele Gebühr Ihr einem Taxifahrer für Eure persönliche Strecke entrichtet müsstet.

Und nun schreibt mir: Wie seid Ihr vom Flughafen zum Hotel gefahren? Welche Erfarungen habt Ihr gemacht?

Bu Tinah Island

Bu Tinah ist eine traumhaft schöne, kleine Inselgruppe vor der Küste von Abu Dhabi, etwa 130 km von der Hauptstadt entfernt. Es handelt sich eigentlich um eine Ansammlung von Inseln bzw. miteinander verbundenen Untiefen innerhalb der ausgedehnten Korallenformationen und Seegraswiesen dieser Golfregion. Hier wachsen 5 Meter hohe Mangroven und in den sehr flachen Gewässern wohnen seltene und weltweit gefährdete Meereslebewesen und Seevögel.

Au Bu Tinah leben, brüten oder überwintern unter anderem:

Flamingos
Fischadler
Sokotrakormorane
Riffreiher
Delphine
Karettschildkröten
Dugongs (Seekühe)

Kein Wunder, dass Bu Tinah zu einem zum Biosphärenreservat des Meeres erklärt wurde. Schon seit der Anerkennung der Insel als UNESCO-Welterbe 2001 ist sie für Besucher nicht mehr zugänglich. Die Aufrechterhaltung dieser Sperre wird von Ranger-Patrouillen streng bewacht. Auch wenn dies für uns Touristen natürlich schade sein mag, hat es natürlich seine Richtigkeit, dass hier der Naturschutz an erster Stelle steht.

Nur wenige auserwählte Forscher haben auf Bu Tinah Zutritt – der menschliche Eingriff soll in dieses einzigartige Reservat soll aus Respekt vor der Umwelt möglichst gering bleiben. Hier wird Klimaforschung betrieben, es wird zu den oben genannten Tierarten geforscht sowie zu den 16 Arten von Korallen, die hier unter in punkto Wassertemperatur und Salzgehalt eigentlich unhaltbaren Bedingungen überleben.

Und bevor Ihr jetzt traurig seid, dieses Kleinod nicht selbst erkunden zu dürfen: Vielleicht wäre ein Besuch von Sir Bani Yas Island eine Alternative für Euch?

Mobil telefonieren & surfen als Urlauber in Abu Dhabi

Leserfrage: SIM-Karte in Abu Dhabi kaufen?

Bin gestern nach Buchung unserer Urlaubsreise nach Abu Dhabi auf deinen Blog geraten und lese seit dem Deine Beiträge. Leider habe ich bisher keinen Beitrag über mobiles Telefonieren gefunden.
Frage: Kannst Du mir sagen, ob man in Abu Dhabi unkompliziert eine Sim Karte erwerben kann mit der man sowohl telefonieren als auch im Internet surfen kann? Ich freue mich auf Deine Antwort und lese bis dahin weiterhin Deine Beiträge.

Meine Antwort:

Du hast natürlich recht! Auch zu diesem Thema sollte es unbedingt einen Beitrag geben und voilà: Hier ist er! Wer für die Zeit des Urlaubs in Abu Dhabi günstig mit dem Handy telefonieren, simsen oder surfen möchten, hat folgende Möglichkeit: Die VISITOR LINE Prepaid-Card der emiratischen Telefongesellschaft Etisalat.

Für AED 100 (entspricht grob 25 Euro) bekommst Du damit eine Karte, mit der Du telefonieren, SMS versenden und mobile Daten übertragen kannst. Diese Leistungen kannst Du beim Kauf der Karte als Paket ganz nach den eigenen Bedürfnissen auswählen. Die Details (Stand: April 2018):

– Paket 1 (talk, text & surf): 40 Freiminuten (lokal und weltweit), 40 Frei-SMS (lokal und weltweit) sowie 700MB mobile Daten
– Paket 2 (talk & text): 60 Freiminuten (lokal und weltweit), 60 Frei-SMS (lokal und weltweit)
–  Paket 3 (surf): 1GB mobile Daten

Jedes Paket beinhaltet 5 Stunden freies Etisalat Wi-Fi an öffentlichen und touristischen Plätzen. Des Weiteren gibt es Sparangebote & Gutscheine direkt aufs Handy, darunter eine Fahrt mit Careem (Vermittlungsdienst zur Personenbeförderung wie Uber) im Wert von AED 100.

Es gibt auch die Option, sog. Pay-As-You-Go-Tarife über die Visitor-Line zu nutzen, dann muss man sich für keines der genannten Pakete entscheiden. Hier die Preise:

Anrufe innerorts AED 0,60/Min
SMS innerorts AED 0,18 pro SMS
Anrufe international tba
SMS international AED 0,60 pro SMS
Daten AED 1/MB

Die Visitor-Line Prepaid-Karte ist für 90 Tage gültig; die Pakete haben jeweils eine Lebensdauer von 14 Tagen. Für AED 75 können sie immer wieder nachgekauft werden, zum Beispiel über die Etisalat-App oder über Recharge Cards. Erwerben kannst Du die Visitor Line Karte oder die Guthabenkarten u.a. direkt in den Etisalat-Outlets am Flughafen (Terminal 3, Arrival) kaufen oder bei autorisierten Wiederverkäufern, etwa in den Malls. Hier findest Du die Verkaufspunkte.

Muss das sein? Geht es nicht günstiger?

Früher gab es die Karte mal für lediglich AED 35 zu kaufen. Allerdings war damals auch das Inklusiv-Volumen geringer. Wer beim Kauf von Minuten, SMS sowie Datenvolumen sparen möchte, sollte folgendes probieren. Am besten mal schauen, was der aktuelle Provider für ein „Reisedatenpaket“ für die UAE verlangt. Bei vielen ist das teurer als der hier beschriebene Deal von Etisalat, aber checke es vorsichtshalber.

Übrigens: In Deinem Hotel in Abu Dhabi gibt es ohnehin gratis WLAN. Das gilt auch für viele öffentliche Plätze oder Restaurants und Einkaufszentren. Die Chance, dass die 700 MB aus Paket 1 auf der Karte ausreichen, stehen also ganz gut! ;-)

Kennt jemand noch ein anderes günstiges Angebot rund um das Thema Mobile in den Emiraten? Ob Reisepaket über einen deutschen Vertragsanbieter oder eine Prepaid-Karte, die man vor Ort erwerben kann – ich freue mich über Rückmeldung!

Gefährliches Abu Dhabi? Reisen in Zeiten von Terrorwarnungen

Da das Auswärtige Amt im September 2014 explizit auch für Abu Dhabi eine Terrorwarnung ausgesprochen hatte, und mich daraufhin eine verunsicherte Leserin um Rat gebeten hatte, möchte ich Euch hier gern meine Meinung zu der Frage „Ist Abu Dhabi gefährlich als Urlaubsziel?“ präsentieren.

Wie kam es zu der Reisewarnung für Abu Dhabi und andere beliebte Reiseländer? Die gefährliche Terrorgruppe ISIS hatte unlängst gedroht, Länder, die mit den USA verbündet sind, zur Zielscheibe ihrer Anschläge machen zu wollen. Da die Vereinigten Arabischen Emirate im Vergleich zu anderen Arabischen Staaten eine verhältnismäßig westliche Orientierung aufweisen, sich Touristen aus aller Welt gegenüber offen zeigen und zudem über viele bauliche Statussymbole (die nach Meinung von Terrorexperten ein beliebtes Ziel abgeben) verfügen, lag es nahe, eine besondere Warnung auszusprechen.

Inzwischen (Stand: November 2014) ist die Reisewarnung von der Abu Dhabi gewidmeten Unterseite der Homepage des Amtes verschwunden. Dafür wurde eine ganz allgemeine Warnseite für einen „weltweiten Sicherheitshinweis“ angelegt, die sich nicht mehr explizit auf einzelne Länder bezieht, sondern recht allgemein auf die Gefahren des ISIS-Terrors aufmerksam macht und zur Vorsicht aufruft.

Zurück zu der ängstlichen Leserin: Sie hatte die Reise schon gebucht und bezahlt, dann von der Terrorwarnung für Abu Dhabi erfahren und schließlich mir geschrieben, dass sie nun regelrechte Panik habe, in den Flieger zu steigen.

Geantwortet habe ich ihr Folgendes:

Natürlich kann ich Deine Angst gut nachvollziehen. Ich lebe zwar nicht in Abu Dhabi, war aber als Reisende in Bezug auf andere Reiseziele schon in dieser misslichen Entscheidungslage: Fliegen trotz Warnung oder vorsichtshalber zu Hause bleiben und das für die Reise bezahlte Geld und auch die Vorfreude verloren geben?

Ich habe jedoch meine Reisen aufgrund solcher Meldungen nie abgesagt, auch wenn ich vorher dann natürlich ein ungutes Gefühl hatte. Jetzt behaupte ich, für meinen Teil richtig gehandelt zu haben, weil immer alles glatt gegangen ist. Natürlich musst Du das letzten Endes selbst entscheiden, aber hier sind mal ein paar Gedanken, die ich jetzt an Deiner Stelle vermutlich in meinem Herzen bewegen würde:

  • Es handelt sich nur um eine sehr allgemeine Warnung (natürlich muss das Auswärtige Amt diese aussprechen, damit im unwahrscheinlichen Fall des Falles keiner meckern kann, er sei nicht gewarnt worden); es gibt noch andere, dringlichere Stufen von Warnungen des AA – etwa wo wirklich zur dringenden Ausreise aus dem betreffenden Land geraten wird!
  • Viele megabeliebte Reiseländer wie Ägypten, Thailand und Marokko haben eben diese Meldung bekommen, ich glaube nicht, dass jetzt tausende von Urlaubern einen Rückzieher machen bzw. ihren Herbsttrip in die Sonne auf Eis legen. Vielleicht hilft Dir der Gedanke, nicht allein zu sein?
  • Sollte es wirklich zu einem Anschlag kommen, dann könnte Dubai das attraktivere Ziel für die Terroristen sein, weil Abu Dhabi – wenn auch die Hauptstadt der VAE – dagegen eher beschaulich und nicht so ein großer Touristenmagnet ist. Wenn Du Dich vor Ort unwohl fühlst oder die Nachrichten dringendere Vorwarnungen bringen, lässt Du einfach den Dubai-Trip ausfallen und meidest (auch in Abu Dhabi sofern vorhanden) die Menschenansammlungen vor den berühmten Highlights. Das kannst Du ja dann spontan entscheiden.
  • Letztlich musst du tatsächlich zur falschen Zeit am falschen Ort sein, wenn „es“ passiert. Auch in Europa besteht die reale Gefahr, Opfer eines Anschlags zu werden (und wie die Vergangenheit zeigt, sind Terrorakte etwa in Frankreich ja auch schon aus heiterem Himmel verübt worden) – immerhin hat die ISIS ja dem Westen generell gedroht…
  • Ich habe mich in den Emiraten generell immer sehr sicher gefühlt, da gibt es für alles und jeden (sogar für unerklärliche Betterverschläge mitten in der Wüste, hehe) einen Security Guard. Teils kam mir das schon übertrieben vor. Von erfolgreichen Anschlägen oder Entführungen in dieser Region ist mir zudem bis dato nichts bekannt, einzig einen terroristischen Übergriff mit tödlicher Folge auf eine Amerikanerin hat es vor ca. 13 Monaten in Dubai in einer Mall gegeben (Stand Januar 2016). Ich glaube, da reist Du in Ägypten oder Marokko je nach Region und Zeitpunkt oft gefährlicher.
  • Das ist es, was die Terroristen erreichen wollen: Sie wollen Angst schüren und so Macht uber uns gewinnen. Wenn alle dem anstandslos nachgeben würden, wäre das fatal, weil sie dann ihr Ziel ohne Widerstand erreicht hätten!

ACHTUNG: Diese Aussagen spiegeln nur meine persönlichen Überlegungen rund um das Reisen in als „gefährlich“ eingestufte Länder wider. Dies ist keine Aufforderung, alle Warnungen in den Wind zu schlagen – jeder muss individuell abwägen, ob er das Risiko eingehen möchte. Letztlich ist selbstverständlich jeder selbst für seine Entscheidungen verantwortlich!

Ruhiger Strandurlaub in Abu Dhabi

Leserfrage: Schönster Strand in Abu Dhabi?

Liebe Sarah, ich habe Deine Webseite gesehen. Sie ist sehr informativ, klasse! Vielen Dank dafür. Der Grund für den Besuch Deiner Webseite ist, weil ich einen günstigen Flug nach Abu Dhabi bekommen kann. Da kam ich auf die Idee, vom 30.11.-7.12. einen Strandurlaub in die VAE zu machen. Es sollte nicht allzu rummelig sein, das Wasser sauber. Welchen Strand kannst Du empfehlen? Gibt es einfache Pensionen oder Privatzimmer dort?

Meine Antwort:

Eine großartige Idee! :-) Zunächst einmal: Hast Du schon meine Unterseite speziell zu den Stränden entdeckt? Hier geht es zu meinem Empfehlungen rund um Abu Dhabi’s Strände!

Ich kann nicht behaupten, dass mir einer der von mir besuchten Stände je überfüllt vorkam, jedoch war ich meist im Frühling/Sommer dort, wenn die Temperaturen recht hoch sind und vermutlich weniger Touristen bzw. Einheimische draußen unterwegs. Ich würde raten, vorsichtshalber nicht zum Family Beach an der Corniche zu gehen, sondern lieber nach Saadiyat. Dadurch, dass hier der Eintritt etwas teurer ist, er weiter weg ist von der City und er auch nicht so viele Spielmöglichkeiten für Kids hat, dürfte hier generell weniger los sein. Übrigens: Ziehst Du als männlicher Strandbesucher allein los, so gewährt man Dir ohnehin keinen Zutritt zum Family Beach. Macht aber nichts, auf Saadiyat ist der Strandabschnitt sogar noch weitläufiger und die Landschaft durch die Dünen etwas ursprünglicher, was ja sogar noch besser ist zum Relaxen.

Generell kann ich aber sagen, dass Du in Abu Dhabi nie zu viel störenden Rummel durch rücksichtsloses oder nerviges Verhalten von Mitmenschen befürchten musst, es ist immer irgendein Guard „on duty“, der aufpasst, dass alle (naja, vor allem Single-Frauen und Familien) genug Privatsphäre haben und die strengen Regeln eingehalten werden. Die Strände haben alle einen eigenen Verhaltenscodex wie keine laute Musik, kein Alkohol usw…. Ein Strandbesuch in Abu Dhabi ist eben absolut nicht zu vergleichen mit den berühmt-berüchtigten Partyhochburg-Stränden in aller Welt.

Wenn Du einen reinen Strandurlaub in Abu Dhabi planst, könntest Du doch eigentlich auch mehrere Strände ausprobieren? So hast Du gleich auch noch ein bisschen Abwechslung ohne zu viele neue Eindrücke verarbeiten zu müssen.

Wenn es Dir explizit um Ruhe geht, solltest Du noch folgende Tipps berücksichtigen:

  • Meide das Wochenende und beachte, dass der Freitag in den VAE regulär der arbeitsfreie Tag ist
  • Solltest Du doch etwas Kohle übrig haben, gönn Dir einen Nachmittag in einem exklusiven Beach Club oder miete ich Dich in eines der Hotels mit Privatstrand ein – da hast Du es nicht nur ruhig, sondern wirst schön umsorgt

Übrigens: Das Wasser ist überall erstklassig, egal, wohin es dich letztlich zieht…

Zum Thema Privatzimmer kann ich nur sagen, dass Abu Dhabi eine absolute Hotel-Destination ist. Nie ist mir dort ein Schild „Privat-Penison“ oder „Zimmer frei“ aufgefallen, wie es zum Beispiel in Ungarn oder Kroatien alle Nase lang zu sehen ist. Das liegt daran, dass die Leute, die dort Häuser mit genügend Raum besitzen, Emiratis sind, die es gemeinhin bevorzugen, unter sich zu bleiben. Die vielen Gastarbeiter wohnen häufig doch in beengteren Verhältnissen. Natürlich kannst Du Dein Glück über Air BnB versuchen, auch wenn das Angebot für Abu Dhabi nicht gerade überwältigend und schon gar nicht merklich billiger als ein Hotelzimmer ist.

Alkohol für Minderjährige in der Skylite Bar / Abu Dhabi?

Leserfrage: Barbesuch für Personen unter 21 Jahren?

Hallo liebe Sarah, zunächst ein mal ein großes Lob für deinen tollen Blog. Ich konnte schon viele Tipps mitnehmen für meine Reise nächste Woche. Doch eine Frage bleibt für mich noch offen: Da ich gerne mit meinem Freund die Skylite Bar besuchen würde aber leider noch 19 bin, würde mich interessieren, in wiefern das Personal das Alter der Gäste kontrolliert? Kannst du mir dazu etwas Generelles sagen, wie die Alterskontrollen gehandhabt werden?

Meine Antwort:

Ich habe in den VAE zwar noch nie mitbekommen, dass in einer Hotelbar kontrolliert wird, aber Deine Frage ist durchaus berechtigt, immerhin darf man dort von Gesetz wegen offiziell erst mit 21 Jahren trinken.

Möglicherweise liegt mein Unwissen diesbezüglich daran, dass ich die Altersgrenze längst überschritten habe und mir zudem nicht viel aus Alkohol mache und daher eher selten in Bars anzutreffen bin. Ich war trotzdem neugierig und habe das Yas Viceroy Hotel mit diesem Anliegen kontaktiert.

Eine freundliche Mitarbeiterin teilte mir daraufhin mit, dass die Skylite Rooftop Lounge Bar die Altersgrenze von 21 Jahren ernst nimmt und auch Ausweiskontrollen durchführt, weil es die VAE-Regierung so verlangt. Sie schlug aber als Alternative die Latitude Pool Bar des Hotels vor, für die es keine Begrenzung hinsichtlich des Alters gibt. Hier kann man während der Öffnungszeiten zwischen von 8:00 bis 20:00 Uhr eine ebenso spektakuläre Aussicht genießen wie in der Skylite Bar und nicht-alkoholische Getränke bestellen (bzw. von 12:30 bis 18:30 Uhr auch essen).

Ich denke, damit ist der Fall geklärt! Dennoch könnte ich mir vorstellen, dass es generell einfacher ist, in eine normale Bar zu kommen als in ein als Nachtclub ausgewiesenes Etablissement (Erfahrungen anyone?). Immerhin steht auf der Seite des Viceroy Hotels ganz deutlich bei deren Nachtclub Rush, dass hier auf jeden Fall kontrolliert wird, bei der Skylite Bar steht jedoch nichts davon.

Meine Spekulation ist, dass das Ganze mehr von der Einschätzung Deines Alters (und das deiner Begleitung) durch den Kellner abhängt als das Personal offen zugeben möchte/darf. Das ist doch weltweit so.

Fakt ist aber, dass man in Abu Dhabi erst ab 21 Aklohol konsumieren darf und sich auch als älterer alkoholtrinkender Tourist sowieso schon in einer Grauzone befindet. Denn: Alkoholkonsum ist offiziell illegal dort, nur für Touristen gibt es das durchaus doppelmoralische Schlupfloch mit den Hotelbars.

Nur: Gerät man irgendwie (auch nur aus Versehen) in Schwiergkeiten mit Einheimischen, und stellt sich auf der Polizeiwache heraus, dass man getrunken hat, muss man sich als Gesetztesbrecher verantworten… Hier mal ein unschönes Beispiel.

Wenn Du unbedingt die Skylite Bar sehen möchtest: Versuchen kannst du es ja – zur Not hast du Deinen Ausweis eben vergessen, weil er nicht in Dein Abendtäschchen passte – schlimmstenfalls musst Du unverrichterer Dinge wieder von dannen ziehen! Aber selbst wenn es klappt: Bitte sei dir unbedingt im Klaren darüber, dass du im schlimmsten Fall nicht nur überhaupt getrunken hast, sondern auch noch als Minderjährige. Könnte mir vorstellen, dass die Behörden dann beides in die Wagschale werfen…

An alle im emiratischen Sinne „minderjährigen“ Leser: Wie sind Eure Erfahrungen diesbezüglich? Würde mich wirklich brennend interessieren… :-)

Kleiderordnung für Abu Dhabi: Mein persönlicher Dress Code

Immer wieder erreichen mich Anfragen rund um das Thema Kleiderordnung in Abu Dhabi und den anderen Emiraten. Eigentlich kann man sich eine Faustregel ganz gut merken, die sowohl für Männer als auch für Frauen gilt: Wenn Ihr nicht am Pool oder am Strand seid, gilt: Schultern und Knie sollten möglichst bedeckt sein. Während sich unter meinem ersten Blogpost dazu schon ein interessantes Frage-Antwort-Spiel mit einigen Lesern in der Kommentarsektion entsponnen hat, möchte ich hier die Gelegenheit ergreifen und Euch zeigen, was ich immer so trage.

Ich gebe zu: Meine ganz persönliche Kleiderordnung für meine Reisen nach Abu Dhabi entspricht zwar in weiten Teilen, jedoch nicht komplett den „Standards“, die in Reiseführern beschworen werden. Für Frauen werden darin en detail folgende Dress-Code-Regeln aufgestellt (zusammengetragen aus verschiedenen Quellen):

  • Keine Miniröcke
  • Keine Shorts
  • Keine transparente Kleidung, die den Blick auf Wäsche freigibt
  • Keine Spaghettiträger-Tops
  • Keine tiefen Dekolletés
  • Generell: Keine kurze & enge Kleidung
  • Keine offenen Haare, wenn diese sehr lang sind

Jedoch trage ich gern enge Hosen und figurbetonte Trägertops und habe keine Lust mich im Urlaub zu verkleiden. Weil es mir aber wichtig ist, dass sich kein Emirati durch meinen Dress Code in seinem Anstandsgefühl gestört fühlt, gehe ich immer einen selbsterdachten Kompromiss ein und bin damit bisher noch nie unangenehm aufgefallen (zumindest nicht dass ich es bemerkt hätte…):

Wenn ich enge Stretch-Jeans trage, ist mein Oberteil stets etwas weiter geschnitten und hat Ärmel; ich wähle also beispielsweise eine Tunika oder ein Shirt im XL-Style.

Wenn ich einen „kurzen“ Rock mitnehme, so ist dieser von glockigem Schnitt und mindestens kniebedeckend oder – wenn er doch mal knapp über den Knien endet, trage ich noch Leggings darunter. Dafür trete ich dann obenrum bedeckter auf.

Wenn ich ein eng anliegendes und schulterfreies Top anziehe, so trage ich dazu einen weiten Rock oder eine Flatterhose. Zudem habe ich immer einen leichten Bolero in meiner Handtasche oder ein weites Tuch, mit dem ich mir die Schultern bei Bedarf dann doch schnell bedecken kann.

Ist mein Ausschnitt etwas freizügiger, so wickele ich mir locker einen leichten Schal davor.

Ihr seht: Ihr braucht Euch nicht komplett neu einzukleiden, was Sommerkleidung angeht – auch wenn Ihr es lieber etwas figurbetonter mögt. Es reicht meiner Meinung nach, wenn Ihr entweder die Unter- oder Oberbekleidung an die „Landessitten“ anpasst.

Gut ist es immer, ein paar Tücher zum Kaschieren dabei zu haben. So ein Tuch kann man sich auch mal modisch um den Kopf wickeln, wenn bei der Hitze und dem ganzen Schwitzen die Frisur schlapp macht. Diese Maßnahme schützt natürlich auch super vor der sengenden Sonne.

Wobei ich eines freilich zugeben muss: Bei der Hitze sind enge Hosen nicht die beste Wahl. Eine meiner besten Investitionen für meine Aufenthalte in den wüstenheißen Emiraten war ein schlabberiger, langer Maxirock.

Mit Kreditkarte unterwegs in Abu Dhabi

Pauls Frage:

Hallo Sarah, vorerst möchte ich dir eine positive Rückmeldung zu deiner Seite geben. Für meine bevorstehende Reise in die VAE habe ich sehr viel und insbesondere hilfreiche Informationen durch deine Erfahrungsberichte erhalten.

Nun habe ich dennoch eine Frage an dich und glaube, dass du mir sie beantworten kannst. Du schreibst, dass du häufig mit deiner Kreditkarte in Abu Dhabi gezahlt hast. Es war ja bestimmt nicht die Karte von der Sparkasse/Bank aus Deutschland, sondern evtl. von Eurocard oder Mastercard, oder? Wo und wie erhalte ich die passende Kreditkarte, um dort damit zahlen zu können?

Meine Antwort:

Hallo Paul, danke für Dein nettes Feedback. Ich hoffe sehr, dass ich Dir weiterhelfen kann: Genau, ich habe in Abu Dhabi und den übrigen Emiraten nicht mit der EC-Karte, sondern mit einer VISA-Karte bezahlt. Für vieles wie Hotelbuchungen und Mietwagen brauchst Du da einfach eine Kreditkarte, auch wenn du evtl. mit deiner EC-Karte Geld an einigen Automaten bekommen könntest. Ich habe das aber erst gar nicht ausprobiert und mich auch beim Geldabheben (wenn mir die mitgebrachten Euros für Tauschgeschäfte in den Wechselstuben ausgegangen sind) immer nur auf die Kreditkarte verlassen – das hat reibungslos funktioniert. Beachte aber, dass bei jedem Geldabholprozess per Kreditkarte im Ausland immer auch Umrechnungsgebühren anfallen, bei mir zuletzt im März 2014 ca. 1,75%!

Eine Kreditkarte kannst Du in der Regel bei Deiner Bank beantragen, dort wird man Dir auch mitteilen, welche Gebühren Du für die Nutzung einer Kreditkarte zu entrichten hast. Manche Direktbanken bieten Karten wie die VISA auch kostenlos an, wenn man ein Girokonto dort eröffnet. Ich beispielsweise habe meine VISA von der ING-DiBa – die kostet mich wie auch das Konto keinen Cent und ich kam damit in Abu Dhabi bzgl. Hotelrechnung und Geldabheben gut zurecht bis auf eine unangenehme Ausnahme: Bei Europcar wollte man mir fast den Mietwagen nicht aushändigen – mit dem Hinweis, dass meine VISA ja nur eine „Debit-Card“ sei. Nach einigem Hin- und Her hat es dann zwar doch geklappt, aber andere Blogleser haben wir mitgeteilt, das sie den Mietwagen mit so einer Karte erst gar nicht bekommen hätten.

Der Hintergrund (wie ich ihn mir erkläre): Die kostenlose VISA, die ich von der ING DiBa bekommen habe, ist eine sogenannte VISA Direkt-Card (auch „Debit-Card“ genannt). Im Gegensatz zu einer „echten“ Kreditkarte hast Du bei diesen Karten keinen eigenen Kreditrahmen und keine separate Rechnungsausstellung. Das bedeutet im Klartext, dass die Karte an Dein Girokonto gekoppelt ist und alle Verfügungen im Rahmen Deines Kontoguthabens oder im Rahmen Deines Dispokredits liegen müssen. Alles, was Du mit der Direkt-Card bezahlst, wird direkt von Deinem Konto abgebucht und nicht erst nach einer gewissen Zeit wie bei einer „echten“ Kreditkarte. Dir wird also quasi kein Kredit gegeben, dafür ist sie kostenlos und durch ihre weltweite Akzeptanz dennoch ein beliebtes Reisezahlmittel.

Mag sein, dass sich die Autovermieter daran stören, dass durch den fehlenden Kreditrahmen größere Schadensszenarien nicht abgedeckt sind. Wenn Du also kein Auto mieten möchtest, kommst Du gut durch mit einer solchen VISA Direkt-Card. Ansonsten könnte Dir eine richtige Kreditkarte Ärger ersparen.