Medikamente nach Dubai & Abu Dhabi mitbringen: Mein Leitfaden

Das Thema Drogen und Medikamenteneinfuhr nach Dubai oder Abu Dhabi ist heikel: In den VAE sind nicht nur alle Substanzen, die wir hier landläufig als Drogen bezeichnen, illegal, sondern es steht eine ganze Reihe an Wirkstoffen auf der Liste verbotener Medikamente des Gesundheitsministeriums der Vereinigten Arabischen Emirate. Die Liste habe ich Euch unten verlinkt!

Konkret bedeutet dies: Narkotisierende Drogen wie Kokain, Heroin, Cannabis, Opiate und Derivate dürfen ebenso wenig wie die auf der Liste aufgeführten Medikamente weder bei der Einreise eingeführt werden noch das Land auf der Durchreise (Transit) passieren. Wird man bei Zuwiderhandeln erwischt, greift das Null-Toleranz-Betäubungsmittelgesetz und es drohen drakonische Strafen wie mehrjähriger Gefängnisaufenthalt. Bei der Suche nach schwarzen Schafen unter den Einreisenden kommt hochmodernes Equipment zum Einsatz.

Wichtig zu wissen: Auch wer Drogen oder verbotene Medikamente vor der Abreise eingenommen hat, kann in ernsthafte Schwierigkeiten geraten. Kommt man durch Zufall oder dumme Umstände in die Situation, einen Blut- oder Urintest ablegen zu müssen, und es werden verbotene Substanzen im Körper nachgewiesen, kann der Konsument wegen Drogenbesitzes angeklagt werden! Und: Wer gefasst wird, weil er in den Emiraten dealt, muss mit Verhängung der Todesstrafe rechnen.

Bitteres Ende: Drogen- und Medikamenteneinfuhr nach Dubai

Seid also vorsichtig, was Drogen angeht und nehmt Euch folgenden spektakulären Fall zu Herzen, der am Flughafen zu Festnahme und 4-jähriger Inhaftierung führte:
An der Schuhsohle eines britischen Mannes wurden 0,003 Gramm Cannabis im Jahr 2007 gefunden.

Aber auch wenn es um vom Arzt verordnete Arznei geht, kann ein Reisender in Dubai und Abu Dhabi vorläufig im Gefängnis landen, wenn deren Wirkstoffe auf der Liste der verbotenen Medikamente stehen und der Festgehaltene nicht ad hoc beglaubigte Dokumente darüber vorweisen kann, dass er die Medizin wirklich braucht. Dann ist es am Angeklagten, zu beweisen, dass es sich um eine ärztliche Verschreibung handelt:
Eine Britin wurde 2005 bei einem Urintest am Flughafen in Dubai positiv auf Codein getestet. Obwohl ihr diese Substanz sogar während ihres Aufenthalts in Dubai in einem Krankenhaus verabreicht wurde, warf man ihr eigenverantwortliches Verabreichen vor. Zwei Monate wurde sie im Gefängnis festgehalten, bis ihr Hausarzt in England die emiratischen Behörden schriftlich bestätigte, dass seine Patientin ein ernsthaftes Rückenleiden habe, und ihr daher derartige Schmerzmittel in Großbritannien verschrieben worden seien.

Besonders kurios für uns Europäer scheint der folgende Fall zu sein, gilt Mohn bei uns doch als ein ganz normales Nahrungsmittel. In Dubai und Co. aber sind die Samen der Mohnblume verboten, bringt also bitte auch keine Backwaren mit ins Land!
Ein Inder wurde 2013 zu einer Gefängnisstrafe verurteilt, weil der ca. 100 Gramm Mohn im Gepäck hatte.

Prüft also bitte anhand der hier verlinkten Liste genau, welche Medikamente Ihr in Eure Koffer packt, denn auch Medizin, die Ihr hier oder in anderen Ländern rezeptfrei bekommt, könnten in Dubai und den Nachbaremiraten Euer Schicksal besiegeln. Ich habe diese Auflistung für Euch von der Webseite des UAE Ministry Of Health (MOH) im Oktober 2014 heruntergeladen und stelle sie hier als PDF zur Verfügung, weil sich auf den Seiten der Behörde ständig Änderungen ergeben, die Verlinkungen ins Leere laufen lassen und man sich anschließen einen Wolf sucht, um wieder an die Infos zu kommen. Bitte bedenkt, dass sich Dokumente wie dieses hier im Laufe der Zeit inhaltlich ändern könnten – vergewissert Euch also im Zweifel bei der Originalquelle, ob es Neuerungen gibt!

—> Guidelines for Carrying of Personal Medicines with Travellers in to the United Arab Emirates – Travellers Guideline Original

Momentaner Stand der Dinge (Mai 2015): Das Dokument ist seit dem Seitenrelaunch der Webseite des MOH leider dort nicht mehr auffindbar. Der einzige sichere Weg, an aktuelle Infos über Medikamente mit eingeschränkter Zulassung oder über das Zulassungsprozedere selbst zu kommen, ist bisweilen nun wohl der Kontakt zum Gesundheitsministerium der VAE.

Klar, wer Aspirin & Co. mitnimmt, dem wird sicher nichts geschehen, ich möchte aber darauf aufmerksam machen, welche Folgen es haben kann, wenn man rund um das sensible Thema Medikamente aus welchen unglücklichen Umständen auch immer auffällig wird. Selbst bei in den Emiraten gängigen Präparaten bleibt ein Restrisiko, ins Visier der Kontrolleure zu geraten – vielleicht, weil ein Sicherheitsbeamter durch viele oder seltenere bzw. ihm unbekannte Medikamente im Gepäck auf Euch aufmerksam wird und Euch genauer durchsucht. Wenn Ihr dann im Sinne der arabischen Gesetze Dreck am Stecken habt, seid Ihr in die Falle getappt!

Als beispielhaft dafür ist der Fall eines Briten anzusehen:
Er wurde am Flughafen aus dem Verkehr gezogen, weil er das in England (sowie auch in Dubai!) rezeptfrei erhältliche Jetlag-Mittel Melatonin bei sich führte, welches von den Sicherheitsbeamten zunächst irrtümlich als verbotenes Medikament identifiziert wurde. Es folgte ein Urintest, aber auch als dieser negativ ausfiel, ließ man nicht von dem Touristen ab und durchsuchte das Gepäck genauer. Eine verschwindend geringe Menge von 0.03 Canabis wurde gefunden und brachte ihn in Haft.

Wenn Ihr vom Arzt eine der auf der verbotenen Liste stehenden Substanzen verschrieben bekommen habt und mit der entsprechenden Arznei nach Dubai, Abu Dhabi & Co. reisen möchtet, so halte ich es für am klügsten, wenn Ihr Euch vor Eurem Urlaub schriftlich beim Gesundheitsministerium der Emirate erkundigt, welche Schritte bzw. Dokumente nötig sind, um eine Ausnahme zu beantragen. Ihr erreicht die Abteilung Drug Control unter der Mail-Adresse: DC.Help@moh.gov.ae.

Weil hier in der Kommentarsektion häufiger mal die Rede davon war, dass keine Antwort kam, gebe ich hier noch eine weitere Mail-Adresse bekannt, unter der Ihr es versuchen könnt. Dies ist eine Customer Service Mail Adresse – vielleicht stehen die Chancen hier besser als bei der Abteilung selbst. MOH Abu Dhabi Main Office: cs.auh@moh.gov.ae

Folgt bitte ausschließlich den Anweisungen, die man Euch dort gibt – im Internet kursieren verschiedene Versionen über die Vorgehensweise zur Sammlung aller nötigen Dokumente, auf die man sich meiner Meinung nach besser nicht blauäugig verlassen sollte. Schließlich kann sich das Prozedere im Laufe der Zeit auch geändert haben!

100% auf Nummer sicher gehen: Reisen ohne Medikamente im Gepäck

Nachdem Ihr das gelesen habt, versteht Ihr vielleicht, warum ich als Sicherheitsfanatikerin inzwischen ohne Medikamentenarsenal in die Emirate reise. Auch, wenn Wellen schlagende Festnahmen nicht vorkommen gemessen an den Millionen Menschen, die jährlich dort durch die Flughäfen geschleust werden: Ich habe ich einfach zu viel nach Einzelskandalen in diesem Gebiet recherchiert und sage mir inzwischen: Wer aus gesundheitlichen Gründen nicht regelmäßig auf gewisse Tabletten oder Tropfen angewiesen sind, kann doch im Grunde einfach ohne reisen!

Mal ehrlich: Schleppt man mit der Reiseapotheke nicht ohnehin immer viel zu viel Ballast mit sich herum, der dann letzten Endes doch nicht gebraucht wird? Tritt wider Erwarten doch Unwohlsein ein, kann man in den zahlreichen Apotheken von Dubai und Abu Dhabi bei gut Englisch sprechenden Angestellten die Mehrheit der weltweit gebrauchten Standard-Medikamente von der Migräne-Tablette bis hin zum Durchfallmittel kaufen. Manche, die in Deutschland verschreibungspflichtig sind, gehen dort sogar ohne Rezept über den Tresen!

Alle Angaben ohne Gewähr! Ich freue mich aber sehr über Eure Erfahrungsberichte!

Sarah
Werde Fan!

Sarah

In Luxus-Hotels residieren. Durch Sanddünen wandeln. Dem Muezzin-Ruf lauschen. Die Hitze aushalten. Arabische Vorspeisen genießen. Architektonischen Wahnsinn bestaunen. Abu Dhabi lieben! 🙂
Sarah
Werde Fan!

84 Gedanken zu „Medikamente nach Dubai & Abu Dhabi mitbringen: Mein Leitfaden

  1. Hi zusammen,

    hat jemand einen aktuellen Link für das Medikamentenformular. Der Link von April 2016 ist leider nicht mehr gültig.
    Ich benötige das Formular ebenfalls für meine Pille…
    Lieben dank vorab! 🙂

    1. Liebe CM, was meinst Du mit „nicht mehr gültig“? Bei mir funktioniert es – nach dem Klicken wird ein PDF heruntergeladen, auf dem die Substanzen aufgeführt sind.

  2. Hi,
    Wahrscheinlich eine ganz blöde Frage, aber je mehr man sich mit dem Thema befasst desto irrer wird man.
    Mein Mann und ich nehmen momentan jeder ein Nahrungsergänzungsmittel, dass dem Kinderwunsch auf die Sprünge helfen soll. (Folsäure, Vitamine, pflanzliches) Steht so wie ich das sehe natürlich nich auf der Liste sollte also auch bei Kontrolle kein Problem geben, richtig?
    Danke für die Hilfe.
    Ich kann mich da leider super verrückt machen. Is ein Talent. 😉

    1. Liebe Jess, Du siehst es richtig! Wenn die enthaltenen Wirkstoffe nicht auf der Liste sind – und bei dieser Art Nahrungsergänzungmittel würde es mich wundern, wenn es anders wäre – dann gibt es nix zu grübeln!

  3. Hi, jetzt sind wir komplett durcheinander.
    Wir fliegen morgen nach Dubai und danach weiter nach Asien.

    Die Reiseapotheke umfasst folgendes:

    – Aspirin
    – Durchfallmedikamente
    – Salbe für Mückenstiche
    – Anti-Babypille

  4. Hallo,

    nächsten Woche geht es nach Abu Dhabi. Ich wollte mal fragen, ob du oder jemand hier, Ahnung hat, wie es mit Blutdrucktabletten hat. Also Blutdruck senkende Tabletten. Kann ich die ohne weiteres mitnehmen? Also nach New York war es überhaupt kein Problem, obwohl es da auch schon hieß, dass man besser eine Bescheinigung benötigt. Habe es aber einfach mitgenommen und alles war gut. Aber nach den „Horrorgeschichten“ mache ich mir ein bisschen Gedanken 🙁

    1. Liebe Jutta, hast Du denn schon mal den Wirkstoff, der in Deinen Tabletten enthalten ist, mit der Liste gegengecheckt? Wenn da keine Übereinstimmungen auftreten, brauchst Du Dir keine Gedanken machen.

  5. Hallo Sarah

    ich reise bald nach Abu Dhabi und nehm tgl 37,5 mg Retard Venlafaxin. Hab ich es richtig verstanden,dass die Bescheinigung vom Arzt mit Stempel Gesundheitsamt dafür ausreicht?Und dann lieber in den Koffer packen?

    1. Hi Bella, sofern der Wirkstoff lt. Liste nicht in die Kategorie „verboten“ fällt, dann ja. Würde es in den Koffer packen, ggf. direkt mit der Kopie der Bescheinigung. Das Original dann in die Handtasche…

  6. Hallo Sarah,

    wie gross ist denn das Risiko in eine Blut,- oder Urinkontrolle zu geraten wenn man keinerlei Medikamente mit sich führt? Ich rauche cannabis nehme aber natürlich nix mit und auch keine anderen Medikamtente…….laufe ich da echt Gefahr einfach so ohne Grund in eine Kontrolle zu geraten?…..Ich habe Freunde die dasselbe machen und gar nicht wussten dass das da so streng ist und die sind quasi „total breit“ geflogen als Transitreisender und wurden nie kontrolliert……wäre das nicht ein bischen zu aufwändig so viele Passagiere auf Urin und Blut zu untersuchen? Ganz abgesehen davon das ja doch viele Menschen in Europa Cannabis rauchen…….

    1. Hey Slow, sagen wir mal so: Es ist tatsächlich höchst unwahrscheinlich, dass Du (vor allem auch als Europäer und geldbringender Urlauber) in eine Kontrolle gerätst bei den abertausenden von Touristen, die da täglich auf dem Transitweg durch den Airport geschleust werden oder aber dort für einen Urlaub ankommen. Gefährlicher ist es für Gastarbeiter aus Ländern wie Indien, Pakistan etc . die stehen da generell stärker unter Beobachtung. Aber versprechen kann Dir das natürlich niemand. Das Zero-Tolerance-Gesetz ist nunmal in Kraft; da wird auch für Europäer keine Ausnahme gemacht. Zudem gilt auch in den VAE der Grundsatz: Unwissenheit schützt nicht vor Strafe.

      Sieh einfach zu, dass Du möglichst wenig „verdächtig“ erscheinst: Kleide Dich seriös, nimm ggf. Piercings raus und verdecke Tattoos mit langärmeliger Kleidung etc., sodass Du in der Schlange nicht sofort als „bunter Hund“ auffällst. Nimm nichts mit, was Dir in einem muslimischen Land von einem Beamten mit schlechter Tagesstimmung negativ ausgelegt werden könnte, also zum Beispiel sowas wie eine Tattoo-Zeitschrift, die auf dem Titel eine leicht bekleidete Dame präsentiert oder irgendwelche Filme, wie „50 Shades Of Grey“, die zu sexy für muslimische Länder sind oder Medikamente, die auf der Liste stehen usw. Und dann sorge dafür, dass Deine Bekleidungstaschen und Koffer vorher noch einmal eine gründliche Reinigung erfahren, sodass keine noch so kleinen Cannabis-Krümel mehr darin zu finden sind.

      Denn üblicherweise läuft es ja so – zumindest stelle ich mir das so vor: Zuerst fällt jemand in der Masse auf, zum Beispiel durch seine Tattoos, seine Kleidung und/oder seinen Haarschnitt, dann gehen bei den Beamten die „Alternative-Lifestyle-Warnglocken“ an, dann wird das Gepäck genauer in Augenschein genommen, dann wird darin vielleicht ein unliebsamer Unterhaltungsartikel und/oder ein suspektes Medikament gefunden und dann geht’s zum Bluttest.

      Ich habe das selber schon miterlebt: Mein Mann hat lange Haare und Ohrringe und Tattoos und er wurde „auserwählt“, sein Gepäck durchsuchen lassen. Der Beamte hat dann ganz argwöhnisch seine Musikerzeitschrift durchgeblättert – uns aber dann ziehen lassen. 🙂

  7. Hallo, ich hoffe, mir kann jemand helfen. Ich werde in drei Wochen über Dubai nach Australien fliegen und dort für ca. 8 Monate bleiben. Da ich täglich Medikamente nehmen muss, werde ich einen Vorrat mitnehmen, was dann allerdings so an die 1000 Tabletten sind. Ich habe gelesen, dass man nicht mehr Medikamente als einen 3-monatigen Vorrat mitnehmen darf und habe jetzt ein bisschen Angst, dass ich beim Zoll Probleme bekommen könnte. Reicht meine Bescheinigung vom Arzt und ein englisches Rezept aus oder ist es grundsätzlich nicht möglich eine so große Menge einzuführen, auch wenn es nur auf der Durchreise ist?
    Vielen Dank!

    1. Hi Sammy, lt. der verlinkten Liste liegt die Frist sogar nur bei 30 Tagen. Auch Dir würde ich unbedingt empfehlen, mit dem MOH Kontakt aufzunehmen. Schau mal weiter unten – ist alles unten schon in anderen Kommentarantworten gesagt worden, was man anschließend tun könnte/sollte. Hast Du Dich erkundigt, ob es nicht möglich ist, dass Dir ein australischer Arzt vor Ort was verschreibt? Du könntest ihm ja das Attest Deines Arztes vorlegen, um den Prozess zu beschleunigen. Immerhin könnte Dein Koffer mit den ganzen Medis ja auf und während der Reise ja auch verloren gehen. Für einen solchen Fall muss es ja eine Backup-Lösung geben, bei denen Dich die Mediziner vor Ort unterstützen.

  8. Hallo grüß Dich Sarah, hier ist der Thomas aus Gerlingen.
    Kannst Du mir bitte einen Hinweis geben , in Bezug auf Insulin Spritzen die meine Tante als Diabetispatientin nehmen muss?
    Ist es zweckmäßig mir ein Attest vom Arzt geben zu lassen.
    Besten Dank im voraus Sarah.
    LG.Thomas

    1. Lieber Thomas, wenn die mitgeführten Wirkstoffe nicht auf der Liste stehen, ist es unbedenklich, sie einzuführen. Allerdings würde ich schon dazu raten, einen medizinischen Bericht vom Arzt einzuholen und mitzunehmen. Damit soll einfach sichergestellt werden, dass die Tante schnell und reibungslos durch alle Airport Security Checks kommt, und sich nicht erst noch unnötige Diskussionen wegen der Spritzen ergeben.

      1. Hey Friederike, ich schätze, CD steht einfach für „Controlled Drugs“. A/B ist sicher irgendeine interne Einteilung, aber die Bezeichnung an sich ist ja für uns Reisende nicht relevant – nur eben, welche Regeln hinter ihr stehen. Und die beschreibt das Dokument ja eingangs. 🙂

  9. Hallo Sarah, wir fliegen in ein paar Tagen nach Dubai bzw. Abu Dhabi und haben eine Bescheinigung über Medikamente vom Hausarzt bescheinigen lassen und zwar geht es um Oxazepan und Insidon (Diese stehe beide auf der Liste von verbotenen Medikamente) müssen wir diese jetzt auch noch vom Gesundheitsamt bestätigen lassen? Danke für Deine Super infos.
    Gruss Udo

    1. Hey Udo, wenn es um Narkotisierendes geht, würde ich persönlich das machen, ja. 🙂 Ich würde das Arzt-Attest vom vom Amt beglaubigen lassen, aber mir in erster Linie auch vom Gesundheitsministerium in Abu Dhabi die Erlaubnis einholen wollen.

  10. Hallo Sarah,

    wie genau funktioniert dass denn mit der ärzlichen Beglaubigung bezüglich der Pille ? Soweit ich es verstanden habe brauch ich die Originalverpackung,Beipackzettel und eine Bescheinigung? Und dann lasse ich mir das beim Landratsamt beglaubigen oder wie? Hattets du dan Beipackzettel und Co auf Englisch?
    Bewor ich etwas falsch mache wollte ich lieber mal bei jmd. nachfragen, der es schon gemacht hat 🙂
    Ich muss schon zugeben ich hab ein bisschen Panik, dass was schief geht und ich dann dort festsitze… 😀

    Danke und liebe Grüße, Liz
    PS:
    Dein Blog ist echt super und hilft mir viel bei der Urlaubsplanung! 🙂

    1. Hey Liz, schau mal weiter unten in den Kommentaren, was Julia am 13. April 2016 geschrieben hat. Genau so habe ich es letztens auch gemacht, nur dass ich den Beipackzettel jetzt nicht extra mitgenommen habe, schließlich ist der ja auf Deutsch. 😉 Bitte habe keine Angst; wenn Du es so machst wie beschrieben, bist Du garantiert besser ausgerüstet als 99% der anderen weiblichen Touristinnen – und wahrscheinlich obendrein sogar unnötig gut an Dokumenten ausgestattet, siehe mein Kommentar vom 3. April 2016.

      Noch ein Hinweis: Meine Frauenärztin hat 10 Euro von mir abgezockt für das Ausfüllen dieses ADAC-Attests, das Julia auch verlinkt hat, wohingegen der Herr vom Gesundheitsamt kostenlos seinen Stempel aufgedrückt hat. Er meinte aber, dass sein von Stadt zu Stadt verschieden…

      1. Super vielen lieben Dank für deine Antwort! Dann kann ich mich jetzt beruhigt auf den Urlaub freuen und alles in Ruhe besorgen 🙂

        Hast du beim Gesundheitsamt dann einen Termin gemacht?
        Oh 10€ fürs ausfüllen? Meine FA meinte nur als ich ihr das erzählt habe bringen sie das Formular mit ich unterschreibe ihnen alles 🙂
        Ja ich denke auch, dass viele Touristen von dieser Regel gar nichts wissen und jährlich viele ohne Beglaubigung in die VAE reisen.

        Dann freue ich mich jetzt mal beruhigt auf Abu Dhabi!
        Liebe Grüße, Liz

        1. Liebe Liz, ich hatte keinen Termin beim Amt, bin einfach so hin, nachdem ich die Öffnungszeiten gegoogelt hatte. Dann hast Du echt Glück mit Deiner FA! Offenbar würfeln die Ärzte die Preise, denn meine Hausärztin hat auch nichts für das Ausfüllen verlangt – und das obwohl ich sie nur „testweise“ habe unterschreiben lassen für ein Medikament, das sowieso unbedenklich ist! 😉

  11. Hallo Sarah,
    für unseren Abu Dhabi Urlaub stelle ich gerade unsere Reiseapotheke zusammen.
    Da wir mit 2 kleinen Kindern reisen, habe ich eigentlich vor, normale Standardmittel mitzunehmen (Prospan, Fieberzäpfchen, Nasenspray), allerdings auch ein paar Notfallmedikamente wie Rectodelt (Kortison Zäpfchen) und Cetirizin und Fenistil als Antiallergiemittel. Die Inhaltsstoffe finde ich auf der pdf Liste nicht, kann ich diese Mittel also ohne irgendeine Bescheinigung mitnehmen?
    Bin etwas verwirrt!
    Grüße Sandra

    1. Hey Sandra, Du hast also alle Wirkstoffe gecheckt und festgestellt, dass nichts davon auf der Liste steht: Dann ist doch alles bestens – warum genau bist Du denn jetzt verwirrt? 😉

      1. Hallo Sarah,
        ich bin mir nicht sicher, ob ich alle Wirkstoffe richtig auf Englisch gefunden habe. Paracetamol ist kein Problem? Cortison auch nicht? Sonstige Allergiemittel?

        1. Hey Sandra, nicht dass ich wüsste, das sind ja alles „stinknormale“ Hausapothekenmedikamente! Deswegen brauchst Du Dich nicht ängstigen!

          1. Hallo Sarah und alle Anderen hier,
            ich habe eben bei der Botschaft der VAE in Berlin angerufen. Mir wurde dort gesagt, dass man auch KEIN Paracetamol und Ibuprofen mitnehmen darf! Erlaubt wäre aber Aspirin. Ich werde mich jetzt darauf beschränken. Ich habe auch gefragt, ob man Honig aus Neuseeland einführen darf. Das wäre wohl kein Problem. Dem Manuka-Honig werden antibiotische Heilwirkungen nachgesagt. Dann hätte man ja für den Fall der Fälle damit auch noch was bei sich.

          2. Hallo Beate, lieben Dank, dass Du die von Dir mühselig eingeholten Infos mit uns teilst. Wir müssen uns derzeit wohl damit abfinden, dass einiges bei diesem Thema unverständlich und höchst ominös ist. Öfter bekomme ich solche Berichte zu hören, dass die Botschaft in Deutschland offenbar strengere Richtlinien an den Tag legt als sie in den VAE tatsächlich gelten.

            Denn mit Verlaub: Wäre so etwas „Profanes“ wie Paracetamol verboten, dann müssten die VAE das schon auf ihren Touristik-Webseiten propagieren. Dieses rezeptfreie Allerweltsschmerzmittel hat ja nun wirklich jeder zweite im Reisegepäck – und zwar ohne bei einer noch so kritisch-aufgeklärten Überprüfung der Reiseapotheke einen einzigen Gedanken an die emiratische Betäubungmittelgesetzeslage zu verschwenden.

            Mich beschleicht manchmal das Gefühl, dass die Mitarbeiter bei der Botschaft einfach besonders strenge Reglements erfinden, weil sie es 1. mangels aktueller offizieller Vorgaben selbst nicht besser wissen und 2. auf jeden Fall verhindern möchten, aus Versehen/Unwissen einmal eine zu lockere Auskunft zu geben.

  12. Nachdem ich mit dem Dokumentenwirrwar der Emirate-Seiten nicht klarkomme (in einigen steht „darf mitgebracht werden“, in anderen „Total verboten“), habe ich eben mit der Botschaft in Berlin gesprochen und ihnen gesagt, ich hätte verschriebene Medikamente und einen Attest.
    Die Frage, was ich noch benötige hat die Herrschaften nicht mal interessiert. Die einzige kurze Antwort:
    Es gibt keine Ausnahme, Mitführen geschieht auf eigenes Risiko.

    Auf die Frage, was ich denn machen soll, wenn ich eine „Attacke“ bekomme, fiel die Antwort noch kürzer aus:
    Keine Ahnung.

    Super Sache. Zum Glück gibt es ja noch eine Alternative, wenn man seine Antidepressiva nicht mitführen darf: Burj Khalifa!

    Sollte mir jemand dennoch irgendwie weiterhelfen können, wäre ich über Tipps SEHR glücklich!…. :ö(

    1. Hallo Unbekannte/r, ich kann leider auch nur sagen, was ich bereits im Artikel und in unzähligen Kommentarantworten geschrieben habe. Schau Dir die Liste durch – die sagt recht klar, was erlaubt ist und was nicht. Und wenn es um – lt. Liste – unerlaubte Narkotika geht, würde ich persönlich versuchen, das MOH direkt zu kontaktieren und mir gleichzeitig möglichst viele Stempel vom Arzt und der örtlichen Gesundheitsbehörde geben lassen.

      Antwortet Dir das MOH nicht, so hast Du wenigstens einen ausgedruckten Beweis über Deinen Versuch der Kontaktaufnahme sowie einen Haufen Belege von Arzt und Behörde. Wer sollte Dir da noch ernsthaft eine Schmugglerabsicht unterstellen – vor allem, wenn Du nur die Dosis mitnimmst, die Du wirklich brauchst?

      Außerdem musst Du dafür ja auch erst einmal in eine Kontrolle geraten, was recht unwahrscheinlich ist. Bereite Dich einfach anhand der Tipps so gut vor wir möglich, aber brich jetzt Dein Reisevorhaben deswegen nicht frustriert ab. Das ist zumindest meine Meinung dazu. Vielleicht hilft Dir das, wass ich und andere in den vorangegangenen Kommentaren zum Thema „Panikmache“ geschrieben haben.

      Dass die Leute von der Botschaft leider wenig kooperativ sind, haben hier ja schon einige Leute berichtet.

  13. Auch ich habe mich vor meiner Reise bzgl. Medikamentenmitnahme erkundigt, bei mir geht es um Pille (Dienogest, Ethinylestradiol), ein Medikament bei Herzrythmusstörugen (Metoprololsuccinat), sowie freiverkäufliche Mittel wie Nasenspray (Xylometazolinhydrochlorid, Dexpanthenol) für den Flug und Allergietabletten (Dimetindenmaleat und Cetirizindihydrochlorid).
    Ich habe mich soeben bei der Botschaft in Berlin unter +49 30 516 51 6 erkundigt.
    Dort sagte man mir, dass ich alle freiverkäuflichen Mittel in benötigter Menge und Originalverpackung mit Beipackzettel mitnehmen soll und für verschreibungspflichtige Medikamtente soll ich ebenfalls die benötigte Menge für die Reise, ein ärztliches Attest auf englisch, ebenfalls mit Originalverpackung und Beipackzettel mitführen.
    Ich habe mir das Formular des ADAC ausgedruckt, darauf lasse ich meinen Hausarzt einfach ALLE meine Medikamente (auch die freiverkäuflichen) aufführen und -zur Sicherheit- außerdem vom örtliche Gesundheitsamt beglaubigen.

    https://www.adac.de/_mmm/pdf/ADAC_Medikamentenformular%201_149892.pdf

    Ich denke damit dürfte man gut reisen können und wenn man beim Zoll -warum auch immer- Bedenken hat, kann man mit Unterschrift & Stempel von Arzt und Gesundheitsamt sicher belegen, dass man die Medikamte braucht und diese zurecht verschrieben bekommen/ gekauft hat.

    1. Hi Julia, genau so wie Du es beschreibst, habe ich es für die Pille letztens auch gemacht. Das für alle frei verkäuflichen (ich nehme an, gemeint sind nicht rezeptpflichtigen) Medikamente zu machen, wenn deren Wirkstoffe nicht auf der Liste verzeichnet sind, finde ich etwas übertrieben. Interessant allemal, dass so ein Ratschlag von der Botschaft kommt! Aber Du hast völlig recht: So kann Dir nun wirklich niemand mehr ans Bein pinkeln, weil alle noch so dämlichen Missverständisse aufgrund Deiner Dokumente sofort ausradiert werden können! Gute Reise! 🙂

  14. Hallo,

    habe am 23. März (also vor 9 Tagen) Emails bzgl. Medikamenteneinfuhr an drei verschiedene Email-Adressen geschickt: csdubai@moh.gov.ae, DC.Help@moh.gov.ae und drugcl.csc@moh.gov.ae.

    Von KEINER EINZIGEN habe ich bisher eine Rückmeldung erhalten. Ganz ehrlich: wäre das Thema „Medikamente“ noch eins, würden die Kollegen auf Emails antworten. Es geht bei mir (bzw. meiner Frau) um die Anty-Baby-Pille, die Ethinylestradiol enthält.

    Ich werde nächste Woche evtl. mal bei der Botschaft anrufen und natürlich das Rezept mitnehmen, aber nachdem ich durch die Nichtbeantwortung meiner Emails die „Wichtigkeit“ des Themas ungefähr abschätzen kann, bewerte ich die Situation deutlich entspannter als zuvor – Panikmache m.M.n. oder zumindest heutzutuage nicht mehr aktuell.

    1. Hallo Michael, ich finde überhaupt nicht, dass es Panikmache ist, die Urlauber darauf aufmerksam zu machen, dass es in den Emiraten ein Null-Toleranz-Gesetz gegenüber Narkotika und Drogen gibt. Das wird Dir auch die Botschaft bestätigen (und ist unten in den Kommentaren durch einen anderen Leser bereits bestätigt worden). Wenn nun jemand unangemeldet Narkotika einführt und kontrolliert wird, kann es aufgrund der dort geltenden Gesetze natürlich auch passieren, dass er sich verantworten muss. Um zu zeigen, dass das keine Ammenmärchen sind, habe ich die im Artikel aufgeführten Fälle recherchiert. Und nur, weil diese schon länger zurückliegen, heißt das nicht, dass sich das Gesetz dort geändert hat.

      Ja, es ist in der Tat ziemlich unwahrscheilich, dass ein Urlauber mit einer Eigenration an (welchen) Medikamenten (auch immer) hinter Gitter kommt – schließlich haben die VAE einen Ruf als beliebtes Urlaubsland zu verlieren und zudem können nicht Millionen an Ein- oder Durchreisenden auf verbotene Medikamente gecheckt werden. Ich jedoch möchte die Menschen darauf aufmerksam machen, dass die Gesetze dort eben so streng sind und sie im (unglücklichen) Zweifelsfall gegen einen verwendet werden könnten. Letztlich entscheidet jeder nach Abwägen der hier genannten Argumente selber über das „Risiko“, das er bereit ist zu tragen.

      Und nun noch einmal zum Thema „Pille“. Dafür brauchst Du nicht bei der Botschaft anrufen. Und ich vermute auch, dass Du vom MOH deswegen keine Antwort bekommen hast, weil das Mitbingen der Pille von dieser Behörde keine extra Erlaubnis verlangt – immerhin ist sie kein Narkotikum. Schau doch bitte noch einmal in die Liste. Dort ist der von Dir genannte Wirkstoff entsprechend nicht als Narkotikum, sondern als CD B eingeordnet. Zu Beginn der Aufzählung wird für diese Art Medikament erkärt, dass zwei Dinge nötig sind, nämlich „a valid medical prescription“ und ein „authenticated certificate and/or permit, from the health authority of the country of departure, confirming his/her legal authority to possess, for personal use, medical preparations mentioned therein“. Weiterhin sei zu beachten, dass die „Amount of medicines carrying of by any travelers should not be exceeded for a period of 30 days of treatment“.

      Nun kannst Du selbst entscheiden, ob Du diese Anweisung genau befolgen möchtest. Ich selbst habe schon alle Spielarten durch: Einmal hatte ich die Pille ganz ohne Rezept bei mir, einmal nur mit Rezept und einmal ganz im Sinne der Anweisung mit Rezept und ärztlichem Attest, das ich mir vom Gesundheitsamt habe beglaubigen lassen. Konrolliert wurde ich nie und das wird wahrscheinlich vor allem bei der Pille auch zukünftig nicht passieren. Man muss ja bedenken, dass erstens wahrscheinlich jede zweite Touristin ein orales Verhütungsmittel mitbringt und zwar ohne Kenntnis von dieser Liste zu haben (und wer wollte all diese Damen am Flughafen kontrollieren?) und zweitens den Frauen schlecht unterstellt werden kann, dass sie ihre Pille nicht zum Eigengebrauch mitgebracht haben, sondern um sie in den VAE zu verticken – denn was sollte eine potenzielle Käuferin mit einem bereits angebrochenem Pillenblister anfangen?

      1. Hallo Sarah,

        vielen Dank für Deine umfangreiche Antwort.

        Ich habe in meiner Email an die drei erwähnten Adressen nicht nur die Pille aufgeführt, sondern sicherheitshalber auch den Rest der typischen Reiseapotheke – also Schmerztabletten (Ibu-Lysin), Durchfalltabletten (Imodium Akut lingual), Erkältungstabletten (Grippostadt) und so Sachen wie z.B. Rennie gegen Sodbrennen, Fenistil-Creme oder Lactrasetabletten. Ich habe mir die Liste der „verbotenen“ Substanzen vorher intensiv durchgelesen und nur den Wirkstoff der Pille (allerdings in Zusammenhang mit einem Verhütungring) gefunden.

        So oder so: von einem (wie Du es richtig erwähnst) „beliebten Urlaubs“ mit einer derartigen Infostruktur und diesem Anspruch erwarte ich dann doch zumindest irgendeine Antwort – und wenn es nur ein Satz mit dem Verweis auf die von Dir ebenfalls erwähnten Regularien ist.

        Dennoch zeigt dies, ebenso wie die teilweise schlechte bis nicht vorhandene Verfügbarkeit dieser Wirkstofflisten meiner Meinung nach, dass das Thema doch offensichtlich an „Wertigkeit“ verloren hat.

        Gruß
        Micha

        1. Hi Micha, dass das Thema an „Wertigkeit“ verloren hat, würde ich auch unterschreiben, aber da es auch noch nicht komplett vom Tisch (z.B. erwähnt die Botschaft der UAE in London die Liste auch noch auf ihrer Webseite) ist, würde ich persönlich immer sagen: Vorsicht ist besser als Nachsicht! 😉 Und nun: Hab eine schöne Reise und denke nicht mehr über Deine Reiseapotheke nach.

      2. Hallo!Gebt ihr denn bei der Einreise auf dem Einreiseformular an,dass ihr Medikamente dabei habt ?Ich war jetzt zwei Monate in Australien und Neuseeland unterwegs und habe eine normale Reiseapotheke dabei und die Pille.Der Wirkststoff steht auf der Liste mit CD-B.Da ich vor Abreise nur von Opiaten und Narkosemittel gelesen habe,habe ich keine Dokumente dabei.
        Bei den Einreisen in Neuseeland und Australien habe ich angegeben,dass ich Medikamente dabei habe.Wurde gefragt,ob dir zum Eigengebrauch sind.
        Wenn man bei der Einreise nach Dubai angibt,dass man Medikamente dabei hat und diese nicht einführen darf,müsste man sie doch dort noch abgeben können!?
        Zu meiner eigentlichen Frage,gibt man die Reiseapotheke auf dem Einreiseformular an oder lässt es besser?Du hast geschrieben,dass du die Pille mal ohne Rezept,mit Rezept usw. dabei hattest.Wie hast du es bei ohne gemacht?

        1. Hi Syd, muss man denn, wenn man von Australien/Neuseeland nach Dubai einreist ein Einreiseformular ausfüllen? Davon weiß ich nichts, da noch nie gemacht. Wenn man von Deutschland in die Emirate reist, muss man jedenfalls kein Formular ausfüllen und hat somit auch keine Gelegenheit auf diese Weise auf Medikamante hinzuweisen.

          Was die Pille angeht: Als ich ohne Rezept gereist bin, hatte ich absolut gar keine Formulare dabei, die irgendwas zu meiner Pille erklärt haben. Ich hatte einfach den Blister in meinem Kulturbeutel. So machen es die meisten Touristen, da bin ich mir sehr sicher, denn wer sieht sich vorher schon die Liste an? Wenn es jetzt also nicht mehr geht, irgendwelche Genehmigungen einzuholen: Mach Dir nicht so viele Gedanken und reise einfach trotzdem so wie geplant: Sofern Du nicht gerade einen Jahresvorrat der Pille mit Dir führst oder anderweitig Unerlaubtes wie Narkotia, wird auch so nichts passieren. Und für den überaus unwahrscheinlichen Notfall, kannst Du ja die Kontaktdaten des Arztes mitnehmen, der dann bestätigen kann, dass er Dir dafür ein Rezept ausgestellt hat.

          Wie gesagt: Als übervorsichtige Person konnte ich persönlich nach Kenntnis der Liste nicht anders, als vor der Reise Dokumente für meine Pille einzuholen. ABER: Wenn es den Emiratis so wichtig wäre, dass das jeder tut, dann würde diese Liste auf jeder offiziellen Tourismusseite und/oder Flughafenseite zugänglich sein. Noch nie habe ich gehört oder gelesen, dass eine Frau aus Europa wegen der Pille bei der Ein- oder Durchreise festgehalten wurde. Und glaube mir, ein solcher Fall würde gewiss Wellen schlagen! Just my 2 Cents. 😉

  15. Hallo Sarah,
    Ich habe eine Reise nach Dubai gebucht.
    Da ich starke Schmerzmittel benötige habe ich diese von meinem Hausarzt und vom Gesundheitsamt bescheinigen lassen.
    Heute habe ich im Internet eine andere Liste mit verbotenen Medikamenten gefunden, welche das Medikament Tilidin als Narcotic einstuft.
    Der Mitarbeiter der Botschaft der Vereinigten Arabischen Emirate in Berlin hat mir telefonisch mitgeteilt, das Narcotics verboten sind und ich diese nur auf eigene Gefahr einführen kann.
    Alternativ kann ich mit einem deutschen Rezept in Dubai von einem Arzt mir dieses verschreiben lassen und es in Dubai besorgen.
    Dies erscheint mir sehr umständlich und ich bin kurz davor die Reise abzusagen.
    Gibt es noch andere Alternativen? Sämtliche Anfragen per Email an Botschaften in Berlin, London oder VAE blieben bisher unbeantwortet. Der Abflug wäre in 3 Tagen gewesen.
    Gruß Gerhard

    1. Lieber Gerhard, es tut mir sehr leid, Dein Kommentar ist leider in dem Ansturm der Anfragen untergegangen. Bist Du denn jetzt gereist? Was Du da beschreibst, ist natürlich eine missliche Lage und auch ich habe da nicht ad hoc eine Lösung parat. Besonders ärgerlich, denn Du hast ja schon sehr viel Einsatz gezeigt, indem Du versucht hast, die Botschaften zu kontaktieren. Die Frage, die sich mir aber jetzt aufdrängt ist folgende: Hast Du denn – wie ausführlich in meinem Artikel beschrieben – auch das MOH kontaktiert? Weiter unten hat hier nämlich ein Herr kommentiert, der in genau derselben Lage war und sich von dort die Erlaubnis zur Einfuhr seiner Medikamente geholt hat. Wenn Du von denen einen „Freifahrtschein“ bekommen hast, kann Dir so ziemlich egal sein, was die Botscheften Dir erzählen. Ich habe nämlich ehrlich gesagt nicht zum ersten Mal den Eindruck, dass die Botschaften bei diesem Thema wenig hilfreich sind.

    2. Ich habe das selbe Problem. brauche auch ein starkes Schmerzmittel und habe überall rumtelefoniert und have eben mit einem deutschen Arzt in den VAE telefoniert und er sagte alle Medikamente die unter Narkotic eingestuft sind sind strengstens verboten und man bekäme diese auch NICHT dort verschrieben

      1. Die Variante mir dem im-VAE-Urlaub-verschreiben-lassen kam mir gleich seltsam vor. Da könnte ja jeder Tourist daherkommen mit dem Wunsch, sich dort starke Narkotika verschreiben zu lassen und das ausgerechnet in einem Land, wo dieses Thema so sensibel behandelt wird. Um ehrlich zu sein: Die Botschaft scheint mir für Tipps hierzu nicht der beste Ansprechpartner zu sein. Meine Wenigkeit liest das Erklärte in der oben verlinkten PDF-Liste wie folgt: Es kommt auf Dein Medikament an und wie es vom Ministerium eingestuft wurde. Nicht alles, was darin aufgeführt ist, ist automatisch ein Narkotikum; in der Gruppe der Narkotika wiederum scheinen einige komplett verboten zu sein, andere nicht (die bedürfen aber einer Erlaubnis durch das Gesundheitsministerium MOH). Verstehst Du das nicht so/anderes? Ich kann momentan nichts anderes raten als das Folgende: Lies Dir also das PDF von Beginn an aufmerksam durch, checke, wie Dein Medikament eingestuft wurde und folge dann den Anweisungen, die oben in dem PDF-Dokument für jede Art Medikament gegeben werden.

  16. Ich habe so einige Medikamente,die rezeptpflichtig sind.U.a. ist da auch Diazepam vom Hausarzt verschrieben..10.mg dabei,als Privatrezept.Bin nun total verunsichert,bin ja nicht drogenabhängig.Am liebsten würde ich Dubai abblasen.war eigentlich als Urlaub gedacht. zu wenig informiert.Außerdem verschreibt ein Arzt das nicht einfach so ohne GründeWie soll man sich jetzt verhalten.Möchte nicht im Knast landen.Wer kann mir dazu etwas sagen?

    1. Liebe Rita, bitte beruhige Dich erst einmal! Es gibt wirklich keinen Grund direkt zu verzweifeln. Gehe in Ruhe einfach die im Artikel und in den Kommentaren genannten Schritte durch. Besorge Dir einfach die nötigen Dokumente auf Englisch und nimm nicht mehr mit als Du brauchst, maximal aber eine Ration von 30 Tagen. Wenn Du noch Fragen hast, die hier nicht schon beantwortet wurden, melde Dich gern nochmals!

      1. Das reicht nicht aus. wenn du kontrolliert wirst reichen leider auch keine Bescheinigungen aus. ich habe gerade mit einem Arzt aus Dubai telefoniert der mir das bestätigt hat :/ich muss meine Medikamente hier lassen und hab schon leicht Panik

        1. Hey Annika, es kommt auf das Medikament an und in Ritas Fall reicht es aus.

          Bitte schau Dir das im Artikel verlinkte PDF („Guidelines for Carrying Personal Medicines…“) nochmals genauer an. Da siehst Du dann, dass nicht alle Narkotika den Stempel „Prohibited“ tragen und damit in einigen Fällen das Einholen einer Erlaubnis über das Ministry Of Health möglich ist. Ich zitiere aus dem PDF: „[…] carrying narcotic drugs with travelers […] requires a prior approval from the Registration and Drug Control Department, Ministry of Health“. Ich verstehe das so: Einige Narkotika sind per se verboten, andere nicht und für die braucht man eine Erlaubnis vom Ministerium. Und wenn Du von dieser hohen Behörde ein Go bekommst, kannst Du es auch einführen.

          Ritas Diazepam ist kategorisiert als CD A und nicht als Narkotikum und Medis mit dieser Kennzeichnung kann der Tourist mitbringen, wenn er die unter II. a) beschriebene Prozedur mit den Dokumenten einhält. Dies ist jedenfalls meine Interpretation der Erklärungen der PDF-Liste.

  17. Hallo zusammen,

    ich fliege nächste Woche nach Dubai. Ich würde die folgenden Medikamente mitnehmen wollen.
    Vertigoheel
    Vomex
    Ratiopharm Reisetabletten

    und die pille.

    Wie sieht es damit aus? Benötige ich dafür eine Bestätigung oder geht das so?
    habe jetzt auf der Seite der verbotenen Mittel dazu nichts gefunden.

    Vielen Dank vorab.

    1. Hey Katharina, das Thema „Pille“ haben wir hier schon ausreichend behandelt. Schmökere doch mal durch die älteren Kommentare, da findest Du alles, was Du brauchst. Natürlich nur, wenn der Wirkstoff Deiner Pille auf dieser PDF-Liste vermerkt ist. Wenn Du die Wirkstoffe der anderen Medis aus Deiner Reiseapotheke nicht in dem PDF gefunden hast (ggf. auf Unterschiede in der englischen Schreibweise achten!), dann dürfte alles ok sein! 🙂

  18. Moin zusammen, ich gehe nächste woche auf´s Schiff, welches in Dubai den Rückflug nach D hat.
    Ich brauche Fentanyl Pflaster 50 mg.
    Bekomme ich da probleme wenn ich mir das auf die Haut, egal wo hin klebe…….. kan nirgends was finden und habe das nun erst erfahren dass es dort Probleme geben kann.
    Aber da ich dort eigentlich nicht eimal 24 Stunden Aufenthalt habe und dann zurück fliege denke ich da wird wohl nichts passieren… oder doch ?
    Vielen Dank im Vorraus !

    1. Hallo Jens, wie im zweiten Absatz meines Artikels beschrieben, gelten sämtlich Vorschriften rund um Medikamente auch für Duchreisende. Wer an einem Flughafen in den UAE aussteigt, um in einen anderen Flieger einzusteigen (egal, ob mit oder ohne längeren Warte-Aufenthalt) ist Durch- oder Transitreisender! Dein Wirkstoff „Fentanyl“ steht auf der Liste, wie Du sicher gesehen hast? Ich kann mir zwar nicht vorstellen, dass man ein Pflaster genauer untersucht, denn da steht ja nicht daruf, welche Funktion es hat und welchen Wirkstoff es freisetzt, aber wenn Du die Pflasterpackung dabeihast (und auch generell für rundum beruhigtes Reisen), empfehle ich Dir – analog zu dem hier in den Kommentaren schon mehrfach beschriebenen Prozedere – die entsprechenden Dokumente zu besorgen und mitzuführen.

  19. Liebe Katharina,

    wie lange musstest du ca. auf die Antwort von Dr. Osman warten? Habe ihm auch eine Mail geschickt und noch keine Antwort erhalten.

    Liebe Grüsse

    Thomas

  20. Danke für die Infos. Ich bereue es inzwischen, meinen Flug nach China wieder mit Emirates gebucht zu haben. Ehrlich, die Einreise nach Nordkorea macht mir nicht so viel Bauchschmerzen wie die nach Dubai – ich habe Tecfidera und eine normale Reiseapotheke dabei, außerdem Alkohol als Geschenk. Und ehrlich, beim nächsten Mal fliege ich nicht mehr über Dubai/Qatar. Lufthansa, Aeroflot und Finnair bringen einen auch schön nach China. Ohne, dass man seinen kompletten Besitz auf Mohnkörner absuchen muss oder bei jeder Tablette zittern muss.

    1. Liebe Petra, es besteht kein Grund dafür, dass Du Dich fertigmachst! Wegen einer normalen Reiseapotheke schon gar nicht! Nach Dubai/Abu Dhabi darf man offiziell 4 Liter Alkohol einführen, das wird für Dein Geschenk doch reichen, oder? Und der Wirkstoff Deines Medikaments (auf Englisch „dimethyl fumarate“, richtig?) steht doch gar nicht auf der Liste! Und wenn es Dich beruhigt, lass Dir vom Arzt doch eine Bescheinigung geben – dann hast Du sogar an einer Stelle vorgesorgt, an der es gar nicht nötig ist – und die liebe Seele kann beruhigt reisen. 😉

  21. Hallo Sarah,

    ich fliege im Sommer nach Abu Dhabi.

    Und meine Pille hat auch den verbotenen Wirkstoff in sich.
    Glaubst du kann es hier zu Problemen kommen?

    Was ich so gelesen habe ist der Wirkstoff Ethinylestradiol fast überall drinnen.
    Vielleicht in deiner auch? 🙂
    Absetzten möchte ich die Pille nicht unbedingt wegen einer Woche Urlaub…

    lg

    1. Liebe Melanie, ich GLAUBE nicht, dass es zu Problemen kommen wird, kann es Dir aber natürlich nicht versprechen. Ich war drei Mal in den Emiraten ohne dass ich von dieser ausführlichen Liste wusste und ich hatte jedes Mal meine Pille mit besagtem Wirkstoff dabei. Und wenn man es mal recht bedenkt, so ist es recht unwahrscheinlich, dass all die vielen einreisenden Urlauberinnen die Pille absetzen oder sich überhaupt über die strengen Medikamentengesetze informieren. Für die nächste Reise werde ich aber – da ich ja nun von dieser Liste weiß und es mir sonst keine Ruhe lässt – versuchen, mit den oben im Artikel und in der Diskussion genannten Behörden Kontakt aufzunehmen. Mal sehen, was dabei herauskommt, ich bin sehr gespannt und werde natürlich berichten. Wenn Du wirklich auf Nummer sicher gehen möchtest, dann tue dies auch – allein schon für Dein ruhiges Gewissen. Selbst, wenn man Dir nicht antwortet, so hast Du sicher mehr getan als manch andere und kannst bei Problemen immerhin deinen Versuch vorweisen. Was denkst Du?

        1. Liebe Melanie, meldest Du Dich, wenn Du Antwort erhalten hast? Ich komme grad iwie nicht dazu, weil sich meine Reisepläne leider gerade etwas hinauszuzögern scheinen… Wäre voll lieb!

          1. Hallo Sarah und Melanie,

            habt ihr dazu schon eine Antwort erhalten? Ich fliege im August nach Abu Dhabi und habe auch diesen Wirkstoff in der Pille.
            Ich werde mich in den nächsten Tagen ebenfalls um Infos bemühen…

            Viele Grüße
            Katharina

            P.S Vielen Dank für die tollen Informationen auf dieser Homepage!

          2. Liebe Katharina, oh Gott, danke für die Erinnerung, ich versuche, in den nächsten Tagen mal dran zu denken! 🙂 Wenn Du früher etwas heraus findest, schreib mir!

          3. Ich habe tatsächlich eine Neuigkeit 😉
            Vof einigen Tagen habe ich eine E-Mail an Dr. Osman vom MoH geschrieben und heute die Antwort erhalten.

            Zum persönlichen Gebrauch darf ich sie mitnehmen, wenn ich gleichzeitig eine Kopie eines aktuellen Rezeptes habe. Und/oder (das ist mir von der Übersetzung her nicht ganz klar. Er hat beides geschrieben… ) einen Brief des Arztes. Ich werde einfach um Nummer sicher gehe und beides mitnehmen.

          4. Katharina, Du bist ein Schatz! Tausend Dank für diese wertvolle Info – Du hast damit vielen Mädels echt weitergeholfen und es sogar mir Trödeltante erspart, dort noch einmal vor meiner nächsten Reise anzufragen! <3

          5. Noch eine kleine Info für alle Medikamente: Mein Arzt hatte schon einen mehrsprachigen Vordruck in dem einfach die Medikamente aufgelistet werden, die man mitnimmt. Es war eine Sache von 5 Minuten 🙂

            @ Sarah: Das ist dann der Dank für die vielen anderen Infos von dir. Ich freu mich schon so sehr auf die Reise und du hast uns die Planung erleichtert!

          6. Ah, das ist gut zu wissen! Dann hoffe ich mal, dass meine Ärztin so etwas auch in der Schublade hat, hehe…

  22. Hallo Sarah,

    ich fliege auch in Kürze nach Dubai. Diese Listen über die Medikamente haben mich fast zur Verzweiflung gebracht (Meine Pille besitzt ebenfalls den „verbotenen“ Stoff Ethinylestradiol).
    Eine Freundin war allerdings schon letztes Jahr dort und sagte jedoch (so interpretiert sie es), dass es sich hierbei

    203, Nuvaring, Etonogestrel & Ethinylestradiol, Vaginal Ring

    nur um den Nuvaring, also einen Vaginalring handelt. Hier ist nämlich eine Viel höhere Dosierung wie bei der Pille vorhanden. Ebenso sieht es so aus wie wenn nur die Kombination von etonogestrel und ethinylestradiol verboten ist.

    Ich finde, das hört sich plausibel an, da ja sonst bei allen Wirkstoffen eine mengenangabe dabei ist, jedoch hier nicht. Und bei der Pille müsste doch auch eine dabei sein.

    Wie findest du diese Erklärung?

    MfG

    1. Liebe Marion, sorry, aber den Ausführungen kann ich leider nicht ganz folgen. Ihr habt auf der Liste der verbotenen Medikamente Mengenangaben für die verschiedenen Wirkstoffe gefunden oder Hinweise darauf, dass von einem Vaginalring die Rede ist und nicht von Dragees? Wo denn genau (bitte Seitenangabe)? Bis Du Dich wieder meldest und die Sache klarer wird, steht für mich fest: Die auf der Liste genannten Wirkstoffe sind nicht erwünscht und zwar egal in welcher Menge sie ins Land gebracht werden.

  23. Hallo Leute.

    Also, ich war jetzt in Abu Dhabi. Beil Zoll gab es mit meinem CD(B) Medikament keinerlei Probleme. Der freundliche Zollbeamte hat sich die Unterlagen kurz angesehen und mich dann durchgewunken.

    Ich hatte von meinem Hausarzt das Rezept und eine Bescheinigung mit Dosieranweisung auf Englisch. Die Rezepte und die Bescheinigung habe ich vom Bundesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz (welches Amt das macht ist vom Bundesland abhängig, am besten 115 anrufen) stempeln (Beglaubigung) lassen.

    Das MoH hat übrigens auch eine Hotline die man anrufen kann. Ich hatte Email-Kontakt mit dem MoH, dort haben sie mir nochmal bestätigt das meine Bescheinigungen ausreichend sind.

    Wichtig: CD(A) und CD(B) scheinen relativ unproblematisch zu sein. Anders sieht es mit „Narcotic“ usw. aus. Da braucht man noch eine Genehmigung vom MoH.

    Mit beim Zoll hatte ich noch den ausgedruckten Mailverkehr, die Liste mit den Medikamenten und den Anweisungen vom MoH und die ausgedruckte Webseite vom Amt mit den Ansprechpartnern.

    Von den Medikamenten habe ich nur eine kleine Menge mitgenommen. Ich hatte die Original-Schachteln und Beipackzettel auch dabei.

    Also ich denke wer gut vorbereitet mit Unterlagen beim Zoll erscheint hat auch keine Probleme. Auch denke ich das es gut ist vorher Email-Kontakt mit dem MoH zu haben. Dann hat man einen Ansprechpartner falls es doch Probleme gibt.

    Na dann, ich wünsche allen eine schöne Zeit in UAE 😉

    Bis dann.
    Philipp

    1. Lieber Philipp, vielen herzlichen Dank für Deinen ausführlichen Kommentar – ich habe mir wirklich sehr gewünscht, dass mal ein „Betroffener“ live von seinen Erfahrungen berichtet, damit es künftig nicht mehr so viel Rätselraten rund um dieses Thema gibt! Das bestätigt ja nur wieder: Wer zu 100 % auf Nummer sicher gehen will, nimmt zuvor Kontakt auf mit dem MoH. Welche der Mail-Adressen hattest Du denn für die Kontaktaufnahme verwendet? Danke noch einmal, Du hast sicher mit Deinem Erfahrungsbericht vielen sehr geholfen!

    2. Blöd is nur das keiner antwortet von Ministry of Health. Haben auch das Problem das 2 Personen etwas von Liste A/B benötigen. Hast du das Medikament beim Zoll aktiv vorgezeigt? Wie rennt das am Flughafen ab?

      Was ist eigentlich mit der Anti Baby Pille??

      bitte um dringende Info

      1. Hi Matthias, ich drücke Dir die Daumen, dass Philipp noch einmal hier hereinschaut und Deine Frage beantwortet. Kam denn inzwischen noch immer keine Antwort vom MOH?

        Könnte mir vorstellen, dass das wie bei den meisten Behörden etwas dauert – Hast Du beide Mail-Adressen versucht? Ansonsten würde ich bezüglich der Bescheinigungen Philipps Beispiel folgen, nur dass Du ggf. vorher noch versuchst, anzurufen. Noch eine Idee: Probiere mal, ob Du mit diesem Formular „Issuance of import permit for personal-use drugs“ weiterkommst, das habe ich eben auf der Webseite des MOH entdeckt. Allerdings ist hierfür die Erstellung eines Accounts nötig: http://www.moh.gov.ae/en/Services/Pages/ServiceCard.aspx?Sid=820&returnUrl=http%3a%2f%2fwww.moh.gov.ae%2fen%2fServices%2fPages%2fServiceCatalog.aspx

        Wenn das alles ergebnislos bleibt, dann drucke eben die unbeantworteten Mails mit Header (sodass man Empfängeradresse und Datum sieht) aus und nimm sie zusätzlich zu den beglaubigten Rezepten mit, sodass man wenigstens Deine vergeblichen Bemühungen um Kontaktaufnahme nachvollziehen kann.

        Die Pille sollte kein Problem sein, verboten sind eher Substanzen, die irgendeiner Form auf das Bewusstsein einwirken können. Ich hatte meine Pille bisher auch immer dabei!

        1. Hi Sarah, nein keiner hat sich gemeldet und ich habe mehr als 3 oder 4 Email Adressen probiert! Wir haben jetzt so wie Philipp eine Bestätigung mit Stempel vom Arzt und vom Gesundheitsamt und nur die Anzahl mit was notwendig ist. Ich hoffe das reicht jetzt.

          Was ich mich noch frage, geben wir besser alle Medis in den Koffer oder ins Handgepäck. Risiko reicher finde ich das Handgepäck oder wie siehst du das?

          Die Pille hat auch einen Wirkstoff der in der Liste steht….

          Ich muss sagen hätte ich das vorher gewusst hätte ich glaub ich nicht gebucht 🙁

          1. Hi Matthias, ich denke, Deine Vorbereitungen sind ausreichend. Immerhin hast Du Dich doch jetzt um gültige Dokumente gekümmert. Nimm einfach (in Englisch) mit, was in dem oben verlinkten PDF Dokument unter Punkt II. a.) 2. empfohlen wird:

            1. Gültiges Rezept für das Medikament
            2. Beglaubigte Erlaubnis von der Gesundheitsbehörde für eben dieses Medikament
            3. Das Medikament selbst, jedoch nur in einer Menge von max. 30 Tagesdosen

            Natürlich wäre ein Kontakt zu den Mitarbeitern des MOH schön gewesen, um herauszufinden, ob dieses Prozedere noch aktuell ist. Aber wenn Dir das nicht „vergönnt“ war, was Du ja auch beweisen kannst, dann machst Du jetzt eben das, was in deiner Macht steht und folgst den Anweisungen in dem PDF.

            Weiterhin steht in dem PDF unter Punkt II. a.) 4., dass man die Dokumente einem Zollbeamten zum Unterschreiben und Abstempeln vorzeigen soll, so wie Philipp es ja auch getan hat. Wenn man am Zoll vorbeikommt, hat man seinen Koffer ja schon wieder. Pack die Medikamente also ruhig da rein.

            Interessant übrigens, was Du über die Pille schreibst! Habe das jetzt mal geprüft und meine neue Pille enthält tatsächlich auch einen Wirkstoff von der CD (B) Liste, nämlich „Ethinylestradiol“. Da habe ich ja nun auch „endlich“ einen Grund, mit dem MOH vor meiner nächsten Kontakt aufzunehmen, yeah. Werde hier berichten. 😉

            Bitte lass nun den Kopf nicht hängen. Da müssten ja schon einige dumme Umstände aufeinandertreffen, damit Euch was „passiert“. Du hast Dich gekümmert, hast vorgesorgt. Zudem müssen sich zu Deiner Beruhigung die VAE natürlich die Frage gefallen lassen, warum sie das PDF mit den verbotenen und eingeschränkten Substanzen nicht mehr auf der Webseite des MOH für suchende Urlauber zur Verfügung stellen (ich habe es jedenfalls nicht mehr gefunden) und warum auf mehrfache Anfragen nicht reagiert wird.

  24. Hallo Sarah, vielen Dank für Deine tollen Themen und Recherchen, Du hast mit bei den Vorbereitungen in diversen Bereichen schon viel geholfen.
    Ich bin insulinpflichtiger Typ1 Diabetiker, das heißt ich muss Insuline, Spritzen (sog. Pens), Nadeln, Blutzuckermessgerät 1. nach Abu Dhabi einführen (was hoffentlich kein Problem sein sollte) UND 2. dort auch benutzen. Ich bin sehr viel auf der Welt unterwegs gewesen und eigentlich war es nie ein großes Problem die Spritze zu zücken und sich schnell eine Injektion zu geben. Sollte ich das in Abu Dhabi lieber versteckt tun? Toilette etc.? Was meinst Du dazu? Schönen Gruß.

    1. Hallo Matthias, danke für Deine Anfrage! Die Injektion kommt in den Bauch, richtig? Wenn dem so ist, solltest Du Dich dafür lieber auf die Toilette zurückziehen. Die Emiratis sind sehr empfindlich, was das Thema Nacktheit angeht und würden es sicher als unhöflich ansehen, wenn jemand vor ihren Augen sein Shirt hochzieht. 😉

  25. Dein Blog informiert wirklich sehr gut, doch auch zu diesem Thema habe ich noch eine Frage: Ich muss leider ein Medikament mitnehmen, dessen Wirkstoff auf der Liste steht (CD (B)). Meine Anfragen per E-Mail beim MoH wurden leider nicht beantwortet. Hast Du dort schon mal eine Auskunft erhalten? Ich will wirklich nichts falsch machen, aber die Informationen sind wirklich spärlich.

    1. Hallo Janine, ich war noch nicht in der Lage, ein „verbotenes“ Medikament mitführen zu müssen. Wann hast Du die Anfrage denn abgesendet? Ich habe noch ein bisschen recherchiert und auf der Webseite der Botschaft der VAE in Berlin noch andere Kontaktdaten gefunden, nämlich:

      Mail: drugcl.csc@moh.gov.ae
      Telefon: +971 2 611 7240
      Fax +971 2 632 7644

      Bitte versuche es noch einmal auf diesem Weg! Wenn dann wieder keine Antwort kommt, würde ich die Botschaft hier in Berlin direkt kontaktieren (Tel.: +49 30 516 51 6) und fragen, was Du noch tun kannst, wenn vom Drug Department des MoH kein Feedback kommt – die können das Thema hoffentlich auf dem kürzeren Dienstweg klären!

      Interessant ist, was auf der Seite der Botschaft steht, nämlich, dass man bei den unerwünschten Stoffen tatsächlich eine offizielle Ausnahmegenehmigung braucht. Es geht also offenbar gar nicht nur darum, sich vom Arzt die richtigen Dokumente ausstellen zu lassen:

      „Narcotic items can only be brought into the UAE in exceptional cases with prior permission from the director of medicine and pharmacy control […] Visitors should contact the Ministry of Health drug control department to check whether their medication is on the controlled list, and needs prior permission for importation.“

      Liebe Janine, ich drücke Dir die Daumen, dass es nun klappt und würde mich sehr freuen, wenn Du mir noch einmal schreibst, ob es beim zweiten Anlauf funktioniert hat!

      1. Hallo Janine,

        in der Liste von dem MOH (siehe auch Link unten) wird unterschieden zwischen „Controlled Drugs (CD-A & CD-B“ und „Narcotics“, also zwischen „kontrollpflichtigen Medikamenten“ und „Betäubungsmitteln“.

        Bei den kontrollpflichtigen Medikamente (CD-A und CD-B) finden sich viele in Deutschland handelsübliche Präparate, wie z.B. Hustenmittel mit Kodein, Antidepressiva oder Medikamente zur Geburtenkontrolle („Anti-Baby-Pille“).

        Bei den Betäubungsmitteln (Narcotics) finden sich dagegen Stoffe wie Methadon (Heroin-Ersatz) oder Opiate (sehr starke Schmerzmittel). Diese bekommst Du auch in Deutschland nur mit besonderen Rezepten, sogenannte Betäubungsmittelrezepte, die nicht jeder Arzt ausstellen kann.

        Der von Dir oben zitierte Text bzgl. einer erforderlichen vorherigen Genehmigung durch den „Director of Medicine and Pharmacy Control“ bezieht sich auf die Einfuhr von Betäubungsmitteln (Narcotics).

        Wenn man „nur“ kontrollierte Medikamente (CD-A und CD-B) einführt – wie es wohl die meisten von uns tun – scheint der von Dir zuvor geschilderte Prozess (Rezept + Begleitbrief vom Arzt, beglaubigt durchs Gesundheitsamt, etc.) auszureichen.

        Viele Grüße und vielen Dank für Dein Informationsportal
        Michael

        N.B. Folgende Links fand ich hilfreich:

        http://www.uaeinteract.com/travel/drug.asp (hier auch die Liste downloadbar)
        http://www.dubai.ae/en/Lists/HowToGuide/DispForm.aspx?ID=6

        1. Super, lieben Dank Michael, dass Du das noch einmal so „auseinanderklamüserst“. 🙂 So, wie Du es beschreibst, klingt es absolut plausibel und nachvollziehbar. Ich denke, ich werden das im Artikel noch etwas deutlicher herauskehren.

    2. Hi Janine,

      Ich habe auch ein Problem mit einem CD (B) Medikament. Bisher habe ich nichts handfestes rausgefunden, außer das man beim Ministerium für Gesundheit und soziales eine offizielle Bescheinigung bekommen kann das die Medikamente legal sind.

      Mich würde interessieren ob du noch etwas anderes rausbekommen hast.

      Bis dann.
      Philipp

      1. Hallo Philipp, danke für Deinen Kommentar. Dann hoffen wir mal, dass Janine noch mitliest und uns mitteilen kann, wie das Anfordern der Bescheinigung bei Ihr gelaufen ist. Legal werden Deine Medis dadurch trotzdem nicht; es geht quasi darum, eine Ausnahme zu beantragen. Schreib doch das Gesundheitsministerium einfach mal unter der/den genannten Adresse/n an!

  26. Ich finde auf der Seite der Gesundheitsbehörde Abu Dhabi nicht die Medikamentenliste. Bitte sende mir den genauen Link dahin. Habe schon viel gesucht ohne Ergebnis.

    Danke im Voraus

    1. Hallo Thomas, das Drug Department habe ich in meinem Artikel doch verlinkt! Folgst Du dem Link, so gelangst Du zu einer speziellen Unterseite der Gesundheitsbehörden-Homepage, die dem Drug Department gewidmet ist. Dort wiederum ist unter dem Hinweis „view all the related documents“ unter anderem die Liste der verbotenen Medikamente zu sehen. Ich kann nicht garantieren, dass diese Verlinkungen ewig sein werden, weil die auf ihrer chaotischen Seite ständig etwas (nach einem nicht nachvollziehbaren Prinzip) verändern und man – wie Du schon sagst – nichts mehr findet. Schon jetzt gelangt man nach dem Klicken auf den Link auf eine Subdomain namens „oldsite“ und fragt sich unwillkürlich, ob die dort aufgeführten Listen überhaupt noch aktuell sind. Schade eigentlich, dass man es interessierten Touristen, die sich an die Regeln halten möchten, so schwer macht…

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