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Urlaub in Abu Dhabi an Ramadan

Das Thema Ramadan beschäftigt offenbar viele meiner Leser, weswegen ich dazu auch ein paar Zeilen schreiben will. Eines vorweg: Man wird definitiv nicht verhungern bzw. verdursten und wenn man bereit ist, ein paar minimal geänderte Öffnungs- oder Betriebszeiten in Kauf zu nehmen, wird man keine schlimmen Einschränkungen fürchten müssen, die einem den Urlaub versauen!

Einerseits ist es meiner Meinung nach sehr verlockend zu Ramadan nach Abu Dhabi zu fliegen, denn

  • dann sind die Hotels oft günstiger, weil viele Touristen aus Unsicherheit diese Zeit meiden. Fällt der heilige Monat in den Hochsommer, spart Ihr doppelt, denn auch die Hitzeperiode ist bei den Massen nicht gerade beliebt.
  • dann habt Ihr die Gelegenheit, einen Euch besonders fremden, aber vielleicht interessanten Part der dort gelebten (religiösen) Kultur kennenzulernen.

Ich selbst werde erst im nächsten Jahr zu Ramadan Urlaub in Abu Dhabi machen (und natürlich berichten!), kann also momentan nur „widerkäuen“, was ich mir von anderen habe berichten lassen bzw. was ich mir bei anderen verlässlichen Quellen bisher darüber angelesen habe:

Es ist für Touristen während Ramadan mehr also sonst angebracht, dass sie sich an die örtlichen Gepflogenheiten anpassen. Denn es handelt sich für die Muslime schließlich um den heiligen Monat und hier liegt es ihnen besonders am Herzen, die Tage in stiller Einkehr und mit Blick auf das Überirdisch-Religiöse zu verbringen. Man sollte also in der Öffentlichkeit vom Sonnenauf- bis zum Sonnenuntergang

  • mehr als sonst auf konservative Kleidung achten (nicht sexy & mind. Dekollete, Schultern und Knie auch bedeckt halten, auch wenn man abends ausgeht.
  • nicht essen (strenggenommen auch keinen Kaugummi), trinken oder rauchen.
  • sich mit Umarmungen und Wangenküsschen beim anderen Geschlecht zurückhalten – demonstrative Zuneigungsbekundungen sind sonst in den VAE ja auch nicht erwünscht und während Ramadan wird da nochmal strenger bewertet.
  • derbe Sprache und heftige Witze vermeiden (immer im Hinterkopf behalten, dass sich jemand verletzt fühlen könnte).

Ihr müsst wissen: Wer sich nicht daran hält, handelt im Grunde gegen das dort geltende Gesetz, auch wenn er/sie kein Moslem ist. Natürlich wird man bei einem versehentlichen Verstoß nicht direkt in den Knast geworfen, denn dafür müsste man ja schließlich erst einmal von einer sehr empfindlichen Person der Polizei gemeldet werden. Außerdem sind viele Muslime wärend der Fastenzeit darauf aus, Geduld zu üben und Mitmenschen gegenüber Milde walten zu lassen.

Ich weiß aber nicht, ob ich es provozieren würde, unangenehm aufzufallen, denn mir persönlich wäre es schon nicht recht, wenn mich ein Einheimischer oder etwa der Security Guard in einer Mall anspräche und mich darauf hinwiese, was während des Ramadans zu beachten ist. Es gilt also, die Lage vor Ort mit viel Sensibilität zu checken und/oder ein bisschen erfinderisch in Sachen Diskretion zu sein, zum Beispiel, sich zum Trinken in ein Auto mit getönten Scheiben, einen Nische, einen Restroom oder eine Umkleidekabine zurückzuziehen. 🙂

Kinder sind von den Bekleidungs- und Essensbestimmungen übrigens ausgenommen, das bedeutet: Sie dürfen beim Essen und Trinken in der Öffentlichkeit gesehen werden und müssen sich auch nicht moderater kleiden als sonst. Für Erwachsene gilt: Allein im Fitnesstudio und an Privatstränden ist es in der Regel auch okay, tagsüber Wasser zu trinken, aber bitte die Flasche dann auf dem Weg vom oder zum Parkplatz verborgen halten! Normale Badebekleidung kann jedoch sowohl am Hotelpool wie auch am öffentlichen Strand wie gehabt angezogen werden.

Noch wissenswert sind folgende Punkte:

  • Restaurants und Cafés: Einige sind tagsüber geschlossen, aber die meisten (inbesondere auch die in den großen internationalen Hotels) lassen sich was einfallen, damit die nicht fastenden Touristen und Expats zum Beispiel mit einem  späten Frühstück oder Mittagessen versorgt werden können: Sie richten dann zum Beispiel von Blicken abgetrennte Essbereiche ein und haben damit sozusagen „ganz diskret“ geöffnet. 😉 Im Hotel steht einem darüber hinaus oft noch der Roomservice zur Verfügung. Essenslieferdienste arbeiten übrigens auch ganz normal weiter. Übrigens: Das Fastenbrechen wird täglich richtig zelebriert, indem wirklich überall üppige „Iftar-Buffets“ angeboten werden. Da kann man auch als Nicht-Muslim teilnehmen und richtig schön der Vollerei frönen! Aber Achtung: Rechtzeitige Reservierung ist angeraten, da diese Veranstaltungen als Familienevents sehr beliebt sind.
  • Supermärkte: Sind auch am Tag geöffnet.
  • Nachtclubs, Pubs, Lounges und Bars: Müssen in der Regel ohne Musik und Tanz auskommen, in einigen wird während des Fastenmonats (vor Sonnenuntergang) auch auf den Ausschank von Alkohol verzichtet. Richtige Nachtclubs wiederum schließen manchmal komplett. Das hängt wohl davon ab, wie streng das jeweilige Etablissement die Regeln auslegt – und vielleicht auch davon, wie hoch der muslimische Besucheranteil (des zugehörigen Hotels) regulär ist.
  • Geschäfte, Malls und Märkte: Fast alle Shops sind geschlossen ab ca. einer Stunde vor Sonnenuntergang bis ein paar Stunden nach Sonnenuntergang, daher solltet Ihr vor einem eventuellen Einkaufstrip am besten immer die Ramadanzeiten recherchieren. Nach dem Fastenbrechen ist wieder überall geöffnet, oft haben die Geschäfte dann sogar länger bis in die Nacht offen, um die verlorene zeit quasi nachzuholen. Malls sind dagegen während des Tages komplett geöffnet und hängen trotzdem nachts dann noch 1-2 Extrastunden an die Öffnungszeiten dran, sodass ein Besuch bis Mitternacht oder später möglich ist. Das variiert von Mall zu Mall – schaut Euch die Öffnungszeiten bitte auf der jeweiligen Mall-Homepage an! Zudem gibt es während Ramadan sog. Nightmarkets, die sonst nicht stattfinden!
  • Öffentlicher Nahverkehr und Parkzeiten: Ebenso wie die meisten Einzelgeschäfte in den Stunden um das Fastenbrechen schließen, stellt auch ein Großteil der Buslinien für ein Zeitfenster von ca. 2 Stunden den Betrieb ein. Beispiel: Im Jahr 2017 war von 16 bis 18 Uhr Sperrzeit (ausgenommen war die Flughafenlinie A1). Autofahrer könnten sich zudem mit geänderten kostenpflichtigen oder kostenlosen Parkzeiten konfrontiert sehen. Am besten checkt man für weitere Informationen die Veröffentlichungen des „Departments Of Transport“ für das jeweils aktuelle Ramadanjahr.
  • Attraktionen: Auch hier variieren bei manchen die Öffnungszeiten; ist dies der Fall, steht es aber gesondert als „Ramadan timings“ auf den jeweiligen Webseiten. Das würde ich also für alle Sehenswürdigkeiten überprüfen, die während des heiligen Monats besucht werden sollen. Mit ist jedenfalls nicht bekannt, dass irgendeine bei Touristen beliebte Attraktion in Abu Dhabi wegen Ramadans gar nicht öffnen würde! Wer während seines Urlaubs eh nur in einem Strandhotel relaxen möchte, dürfte von dem ganzen „Spuk“ gar nicht viel mitbekommen. Auch die öffentlichen Strandanlagen sind geöffnet.
  • Generell müsst Ihr Euch auf folgendes einstellen: Es ist während des Ramadans tagsüber ruhiger in der Stadt, es herrscht eben „(energiesparende) Feiertagsstimmung“. Die Arbeitnehmer müssen zum Beispiel auch nicht so lange schuften. Nach Einbruch der Dämmerung geht das Leben auf den Straßen dann aber richtig los und alle freuen sich auf das Beisammensein bei leckerem Essen, indem sie Picknicks im Park veranstalten oder ein luxuriöses Iftar-Buffet im Hotelrestaurant buchen. Ist bestimmt spannend, das mitzuerleben und mal während des Urlaubs die Nacht zum Tag zu machen.

Die Ramdan Nightmarkets finden in Abu Dhabi 2016 übrigens an folgenden Orten statt:

Ramadan and Eid Show 2016 Abu Dhabi: Kleidung, Accessoires, Deko-Artikel & Spielzeug
Wo: Abu Dhabi National Exhibition Centre
Wann: 6 Juni bis 6 Juli, 18 Uhr bis 1 Uhr nachts

The Community Market at Abu Dhabi Golf Club: Lokale Kunst und Kunsthandwerk, Kinderkleidung, handgemachter Schmuck, Pflegeprodukte und Ledertaschen
Wo: Abu Dhabi Golf Club
Wann: 7 Juni, 11 Uhr bis 18 Uhr

Du bist auch zu Ramadan in Abu Dhabi? Dann berichte doch hier nach Deiner Rückkehr, wie Du Deine Reise empfunden hast! Würde mich sehr freuen! 🙂

Alkohol in Abu Dhabi: 11 spannende Fakten

Wusstet Ihr, dass es in Abu Dhabi

keine All-Inclusive-Hotels gibt, in denen kostenlos beliebig viel Alkohol an Touristen ausgeschenkt wird?

… Personen erst mit 21 Jahren gestattet ist, Alkohol zu konsumieren?

… jedwede Form von alkoholhaltigen Getränken nicht im normalen Supermarkt zu kaufen gibt, sondern nur in Spezialgeschäften, für die eine Lizenz nötig ist?

verboten ist, sich betrunken in der Öffentlichkeit zu bewegen, und dass auch das öffentliche Trinken in Maßen (zum Beispiel ein Feierabendbier im Park) nicht gestattet ist? Dafür könnt Ihr in Gewahrsam genommen werden!

… für Einreisende erlaubt ist, 4 Liter Alkohol mitzubringen bzw. einen Karton mit 24 Dosen Bier (Stand: Juli 2015)?

… im Straßenverkehr natürlich uch für Urlauber mit dem Mietwagen zwingend notwendig ist, die Null-Toleranz-Grenze einzuhalten?

Alkohol für Touristen nur in hotelnahen Einrichtungen, also etwa an der Hotelbar oder in einem Hotelclub, gibt?

… empfehlenswert ist, auch mal einen Blick auf die Mocktail-Karte zu werfen, weil man in einem muslimischen Land einfach ein Händchen für leckere Drinks ohne Prozente hat?

… sowieso nicht ratsam wäre, sich bei den dort herrschenden hohen Temperaturen volllaufen zu lassen? Da kann schnell der Kreislauf schlapp machen.

nicht in allen Restaurants Alkohol zu trinken gibt, sondern nur in denen, die eine Alkohollizenz vorweisen können?

… total populär ist, Lady’s Nights zu veranstalten? Sehr viele Bars und Clubs schenken an einem Tag in der Woche den Damen kostenlos alkoholische Getränke aus – nicht selten sogar Cocktails in beliebiger Menge!

Alkohol für Minderjährige in der Skylite Bar / Abu Dhabi?

Patricias Frage:

Hallo liebe Sarah, zunächst ein mal ein großes Lob für deinen tollen Blog. Ich konnte schon viele Tipps mitnehmen für meine Reise nächste Woche. Doch eine Frage bleibt für mich noch offen (ich hoffe du hast sie nicht schon bereits beantwortet): Da ich gerne mit meinem Freund während unseren Aufenthaltes die Skylike Bar besuchen würde aber leider noch 19 bin, würde mich interessieren, in wiefern das Personal das Alter der Gäste kontrolliert? Kannst du mir dazu etwas Generelles sagen, wie die Alterskontrollen gehandhabt werden?

Meine Antwort:

Liebe Patricia, ich habe in den VAE zwar noch nie mitbekommen, dass in einer Hotelbar kontrolliert wird, aber Deine Frage ist durchaus berechtigt, immerhin darf man dort von Gesetz wegen offiziell erst mit 21 Jahren trinken.

Möglicherweise liegt mein Unwissen diesbezüglich daran, dass ich die Altersgrenze längst überschritten habe und mir zudem nicht viel aus Alkohol mache und daher eher selten in Bars anzutreffen bin. Ich war trotzdem neugierig und habe das Yas Viceroy Hotel mit diesem Anliegen kontaktiert.

Eine freundliche Mitarbeiterin teilte mir daraufhin mit, dass die Skylite Rooftop Lounge Bar die Altersgrenze von 21 Jahren ernst nimmt und auch Ausweiskontrollen durchführt, weil es die VAE-Regierung so verlangt. Sie schlug aber als Alternative
die Latitude Pool Bar des Hotels vor, für die es keine Begrenzung hinsichtlich des Alters gibt. Hier kann man während der Öffnungszeiten zwischen von 8:00 bis 20:00 Uhr eine ebenso spektakuläre Aussicht genießen wie in der Skylite Bar und nichtalkoholische Getränke bestellen (bzw. von 12:30 bis 18:30 Uhr auch essen).

Ich denke, damit ist der Fall geklärt! Dennoch könnte ich mir vorstellen, dass es generell einfacher ist, in eine normale Bar zu kommen als in ein als Nachtclub ausgewiesenes Etablissement (Erfahrungen anyone?). Immerhin steht auf der Seite des Viceroy Hotels ganz deutlich bei deren Nachtclub Rush, dass hier auf jeden Fall kontrolliert wird, bei der Skylite Bar steht jedoch nichts davon.

Meine Spekulation ist, dass das Ganze mehr von der Einschätzung Deines Alters (und das deiner Begleitung) durch den Kellner abhängt als das Personal offen zugeben möchte/darf. Das ist doch weltweit so.

Fakt ist aber, dass man in Abu Dhabi erst ab 21 Aklohol konsumieren darf und sich auch als älterer alkoholtrinkender Tourist sowieso schon in einer Grauzone befindet. Denn: Alkoholkonsum ist offiziell illegal dort, nur für Touristen gibt es das durchaus doppelmoralische Schlupfloch mit den Hotelbars.

Nur: Gerät man irgendwie (auch nur aus Versehen) in Schwiergkeiten mit Einheimischen, und stellt sich auf der Polizeiwache heraus, dass man getrunken hat, muss man sich als Gesetztesbrecher verantworten… Hier mal ein unschönes Beispiel.

Wenn Du unbedingt die Skylite Bar sehen möchtest: Versuchen kannst du es ja – zur Not hast du Deinen Ausweis eben vergessen, weil er nicht in Dein Abendtäschchen passte – schlimmstenfalls musst Du unverrichterer Dinge wieder von dannen ziehen! Aber selbst wenn es klappt: Bitte sei dir unbedingt im Klaren darüber, dass du im schlimmsten Fall nicht nur überhaupt getrunken hast, sondern auch noch als Minderjährige. Könnte mir vorstellen, dass die Behörden dann beides in die Wagschale werfen…

An alle im emiratischen Sinne „minderjährigen“ Leser: Wie sind Eure Erfahrungen diesbezüglich? Würde mich wirklich brennend interessieren… 🙂

Alkohol trinken in Dubai und Abu Dhabi: Wichtige Touristeninformation

Thema Alkohol: Urlauber, die es nach Abu Dhabi, Dubai oder in ein anderes Emirat zieht, sind oft unsicher, was sie vom Nachtleben in den Vereinigten Arabischen Emiraten erwarten dürfen. Die Frage ist berechtigt: Immerhin ist bekannt, dass Muslime aus religiösen Gründen dem Alkohol entsagen, während Bier, Wein, Cocktails und Longdrinks in Europa zum nächtlichen Ausgehen fast schon standardmäßig dazugehören.

Zunächst einmal: Auch in Abu Dhabi und Dubai wird Alkohol ausgeschenkt, wenn auch  natürlich nicht an Minderjährige. Jedoch beschränkt sich das Angebot an alkoholischen Drinks nur auf die Clubs, Diskos und Bars, die den Hotels angeschlossen sind. Das liegt daran, dass nur diese Einrichtungen als Herbergen nicht muslimischer Touristen überhaupt Alkohollizenzen erhalten können. Einzige Ausnahme bildet das Emirat Shardscha, wo Alkohol generell verboten ist und wo es allenfalls Cocktails ohne Prozente, sogenannte Mocktails, gibt.

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Unbedingt testen: In Abu Dhabi und Dubai gibt es leckere Mocktails!

Wer also nicht gerade an Ramadhan in die VAE reist, kann vor allem in den Millionenmetropolen Abu Dhabi und Dubai im Grunde ebenso Alkohol konsumieren, wie er es von daheim kennt. Doch Vorsicht! Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so scheinen mag: Das Thema Alkohol ist und bleibt in Dubai und Abu Dhabi ein sensibles. Zum einen gehört es sicher zur angemessenen Respektsbezeugung gegenüber der muslimischen Kultur, dass man sich nicht unüberlegt betrinkt und dadurch eventuell sogar noch unangenehm auffällt.

Alkohol in Dubai und Abu Dhabi nur einvernehmlich mit dem Gesetz?

Zum anderen benötigt eigentlich jeder Nicht-Muslim, der Alkohol konsumieren möchte, laut Gesetz eine Alkohollizenz. Dies betrifft sowohl den Einkauf als auch den Genuss alkoholischer Getränke. Eigentlich. Denn beschäftigt man sich mit diesem Thema, stößt man auf Widersprüche und es entsteht der Eindruck, dass es sich hier um eine rechtliche Grauzone handelt, die Spielraum für Interpretationen lässt. Denn: Sucht man nach Möglichkeiten, als Tourist eine sogenannte Liquor Licence vor dem Aufenthalt zu erwerben, stößt man unweigerlich stets auf die Info, dass nur Residents diese in einem aufwändigen Verfahren in einer der beiden lokalen Alkohol verkaufenden Ketten beantragen können. Da dies 3-4 Wochen dauert, gibt es für Urlauber demnach effektiv also gar keine Möglichkeit, die Lizenz zu erwerben. Strenggenommen sind Touristen von dem Gesetz aber nicht ausgenommen, so berichtet zumindest gulfnews.com.

Nun ist es nicht so, dass in den Hotels nach einer Alkohollizenz gefragt wird, wenn man sich einen Drink bestellt. Aber auch wenn das Hotelpersonal die Liquor Licence nicht zu sehen verlangt, sollte man sich nicht in falscher Sicherheit wiegen und stets daran denken, dass man in einem muslimischen Land mit speziellen Gesetzen Urlaub macht. Denn von den Hotels verlangt das Gesetz lediglich, selbst eine Lizenz für den Verkauf von Alkohol vorweisen zu können und nicht, die Gäste zu kontrollieren.

Ist man sprichwörtlich zur falschen Zeit am falschen Ort und gerät in Schwierigkeiten, könnte die fehlende Lizenz auch für Touristen ein Problem darstellen. Wie schnell so etwas gehen kann, macht die oben genannte Quelle deutlich: Berichtet wird von einem nichtmuslimischen Manager, der – wenn auch als Resident – in Abu Dhabi nach einigen Drinks in der Hotelbar durch ein Missverständnis in Konflikt mit der Hotel-Security geriet, welche die Polizei rief. Diese stellte vor allem eines fest, nämlich dass die Alkohollizenz fehlte. Die Folge davon war, dass der Mann mit einer Woche Gefängnis und einer Geldstrafe von 500 Dirham bestraft wurde. Der Delinquent hatte fälschlicherweise angenommen, dass es keiner weiteren Absicherungen seiner Person bedürfe – immerhin biete sein Hotel den Alkohol ja in Übereinstimmung mit dem Gesetz an.

Wie in anderen Ländern gilt aber auch hier, dass Unwissenheit nicht vor Strafe schützt. Auch wenn die Informationen diesbezüglich selbst in guten Reiseführern eher spärlich ausfallen,sind nichtmuslimische Urlauber in den VAE theoretisch nur mit dieser Lizenz komplett auf der rechtlich sicheren Seite. Deswegen gilt: Gegen einen gepflegten Drink ist sicher nichts einzuwenden, wer jedoch einen draufmachen möchte, sollte sich des Risikos bewusst sein und vielleicht besser nach Ibiza fliegen. 😉

Hier habe ich Euch noch eine kleine Zusammenfassung über alle wichtigen Fakten rund um den Alkoholkonsum in Abu Dhabi estellt!