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Nebenkosten in Abu Dhabi

Flug und Hotel sind gebucht und bezahlt und Ihr fragt Euch nun, in welcher Größenordnung Ihr Nebenkosten in Abu Dhabi erwarten könnt? Jetzt mit Begriffen wir „billig“ oder „teuer“ um sich zu werfen, wäre vollkommen daneben – schließlich hat jeder von Euch ein unterschiedliches Reisebudget und eine andere Vorstellung davon, wie hoch die Nebenkosten sein können, ohne an der individuellen Schmerzgrenze zu kratzen.

Hinzu kommt Euer Verhaltensmuster während Eures Aufenthalts in Abu Dhabi: Die Nebenkosten werden für ausgemachte Shopping-Junkies, die in den Malls paradiesähnliche Zustände vorfinden, definitiv höher sein als für Badeurlauber, die es vorziehen, einen Großteils seines Urlaubs am Public Beach zu verbringen.

Jemand, der möglichst alles an Lifestyle-Attraktionen (Themenparks etc.) mitnehmen und ein paar Nächte in einem Luxus-Wüstenresort verbringen möchte, muss natürlich auch mit höheren Nebenkosten rechnen als jemand, der lieber gemütlich durch die City bummelt, um das Flair einzufangen, und Museen oder historische Stätten besucht, die dort in der Regel keinen Eintritt kosten.

Auch sind natürlich Touristen, die abends im Hotel-Restaurant speisen, nach dem Urlaub mehr Geld los als solche, denen abends ein günstiges Essen im Food Court einer Einkaufsmall oder sogar ein Wrap aus der Frischetheke des Supermarkts reicht. In den Malls gibt es vom Libanesischen Grillteller über Pizza bis hin zu Burger eigentlich alles an typischem Fast-Food für den kleinen Geldbeutel. Gut zu wissen: Wer Alkohol im Hotel trinken möchte, muss dafür verglichen mit Deutschland relativ in die Tasche greifen. Da wird kräftig abkassiert, da der Ausschank von alkoholischen Getränken ohnehin nur ein Zugeständnis an die Touristen ist.

Ich habe einmal ein paar Posten für typische Nebenkosten in Abu Dhabi gesammelt, die Euch interessieren dürften, denn mit dem einen oder anderen werdet Ihr sicher auch in Berührung kommen. Damit dürfte sich ganz leicht eine Art persönlicher Kostenvoranschlag für Eure Reise in die Emirate erstellen lassen. Für’s Umrechnen: Ein Euro entspricht aktuell (Stand Mai 2016) etwa 4 Dirham (AED).

Die Liste wird laufend ergänzt und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit – und schon gar nicht auf Verbindlichkeit! Die unten genannten (teils aufgerundeten) Preise habe ich während meiner Abu Dhabi und Dubai Reisen von 2011 bis 2016 irgendwann einmal tatsächlich bezahlt, dieses Preisniveau muss natürlich nicht an allen Orten der VAE gelten und kann sich natürlich inzwischen auch verändert haben. Gern könnt Ihr Hinweise dazu in den Kommentaren ergänzen. Manche Kostenpunkte habe ich zusätzlich verlinkt, dann gibt es dazu bereits einen ausführlicheren Artikel!

1. Nebenkosten in Abu Dhabi für Fortbewegung
Taxifahrten pro Kilometer: AED 1,60 bis AED 1,69
Mietwagen in der Mini-Klasse für 3 Tage
: AED 220 bis AED 400
Tankfüllung
(1 Liter): AED 2
Busfahrten innerhalb der City pro Strecke
: AED 2
Busfahrt nach Dubai (one-way): AED 25
Fahrt mit der Dubai Metro (1 Zone): AED 6

2. Nebenkosten in Abu Dhabi für Essen & Trinken
Gezapftes Bier im Hotelrestaurant: AED 35
Frisch gepresster O-Saft im Hotelrestaurant: AED 30
Mocktail im Hotelrestaurant: AED 25
Smoothie am Hotelpool: AED 25
Cocktail mit Alkohol in der Hotelbar: AED 50
Shisha in der Hotelbar: AED 70
Abendbuffet für 1 Person im Hotelrestaurant, je nach Location: AED 100 bis AED 200
Achtung! Wenn Ihr in Hotels esst und trinkt, kommen stets noch 10% Service Charge und 6% Tourism Fee on top! Für Übernachtungen fällt neuerdings (Juni 2016) auch eine Bettensteuer von AED 15 pro Zimmer pro Nacht sowie  4% Kommunalsteuer für Hotelaufenthalte an.
Meal mit Baguette & Drink bei der Fastfoodkette Subway: AED 26
Burger, Pommes & Getränk im Food Court: AED 25
Drei Kugeln Eis im Food Court: AED 25
Halloumi-Spinat-Wrap im Food-Court: AED 29

3. Nebenkosten in Abu Dhabi für Sehenswürdigkeiten und Attraktionen
Big Bus Tour pro Person: AED 200
Tour durch das Falkenhospital pro Person: AED 170
Kajaktour durch die Mangroven pro Person: AED 150
Kombiticket Yas Waterworld & Ferrari World pro Person: AED 360
Eintritt und Sonnenliege am Family Beach an der Corniche pro Person: AED 35

4. Nebenkosten im Supermarkt (2016)
Coca Cola (0,5 Liter): AED 2
Malzbiergetränk (Barbican – sehr lecker!) mit Granatapfelgeschmack (0,3 Liter): AED 2,50
Mangosaft aus der Kühltheke (1 Liter): AED 4,25
Frisch gepresstes Minz-Zitronengetränk aus der Kühltheke (0,5 Liter): AED 3,75
Schoko-Gebäckschnecken aus der Supermarktbäckerei (2er Set): AED 5,95
Mit Käse & Salat belegtes Baguette aus der Supermarktbäckerei: AED 7,95
Hagen Dasz Eis (100ml): AED 9,50
Tüte Quinoa Chips: AED 6,75
Frucht-Nuss Riegel: AED 6,50
Veggie-Sushi aus dem Kühlregal: AED 35
Salat mit geröstetem Kürbis und Ziegenkäse aus dem Kühlregal: AED 28

Ihr seht: Man kann in Abu Dhabi (und Dubai) also auch sehr günstig über die Runden kommen. Wie Zuhause kommt es eben immer drauf an, wo Ihr esst und was Ihr esst. Ich habe Euch mal ein paar unserer letzten Restaurant-Rechnungen (2016) abgetippt und die Örtlichkeiten dazugeschrieben, damit Ihr Euch in die Preise für’s Essengehen reindenken könnt. Man kann demnach für ein Essen zu zweit von 40 bis 100 Euro je nach Location, Hunger und kulinarischen Vorlieben alles bezahlen kann. Bitte beachtet, dass es natürlich teurer wird, wenn beide Esser Gerichte mit Fleisch & Fisch bestellen.

Café Alsace an der Yas Marina
Falafelteller: AED 32
Portion Pommes: AED 28
Veggie-Pilzburger: AED 41
Zitronen-Minz-Mocktail: AED 25
Gesamtrechnung mit Tax AED 151

Carluccios im Eastern Mangroves Hotel:
Ziegenkäsesalat: AED 49
Pizza mit Steinpilzen: AED 78
Granatapfel-Mocktail: AED 21
Diät-Pepsi: AED 13
Gesamtrechnung mit Tax AED 170

Stills im Crowne Plaza Hotel auf Yas Island:
Zitronen-Minz-Mocktail: AED 30
Frittierte Käsebällchen: AED 40
Überbackene Nachos mit Dips: AED 50
Thunfischsteak: AED 120
Heineken Bier (halbes Pint): AED 20
Gesamtrechnung mit Tax AED 282

Hoi An im Shangri-La Hotel
Mangosuppe: AED 39
Fountain Soup: AED 42
Sunset Chicken: AED 130
Tofu mit grünen Bohnen: AED 42
1 Liter Mineralwasser: AED 34
1 Stella Artois Bier: AED 30
Gesamtrechnung mit Tax AED 402

Tipp! Wie Ihr lest, habe ich es ziemlich oft konsumiert: Das unendlich leckere geeiste Minz-Zitronengetränk mit frischer geschredderter Minze, das auf fast jeder Karte angeboten wird, egal, ob Fast-Food-Libanese, Hotelrestaurant oder Poolbar. Unbedingt probieren! 🙂

Qasr Al Sarab: Transfer, Nebenkosten & weitere Reisestipps

Dass ich ein Fan vom Qasr-Hotel mitten im der geheimnisvollen Rub al-Khali bin, dürfte aufmerksamen Lesern meines Blogs nicht entgangen sein. Zweimal habe ich dort schon übernachtet und jedes Mal war ich traurig, wenn nach 2-3 Tagen die Abreise näher rückte. Weil dieses Hotel nicht ganz billig ist, kann ich gut verstehen, dass einige von Euch ihre Zweifel erst beseitigen möchten, bevor sie buchen. Deswegen sammle ich Eure wichtigsten Fragen diesbezüglich hier.

1.) Gibt es zum Qasr Al Sarab einen Transfer?

Ja, das Hotel bietet seinen Gästen an, sie direkt vom Flughafen mit einem Limousinen-Transfer abzuholen – das kostet jedoch ein kleines Vermögen von Hin und Zurück rund 400 EUR! Spart das Geld lieber und gönnt Euch eine Nacht mehr im Wüstenhotel, indem Ihr die günstigeren Alternativen nutzt.

Möglichkeit 1: Nehmt Euch einen Mietwagen, das kostet beispielsweise bei Europcar (Stand 2014) in der kleinsten Fahrzeugklasse zirka 50 EUR für drei Tage. Und glaubt mir: Die Spritpreise sind mit weniger als 2 AED (entspricht ca. 0,40 EUR) pro Liter in den Emiraten geradezu unverschämt billig! Ein weiterer Vorteil: Ihr seid mobil und könnt auf eigene Faust durch die Wüste fahren und zum Beispiel dem Automuseum und der Moreeb Düne einen Besuch abstatten.

Möglichkeit 2: Fahrt mit dem Taxi von Abu Dhabi City aus zum Qasr Al Sarab Hotel. Das habe ich selbst noch nicht gemacht, aber mehrere Leser haben mir berichtet, dass das bei ihnen problemlos geklappt habe. Taxifahrer, die diese Strecke fahren, findet Ihr auf jeden Fall am Abu Dhabi Bus Terminal. Für rund 350 AED (entspricht ca. 70 EUR) pro Strecke hat der Taxifahrer sie in die Wüste gebracht und wie versprochen auch wieder abgeholt. Wer also partout keinen Mietwagen selber fahren will, ist mit dieser Variante inkl. Trinkgeld noch immer ca. 50% günstiger dran als mit dem hoteleigenen Transfer. Und keine Angst: Die Taxipreise sind in Abu Dhabi nicht verhandelbar, hängen in jedem Fahrzeug aus und alle Fahrer müssen das Taxameter per Gesetz angeschaltet haben. Ihr seid also auf der sicheren Seite und könnt die Kosten genau im Voraus abschätzen!

2.) Mit welchen Nebenkosten muss man rechnen?

Gäste des Wüstenhotels müssen sich natürlich darüber im Klaren sein, dass es für Zwischenmahlzeiten und Abendessen (das Frühstück ist in der Regel im Zimmerpreis inbegriffen) nicht viele Auswahlmöglichkeiten gibt. Immerhin befindet man sich mitten im Niemandsland und da muss man schon mit den drei Hotelrestaurants Vorlieb nehmen! Diese sind nicht gerade günstig, was aber auch verständlich ist – immerhin ist es ein riesiger logistischer Aufwand, die Lebensmittel in großer Auswahl und in regelmäßigen Abständen in die Wüste zu bringen, damit dort für jeden Geschmack frische Speisen zubereitet werden können. Glaubt mir: Hier ist alles vom Feinsten, es wird Euch an nichts fehlen! Das Buffet im Al Waha ist ein Traum und so üppig, dass man weinen möchte, weil man es auch am letzten Abend wieder nicht geschafft hat, von allen Törtchen zu probieren, die liebevoll in der Dessertsektion aufgetürmt wurden…

Um Euch einen Anhaltspunkt zu geben: Zu zweit haben wir (Stand 2013) im Buffetrestaurant Al Waha inkl. Getränken etwas mehr als 510 AED bezahlt, im italienisch-mediterranen Restaurant Ghadeer inkl. Vorspeise und Getränken etwas mehr als 410 AED. Zwei non-alkoholische Cocktails und ein Burger an der Pool-Bar schlugen mit AED 160 zu Buche. Ein weiteres wichtiges Thema: Getränke! Etwa 4-6 kleine Wasserflaschen stehen auf den Zimmern zur kostenlosen Verfügung und der Vorrat wird täglich durch den Zimmerservice aufgefüllt. Am Pool wie auch auf den Ausflügen wird man ebenfalls mit gratis Trinkwasser versorgt. Es kann aber natürlich nie schaden, wenn man noch einen eigenen Vorrat an Wasser dabei hat. Apropos Ausflüge: Diese kosten natürlich auch extra, ebenso wie die Spa-Anwendungen. Für das Dune Bashing haben wir zu zweit rund 680 AED bezahlt, für den Desert Walk 290 AED. Die Partnermassage „Desert Romance“ mit Milchbad hat rund 1550 AED gekostet.

3.) Welches ist der beste Weg zum Qasr Al Sarab?

Am schnellsten seid Ihr, wenn Ihr von der E11 Richtung Al Ghweifat auf die E65 (das ist der erste Abzweig Richtung Süden, der an der östlichen Spitze der Liwa-Oase endet – oft hat die Straße auf aktuellen Karten keinen Namen) in südlicher Richtung nach Hamim (von dort führt eine einsame Wüstenstraße durch die schönsten Dünen direkt zum Hotel – ist aber alles ausgeschildert!) abbiegt. Nicht weit von der Abzweigung auf die E65 kommt Ihr auch an dem verrückten Automuseum vorbei, das Ihr nicht auslassen solltet.


Größere Kartenansicht
Wenn Ihr Zeit habt und die karge Schönheit der Wüste länger auf Euch wirken lassen wollt, dann bleibt einfach etwas länger auf der E11 und nehmt dann die E45 nach Süden Richung Liwa-Oase. Auf dieser Route kommt Ihr die Gelegenheit, die Oase genauer zu betrachten, weil Ihr diese dann ja ab Mezaira‘a in östlicher Richtung durchfahren müsst, wenn Ihr nach Hamim wollt.

3.) Wo finde ich auf dem Weg zum Qasr Al Sarab eine Tankstelle?

Tankstellen gibt es im Emirat Abu Dhabi auch in der Wüste – wenn auch nicht allzu viele. Also nehmt am besten jede sich bietende Gelegenheit wahr, um den Tank aufzufüllen! Wenn Ihr den oben beschriebenen Weg, also die E65 von nehmt, dann findet Ihr auf jeden Fall in Hamim (das ist der Ort, von dem aus eine einsame Straße zum Qasr Al Sarab führt) eine Tankstelle vor. Ich meine auf der E65 noch eine Tankstelle gesehen zu haben, nicht weit vom Automuseum. Aber: Wer in Abu Dhabi mit vollem Tank startet, schafft es locker bis Hamim und muss sich keine Sorgen machen. Denn immerhin ist es sehr unwahrscheinlich, sich zu verfahren auf einer geraden Straße durch die Wüste. 😉 Wenn Ihr etwas länger durch die Wüste fahren möchtet und erst den späteren Abzweig Richtung Liwa, also die E45, von der Küstenstraße E11 aus nehmen wollt, dann könnt Ihr in Madinat Zayed oder in Mezaira’a tanken, bevor Ihr Hamim erreicht.

Wie sicher ist Abu Dhabi für alleinreisende Frauen?

Annes Frage:

Hallo Sarah, meine Schwester und ich planen einen Urlaub in der Wüstenstadt und würden gerne wissen, ob wir als 2 Frauen ohne männliche Begleitung bedenkenlos nach Abu Dhabi reisen können. Eine wirklich aussagekräftige Antwort findet man dazu im Internet leider nicht. Daher würden wir gerne auf Deine Erfahrung zurück greifen. Vielleicht kannst Du uns ja auch Tipps geben, auf was wir achten müssten, wenn wir alleine unterwegs wären?

Meine Antwort:

Hallo liebe Anne, selbstverständlich können Frauen allein in die Arabischen Emirate reisen, ohne sich um ihre Sicherheit Sorgen machen zu müssen! Eine Ausnahme ist mir derzeit bekannt, dazu gibt es im letzten Abschnitt des Artikels mehr Informationen.

Ich war zwar bisher überwiegend in männlicher Begleitung in Dubai und Abu Dhabi, habe mich aber stets (egal ob am Strand, auf den Straßen oder in den Malls) und zu jeder Tageszeit supersicher gefühlt und hatte nie den Eindruck, dass das nur deswegen so ist, weil mein Mann oder mein Papa in diesem Moment dabei ist. Ich habe aber auch schon für kurze Zeit allein dort im Hotel gewohnt und bin auch allein Taxi gefahren und in der Mall gewesen – alles kein Problem!

In den Emiraten haben sie eine der weltweit niedrigsten Kriminalitätsraten, das könnt Ihr auf den Seiten des Auswärtigen Amtes nachlesen! Und dadurch, dass die Geschlechtertrennung dort ja noch so kultiviert wird, ist es für Männer ja in der Regel ein noch größeres Tabu als hier, Frauen „doof anzumachen“. Die Einheimischen werden Euch also nicht dumm kommen, weil es Teil ihrer Kultur ist, quasi einen „höflichen, d.h. respektvollen Sicherheitsabstand“ zu den Frauen einzuhalten.

Die vielen Expats (Gastarbeiter) mit denen Ihr als Touristinnen wahrscheinlich in den Shops, Restaurants und Hotels weitaus eher zu tun haben werdet, können es sich auch noch aus einem anderen Grund gar nicht erlauben, Frauen zu belästigen: Sonst ist schnell Knast angesagt und ihre Arbeitserlaubnis in Gefahr und sie werden auf Nimmerwiedersehen abgeschoben!

Außerdem ist überall Sicherheitspersonal, ob am Strand oder in den Malls, das nervt manchmal schon fast. Dieses ist natürlich nicht deswegen dort, weil andernfalls sofort Übergriffe auf Touristinnen stattfinden würden, sondern die Guards haben unter anderem die Aufgabe, das für uns kaum verständliche Verlangen nach Privatsphäre der Emiratis zu gewährleisten. Die gilt gerade für die einheimischen Frauen. Selbst, wenn sie in Gruppen (mit ihren Kids) unterwegs sind, möchten sie sichergehen, dass Ihnen wirklich jeder Art der unerwünschten Kontaktaufnahme (das können schon Blicke sein!) durch Männer erspart bleibt – und darüber wacht die Security unter anderem.

Was haben also Frauen (das gilt natürlich auch Touristinnen, die sich respektvoll verhalten und kleiden!) in einer solchen Umgebung zu befürchten, wo Single-Männer gewisse Strandabschnitte nie besuchen dürfen, wo es für vieles einen Ladies-Tag in der Woche gibt und wo  sogar von Frauen gesteuerte Taxen nur für Frauen und Busse mit für Damen reservierten Sitzreihen herumfahren? Es gibt sogar eine Regel, die es Männern verbietet an gewissen Abschnitten der Strandpromenade zu sitzen, damit sich die einheimische Damenwelt nicht durch Blicke beläsigt fühlt! Vorbeigehen dürfen sie, sich aber nicht aufhalten… 😉

Ihr könnt also beruhigt auch nachts allein mit dem Taxi fahren, selbst wenn ihr kein sogenanntes Ladies- oder Familiy-Taxi ergattern konntet. Die Fahrer tragen alle Uniform und haben Ihre ID-Karten sichtbar am Armaturenbrett befestigt. Überall stehen Telefonnummern, die man anrufen kann, wenn man mit der Taxifahrt unzufrieden war. Sowas gibt es in Deutschland nicht!

Viel Kontakt mit Männern werdet Ihr gar nicht haben, außer vielleicht im Hotel, wo natürlich einige im Service arbeiten. Ich fand es immer interessant, zu beobachten, dass – wenn man als Paar im Hotel wohnt – immer nur der Mann von männlichen Hotelangestellten angesprochen wird, selbst wenn klar wird, dass die Frau in dem Moment mehr Ahnung von der Situation oder die besseren Sprachkenntnisse hat. Dennoch bedeutet das selbstverständlich nicht, dass man Angst haben muss, dass man als Alleinreisende im Hotel bei Fragen, Wünschen und Problemen keine Hilfe bekommt. Die Angestellten dort sind ja nicht von gestern und wissen, dass es für uns normal ist, auch als Frau allein zu reisen.

Tut Euch (und den Leuten dort) aber den Gefallen und kleidet Euch nicht auffallend sexy. Miniröcke, bauchfreie Tops, Hotpants und sowas wie transparente Blusen über nem Bikinitop etc. würde ich weglassen. Auch wenn Ihr so etwas anziehen würdet, würde sicher nichts geschehen, aber dann wird schon mal eher verächtlich oder auch lüstern geschaut. Oder wenn es ganz dumm läuft, fühlt sich eine Einheimische in ihren Gefühlen verletzt und bittet den Sicherheitsdienst, Euch wegzuschicken. Schließlich ist es in den Emiraten ja noch immer etwas eher Ungewöhnliches, wenn Frauen derart gekleidet herumlaufen (auch wenn ihr sicher welche sehen werdet, die so nach draußen gehen). An vielen Orten wie in den Malls oder in der Ferrari World beispielsweise wird im Eingangsbereich auf Schildern auch extra um „respectable clothing“ gebeten.

Am besten lasst Ihr auch die Finger von zu viel Alkohol. Die Chance ist wirklich miniklein, aber sollte eine grobe Belästigung oder Schlimmeres stattfinden, könnte das Opfer in den VAE eine Mitschuld zugesprochen bekommen, wenn es betrunken war. Ein paar wenige prominente Fälle waren ja schon in den Schlagzeilen. Alkohol ist dort aus religiösen Gründen nicht erlaubt, die Hotels schenken aber dennoch welchen für die Touristen aus und die Expats nicht-muslimischer Herkunft können Bier und Wein in Spezialshops mit einer Lizenz erwerben.

Den Tipp, den ich häufiger in Reiseführern gelesen habe, dass alleinreisende Frauen einen Ring tragen und sich eine Story zurechtlegen sollten, um bei Fragen glaubhaft versichern zu können, dass man verheiratet sei und Mann und Kinder in der Nähe sind, halte ich für völlig übertrieben. Ich war jetzt dreimal dort und habe noch keine Situation erlebt, in der auch nur annährend ähnliche Fragen gestellt werden könnten. Wenn es Euch aber beruhigt, könnt Ihr ja so ein Spielchen spielen.

Es ist mir wichtig, an dieser Stelle jedoch noch etwas hinzufügen, auch wenn ich die Erfahrung (zum Glück!) nicht selber gemacht habe: Vom Camel Souk in Al Ain berichten einige Frauen, dass sie sich dort bedrängt gefühlt haben. Nicht nur waren die einfachen Viehhändler in Bezug auf Trinkgelder aufdringlich, sondern schafften auch mit Blicken, Gesten und/oder schlimmstenfalls sogar Berührungen (etwa: Arm umlegen) beim gemeinsamen Posieren mit Kamel für ein Foto eine unangenehme Atmosphäre. Ich war selber schon zweimal in Al Ain – jedoch noch nicht auf dem Viehmarkt – und habe in der Stadt selbst keine auch nur annährend ähnlichen Erlebnisse sammeln müssen.

In diesem Zusammenhang fällt mir aber eine Situation – auch im Kontakt mit einem ungebildeten Arbeiter außerhalb der Städte – ein, die ich hier kurz schildern möchte: An einer Tankstelle in der Wüstenödnis stieg ich kurz aus dem Wagen aus, um mir die Beine zu vertreten. Eine weitere Mitreisende, die im Auto saß, wollte aus dem Wagen heraus ein Foto von mir machen: Ich muss wohl direkt vor einem der Tankwarte gestanden haben, ohne es zu merken, jedenfalls fühlte der sich angesprochen als die Fotokamera in seine Richtung zeigte und ging wie selbstverständlich davon aus, dass er mit auf das Bild solle. Er stelle sich gutgelaunt und scherzend promt neben mich und legte mir posierend für den Schnappschuss den Arm um die Hüfte. Ich war viel zu perplex und er viel zu gut drauf als dass ich ihn in der Situation hätte wegscheuchen können. Heute weiß ich, dass ich darauf hätte bestehen sollen, ohne ihn fotografiert zu werden. Nach dem Fotoshoot ging er auch sofort wieder, es ist also nichts Wildes passiert, aber unangehem war mir das Ganze doch etwas…

Dennoch: Nach wie vor bleibe ich dabei, dass Euch in den großen Städten keine Belästigungen erwarten, auch nicht in Al Ain. Ich habe weder in Abu Dhabi City noch in Dubai noch in Al Ain irgendwas erlebt, was mich als Frau verstört hätte. Und ich bin sehr empfindlich, was sowas angeht, deswegen ist mir auch die eben geschilderte Geschichte mir dem unfreiwilligen gemeinsamen Foto noch im Kopf. Dennoch:  Vorsicht beim Souk in Al Ain, hier kann es unter Umständen ungemütlich für alleinreisende Frauen werden, vor allem wenn sie nicht sehr taff und unvorbereitet sind. Auch auf den Souks in Dubai bekommt man mal Zurufe, jedoch verletzten die bei mir noch nie eine Grenze, auch wenn sie durchaus nervten. Die Verkäufer dort lassen sich auch wieder schnell abschütteln – sind ja noch genug andere Touristen da.

Ansonsten gilt: Sucht nicht unnötig Kontakt mit den Hilfsarbeitern an Baustellen, Tankstellen etc. Ich sage das nur vorbeugend, eigentlich gibt es überhaupt keinen Grund, warum Ihr das tun solltet und keine Situation, in der Ihr das tun müsstet. Mein Erlebnis mit dem Foto war ja wahrscheinlich nur ein dummes Missverständnis, denn ich wollte ja gar nicht, dass er mit aufs Bild kommt, während er das ganz anders aufgefasst hat… Man muss sich halt Folgendes ins Gedächtnis rufen: Diese Arbeiter kommen u.a. aus den Armutsgebieten Pakistans etc. und sind demnach oft nicht sehr gebildet, gelangweilt, einsam und im Denken rückwärtsgewandt. Zudem sind sie den ganzen Tag und die ganze Nacht nur mit ihren anderen männlichen Kollegen zusammen, was in seltenen Fällen sicher in „unnötiger Überschwänglichkeit“ gegenüber Frauen resultieren kann, insbesondere, wenn sie irrtümlich denken, dass die Frau Kontakt sucht.

Buslinien & Abfahrtszeiten für die Strecke Abu Dhabi – Dubai

ANNAS Frage:

„Hallo Sarah, wir bräuchten mal dringend Deine Hilfe, was die Busfahrt von Abu Dhabi nach Dubai angeht. Wir würden auch gerne ein paar Tage in Dubai verbringen, aber haben unseren Rückflug wieder von AUH aus. Kannst Du uns sagen, wie die Busse heißen (also sind die von einer bestimmten Firma wie z.B. BigBus) und wo man die Abfahrzeiten findet?“

Meine Antwort:

Hi Anna, die Busfahrt Abu Dhabi – Dubai und umgekehrt bewältigst Du am besten mit den Inter Emirates Bussen, die Emirates Express genannt werden. Deswegen haben sie auch ein E vor der Nummer.

Zwei Busse fahren von Abu Dhabi nach Dubai und natürlich auch wieder zurück: Bus E100 (Ziel: Al Ghubaiba Bus Station, Dubai ) und Bus E101 (Ziel: Ibn Battuta Metro Station, Dubai), beide starten an der Abu Dhabi Central Bus Station, auch Main Bus Terminal genannt, im Stadtteil Al Wahda, zu der Ihr super mit einem Taxi gelangt.

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Nicht zu übersehen: Abu Dhabi Main Bus Terminal in der Sultan Bin Zayed The First Street

Die Abfahrzeiten beider Linien poste ich Dir unter dem Beitrag hier als PDFs, dann musst Du Dich nicht ewig durch den Dschungel der fürchterlich unübersichtlichen und unintuitiven Webseite der RTA (Road and Transport Authority von Dubai) quälen. Auf den Abfahrtsplänen siehst Du, dass die Busse der Linie E100 wochentags (was in den Emiraten ja den Freitag ausschließt) ca. alle 15 Minuten fahren. Länger als eine Stunde wartet man aber nie, egal, welchen Tag und welche Linie man auswählt.

In Abu Dhabi fahren sogar schon vor 6:00 Uhr vereinzelt Busse Richtung Dubai – zu den Hauptstoßzeiten gehen die Busse regelmäßig im Minutentakt ab. Die letzte Möglichkeit, nach Dubai per Bus zu kommen hast Du zwischen 23:00 Uhr und 01:00 Uhr abends (achtet auf den Tag und die Buslinie – die Zeiten variieren in Abhängigkeit davon!).

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Inter-Emirates Busse auf Steig 2 der Central Bus Station in Abu Dhabi

Die Busfahrt von Abu Dhabi nach Dubai kostet AED 25 (Stand Mai 2015) pro Person und Strecke – dafür bekommst Du eine ca. 1,5 stündige Fahrt im klimatisierten Reisebus. Größeres Gepäck kann sicher im Gepäckfach des Busses verstaut werden. Los geht es in Richtung Dubai immer von Platform 2; Fahrkarten gibt es rechterhand im Hauptgebäude der Central Bus Station.

Bist Du dann in Dubai angekommen, kannst Du von beiden Busbahnhöfen mit dem Taxi oder der Metro zu Deinem Ziel weiterfahren. Je nachdem, welchen Bus Du nimmst, kommst Du ja an unterschiedlichen Endstionen (Al Ghubaiba oder Ibn Battuta) an. Beide sind jedoch super mit der Metro verbunden (einmal grüne Linie, einmal rote Linie), siehe http://dubaimetro.eu/stations.

Big Bus“ hat übrigens damit nichts zu tun – das ist ein Bus-Unternehmen, mit dem Touristen eine Sightseeingtour in den Innenstädten von Abu Dhabi oder Dubai machen können. Wenn man ein Kombiticket für Touren in beiden Städten kauft, gibt es aber auch einen Inter-City-Transfer nur für Kunden.

Hier sind die Abfahrtspläne (Stand März 2015) für die Strecke Abu Dhabi – Dubai der Linien

E100 (Details hier: Bus_100)

E101 (Details hier: Bus_101)

Für die Rückfahrtsstrecke Dubai – Abu Dhabi stellt die Homepage der RTA aus unerfindlichen Gründen keine Pläne zur Verfügung. Schaut also bitte selbst nach, indem Ihr den Wojhati Planner nutzt. Ich habe Euch die Stationen schon eingetragen – Ihr müsstet nur noch Datum und Uhrzeit hinzufügen:

1. Für die Abfahrt ab Dubai / Al Gubaiba

2. Für die Abfahrt ab Dubai / Ibn Battuta.

Tipp: Nutzt den Planner sicherheitshalber auch, um die Abfahrtszeiten für Eure Hinfahrt nach Dubai zu verifizieren. Die hier verlinkten Abfahrtspläne könnten irgendwann veraltet sein. Natürlich werde ich schauen, dass ich Euch immer die neueste version anbiete, aber ich spreche leider aus Erfahrung wenn ich sage, dass Updaten nicht gerade die Stärke der emiratischen Webmaster ist.

Mit dem Taxi Abu Dhabi erkunden: Günstig & unkompliziert

Guidos Frage:

„Hi Sarah, wir werden im Oktober in Abu Dhabi sein. Kannst du mir sagen, ob wir (5 Personen) ein Sammeltaxi oder zwei einzelne Taxen nehmen sollen (wegen der Kosten)? Kannst du, wenn ein Sammeltaxi sinnvoll ist, eine Firma empfehlen?“

Meine Antwort:

Hi Guido, ich habe beim Stadtbummel noch nie ein Sammel- bzw. Großraumtaxi gerufen in Abu Dhabi, daher kann ich leider keine korrekte Preisangabe machen. Gewiss ist, dass die Luxury Airport Taxis sehr geräumige Vans sind, in denen bis zu 7 Personen Platz finden. Was die kosten kannst Du hier nachlesen.

Was ich Dir aber in Bezug auf die in der City regulär verkehrenden Taxis sagen kann ist, dass ein Taxi in Abu Dhabi nicht besonders teuer ist. Deswegen macht es sicher preislich nicht sooo den Unterschied, wenn Ihr direkt zwei Autos in Beschlag nehmt für den Fall, dass es keine großen Taxen zur Verfügung stehen. Als wir zu sechst da waren, haben wir stets zwei Taxis für alle Fahrten genommen, auf die Idee, immer erst extra ein Großraumtaxi zu bestellen, sind wir irgendwie gar nicht gekommen… viel zu umständlich und keine Lust, zu warten!

Dennoch: Es gibt Großraumtaxis in Abu Dhabi – seltsamerweise stehen die meisten von ihnen aber vor den Türen der Hotels auf Yas Island.

Zur groben Orientierung – die Taxipreise pro Kilometer sehen in Abu Dhabi (letzter Check: Oktober 2016) wie folgt aus:

Tagsüber: 6:00 Uhr – 22:00 Uhr

Flagfall – Taxameterstart
3,50 VAE Dirham

Bis 50 km
1,60 VAE Dirham je km

Über 50 km
1,69 VAE Dirham je km

Pro Minute Wartezeit (erste 5 Min. kostenlos Taxameter stoppt)
0,50 VAE Dirham

Buchung über ein Callcenter
3,00 VAE Dirham

Nachts: 22:00 Uhr – 6:00 Uhr

Flagfall – Taxameterstart
4,00 VAE Dirham

Mindestbetrag
10,00 VAE Dirham

Bis 50 km
1,69 VAE Dirham je km

Über 50 km
1,69 VAE Dirham je km

Pro Minute Wartezeit (ersten 5 Min. kostenlos – Taxameter stoppt)
0,50 VAE Dirham

Buchung über ein Callcenter
4,00 VAE Dirham

Spezielle Flagfalls

Flagfall – Taxameterstart bei Events
20 VAE Dirham

Flagfall – Taxameterstart bei Flughafentransport (kleines Taxi)
20 VAE Dirham

Flagfall – Taxameterstart bei Flughafentransport (großes Taxi)
25 VAE Dirham

Wissenwertes über Taxis in Abu Dhabi

Direkt zwei Taxis zu nutzen ist zudem vermutlich auch weniger umständlich, denn in Abu Dhabi ist es auch nicht anders als in Deutschland: Diese Taxis für mehr als 4 Fahrgäste stehen eben nicht an jeder Ecke rum und müssen erst gerufen werden. Da hat man dann unschöne Wartezeiten und noch extra Gebühren (siehe Preisliste), die man nicht hat, wenn man einfach ein Taxi vom Straßenrand heranwinkt (was dort übrigens durchaus üblich ist) oder an einem Taxistand am Flughafen, Hotel oder einer Mall in einen Wagen steigt.

Ein Taxi in Abu Dhabi erkennt Ihr an den Farbe Silber (einzige Ausnahme ist der Flughafen; hier nehmen schwarze Mercedes-Vans als sog. Luxury Taxis Passagiere auf). Alle werden von uniformierten Fahrern gesteuert und alle haben ein Taxameter und die Fahrer sind angewiesen, dieses auch zu nutzen! Tatsächlich war es bei meinen vielen Fahrten immer ungefragt eingeschaltet und es gab deswegen nie Diskussionen. Die Taxifahrer sind auch immer freundlich gewesen und konnten Englisch, auch wenn manchmal eher schlecht als recht. Einmal kannte einer eine Sehenswürdigkeit nicht, zu der wir wollten, aber mithilfe der Karte aus unserem Reiseführer bzw. Kartenmaterial von Google Maps, das ich für jedes via Taxi angestrebte Ziel vor der Reise ausdrucke, sind wir dann doch zum Ziel gelangt.

An dieser Stelle ein genereller Hinweis: In Abu Dhabi fahren viele Taxifahrer eher nach „landmarks“ und nicht so sehr nach Straßennamen. Daher hilft es immer, Parks, Banken, Einkaufszentren oder Hotelnamen bei der Erteilung von Anweisungen zum gewünschten Ziel mit zu nennen. Wenn sie nicht weiter wissen, rufen sie aber auch mal in der Zentrale an oder fragen unterwegs bei einem kurzen Stopp einen Kollegen – alles schon erlebt! Die wenigsten werden beim Einsteigen zugeben, dass sie das Ziel nicht genau kennen…

Alle hatten aber eines gemeinsam: Sie fahren gern schnell und geben auch dann Vollgas und bremsen entsprehend hart ab, wenn es innerhalb eines Staus 5 Meter vorangeht! 😉 Die Regierung hat sich deswegen aber eine Sicherheitsmaßnahme einfallen lassen: Alle Taxis in Abu Dhabi werden ständig durch GPS geortet und übertritt ein Fahrer das Geschwindigkeitslimit, kommt eine automatische Ansage vom Band, die eine Warnung ausspricht. Apropos Sicherheit: Es gibt auch immer eine Anzeige mit Passbild und Namen das Taxifahrers in jedem Auto, damit man bei eventuellen Problemen weiß, von wem man chauffiert wurde.

Das einzige unangenehme Erlebnis, das wir je hatten war, dass uns mehrere Taxifahrer hintereinander nicht mitnehmen wollten. Was natürlich völliger Quatsch war, denn wir wollten einfach nur ins Nachbaremirat gebracht werden. Das passierte allerdings nicht in Abu Dhabi, sondern in Dubai. Wie sich herausstellte, wollten die Fahrer einfach nur nicht von Downtown Dubai nach Shardscha fahren, weil die Strecke zu diesem Zeitpunkt (Rush Hour!) übelst verstaut war und er offenbar keine Lust darauf hatte, mit uns im Stau stehend weniger zu verdienen. Letztlich hat sich ein Security-Mitarbeiter der Mall, die wir besucht hatten, unser angenommen und uns einen willigen Taxifahrer verschafft.

Taxirufnummer für ganz Abu Dhabi

Folgende authorisierte Taxiunternehmen gibt es in Abu Dhabi: Cars Taxi, Al Ghazal Transport, Arabia Taxi, Emirates Taxi, National Taxi und Tawasul Transport. Die Nummer 600535353 solltest Du Dir notieren, darunter erreichst Du das Call Center von TransAD, dem „Centre for Regulation of Transport by Hire Cars in the Emirate of Abu Dhabi“. Von dort aus schickt man Dir jederzeit ein Taxi zu Deinem aktuellen Standpunkt. Da kannst Du natürlich auch anrufen, um nach einem Großraumtaxi („people carrier“) zu fragen. Mir sind solche Taxis in Abu Dhabi City nie aufgefallen, aber wie gesagt gibt es sie ja definitiv und sie fahren sicher auch mal von Yas Island herunter. 😉

Die Smartphone-Fans unter uns können sich auch eine App für Taxis in Abu Dhabi installieren und auf diese Weise ihre Buchungen regeln. Dies ist natürlich besonders praktisch, wenn man sich als Tourist in der Umgebung nicht auskennt, da das Handy via GPS sowohl den eigenen Standpunkt wie auch den Aufenthaltsort des nächsten Taxis ausfindt macht und anzeigt. Die Version für Android findet man hier.  Aktuell ist die App leider nur mit einer emiratischen Telefonnummer zu verwenden. Vielleicht ist sie also eine Option für Reisende, die sich für Ihren Abu Dhabi Aufenthalt eine Prepaid-Card für ihr Handy holen möchten.

Übrigens: Solltest du mit Frauen und Kindern reisen und Ihr entscheidet, Euch auf zwei Taxis aufzuteilen, hier noch ein Tipp: Speziell für allein reisende Frauen (mit Kindern), aber auch Familien, gibt es Taxis mit pinkfarbenen Dächern in Abu Dhabi und Dubai, die von Frauen gefahren werden. Ist solch ein Taxi gerade nicht verfügbar, setzt sich eine Dame, die ohne männliche Begleitung Taxi fährt, am besten auf den Rücksitz (zu den Kindern, wenn welche mitfahren), um Missverständnisse zu vermeiden.

Rechte und Pflichten der Fahrgäste

Als Taxi-Passagiere in Abu Dhabi habt Ihr das Recht,

– über die genaue Route zu bestimmen
– das Taxameter immer zu sehen
– das Zusteigen anderer Fahrgäste abzulehnen
– auf eine eingeschaltete Klimaanlage zu bestehen
– zusätzliche Kosten oder ein Trinkgeld abzulehnen
– den Ausweis des Fahrers zu sehen

Ihr seid im Gegenzug dafür verantwortlich,

– den korrekten Fahrpreis, einschließlich aller Gebühren zu zahlen
– zu allen Zeiten angegurtet zu sein
– im Taxi nicht zu essen, trinken oder zu rauchen
– den Fahrer nicht zu bitten an verbotenen oder unsicheren Stellen anzuhalten
– sicherzustellen, dass Kinder unter 12 Monaten in einem zugelassenen Kindersitz gesichert sind

 

Von Abu Dhabi nach Dubai für einen Tagesausflug

Wenn es Euch von Abu Dhabi nach Dubai zieht, habt Ihr vier Möglichkeiten:

1. Ihr bucht einen Mietwagen für Euren Dubai-Tagestrip

Das Auto könnt Ihr vor Ort mieten, indem Ihr entweder mithilfe des Hotelpersonals eine Leihwagenfirma ausfindig macht oder indem Ihr mit dem Taxi zum Flughafen fahrt, wo es Stand an Stand eine ganze Reihe dieser Anbieter gibt. Wenn Ihr schon wisst, an welchem Tag Ihr von Abu Dhabi nach Dubai fahren wollt, dann bucht den Wagen im Voraus am besten online oder sprecht das mit Eurem Reisebüro ab, das kann dann sogar dafür sorgen, dass Ihr den Wagen direkt zu Eurem Hotel gebracht bekommt. Je nach Modell und Buchungszeit seid Ihr ab etwa 30 Euro am Tag dabei. Hinzu kommen Spritkosten, doch die sind weder in Abu Dhabi noch in Dubai der Rede wert (für ca. 30 Liter bezahlt Ihr um die 12 Euro).
Vorteil: Das Reisen mit dem Mietauto ist natürlich sehr komfortabel; Ihr seid zeitlich unabhängig und könnt immer stoppen, wenn Ihr unterwegs etwas Interessantes seht.
Nachteil: Zugegebenermaßen ist es nicht jedermanns Sache, mit dem Auto in den Emiraten herumzufahren. Es gibt zwar top in Schuss gehaltene, mehrspurige Straßen, aber leider auch gerade auf dem Weg nach Dubai hinein verdammt viel Stau und allerorten – weninigstens aus der Sicht von uns Deutschen – viel aggressives Fahrverhalten. Zudem müsst Ihr bedenken, dass Ihr dann ja auch einen Parkplatz in Dubai City braucht…

2. Ihr fahrt mit einem Inter-Emirates Bus (Emirates Express)

Die Busse starten ab der Abu Dhabi Central Busstation nahe der Al Wahdah Mall, Ecke East Road & Haza’a bin Zayed Street. Das dauert zwei Stunden (mit dem Mietwagen seid Ihr auch nicht schneller) im klimatisierten und verlässlichen Überlandbus mit Anschnallgurten. Die Busse von Abu Dhabi nach Dubai fahren zwischen 7:00 Uhr und 08:00 Uhr los und halten beispielsweise an der Ghubaiba Bus Station (hier lest Ihr mehr zu den Linien und Fahrplänen). Von dort kommt Ihr mit dem Taxi oder der neuen Metro weiter. Zum Beispiel zum Deira City Center, wo die Big Bus Sightseeingtouren vorbeikommen (wenn dort kein Verkaufsstand für die Bustickets aufgebaut ist, fahrt mit der Metro oder dem Taxi weiter zur Wafi Mall, dort starten die Touren offiziell).
Vorteil: Eine Fahrt ist mit 20 Dirham spottbillig und man erspart sich die lästige Parkplatzsuche.
Nachteil: Die Nachteile von öffentlichen Verkehrsmitteln dürften Euch hinreichend bekannt sein…

3. Ihr bucht eine geführte Tour beim Reiseveranstalter

Es gibt nicht viele Tourenveranstalter, die einen Kurztrip von Abu Dhabi nach Dubai anbieten – Nachfrage es scheint es eher in die umgekehrte Richung zu geben. Man wird vom Hotel abgeholt und in der Regel mit anderen Tourteilnehmern im Mini-Van ans Ziel gebracht, wo man idealerweise zusammen mit einem deutschsprachigen Guide einige Highlights besucht. Ein Anbieter, der verschiedene Touren von Abu Dhabi nach Dubai anbietet, ist beispielsweise rent-a-guide. Dort gibt es sogar private Ausflüge ohne andere Mitreisende.
Vorteil: Man muss sich um wirklich GAR NICHTS kümmern.
Nachteil: Es besteht keine Wahlfreiheit beim Aussuchen der Sehenswürdigkeiten und man ist den ganzen Tag an die Reisegruppe gebunden, sofern man keine Exklusivtour gebucht hat.

4. Ihr fahrt mit dem Taxi von Abu Dhabi nach Dubai

…und natürlich auch wieder zurück! Die beiden Städte liegen ca. 150km voneinander entfernt. Je nachdem, wo genau Ihr hinwollt und je nachdem, zu welcher Uhrzeit Ihr unterwegs sein werdet, variieren die Kosten für eine Taxifahrt von Abu Dhabi nach Dubai. Ihr könnt einen ungefähren Wert aber ganz leicht selber ausrechnen – die Kilometerpreise habe ich Euch hier aufgeführt. Taxis kann man sich sowohl in Dubai als Auch Abu Dhabi in der Regel einfach von der Straße heranwinken. An den Malls, vor den Hotels sowie vor den bekannten Sehenswürdigkeiten stehen meist auch Taxis bereit.
Vorteil: Ihr könnt so lange in Dubai bleiben, wie Ihr möchtet, und müsst auf keine Busabfahrtszeiten oder Öffnungszeiten der Mietwagen-Büros achten.
Nachteil: Ein Taxifahrer aus Abu Dhabi kennt sich nicht notwendigerweise gut in Dubai aus. Die wichtigsten Touristen-Spots wird er schon kennen, aber rechnet lieber mal ein paar Dirham mehr ein, weil er vielleicht ein wenig suchen muss – und während dieser Zeit läuft das Taxameter natürlich weiter. Das ist uns schon passiert, weil der Fahrer zwar den Dubaier Flughafen gefunden hat, nicht aber Terminal 3; die Fahrt endete dann so, dass er uns nötigte, in ein Dubai-Taxi umzusteigen, das er anhielt, weil er wohl keine Lust hatte, die Irrfahrt noch weiter forzusetzen! 😉

Leckeres Mitbringsel aus dem Abu Dhabi Urlaub

Schokolade aus Kamelmilch – ein typisches Souvenir aus Abu Dhabi, das den Beschenkten bestimmt in Erstaunen versetzt… Ich habe jedoch beschlossen, dass dieses Geschenk ganz für mich allein sein soll. Warum? Ich wollte von meinem letzten Abu Dhabi Trip unbedingt eine kleine Erinnerung mitbringen und da ich kein großer Fan von Datteln bin, die es in der emiratischen Hauptstadt ja nun wirklich an jeder Ecke in vielen Variationen und in schicken Verpackungen gibt, habe ich mich besonders gefreut, als ich diese kleine Nettigkeit am Flughafen von Abu Dhabi in einem Süßwarenladen entdeckt habe:Kamelmilch – allerdings mit Datteln gemischt – habe ich im Hotel schon einmal getrunken und sie schmeckte… nunja… interessant! Ich werde Euch gern berichten, wie diese süße Schoko-Spezialität geschmeckt hat – bin selber schon total gespannt! Noch wartet sie im Kühlschrank auf ihren Einsatz. Update folgt…

Schnelle Hilfe bei Problemen auf Abu Dhabis Straßen?

Wissenswert für Urlauber, die mit einem Mietwagen in Abu Dhabi und den übrigen Emiraten unterwegs sind: Bei Problemen, welche die Hilfe anderer Autofahrer erforderlich machen, greifen einheimische Fahrzeugführer gern zu folgender Maßnahme: Am Straßenrand anhalten, Warnblinkanlage einschalten und den linken Arm aus dem Fenster strecken. Dies ist für die nachfolgenden Fahrzeuge ein Zeichen dafür, dass ihre Hilfe benötigt wird.

Vom Erfolg dieser ungeschriebenen Regel konnte sich mein Vater unlängst vor Ort überzeugen als ein in Dubai lebender Geschäftspartner dieses Manöver gleich zweimal erfolgreich anwendete, um den jeweils angehaltenen Verkehrsteilnehmer nach dem Weg zu fragen. Das Aussteigen in die erbarmungslose Hitze Abu Dhabis ist also nicht erforderlich und die Reisenden können im klimatisierten Wagen sitzen bleiben.

Achtung: Unfälle durch Leichtsinnigkeit vermeiden

Jedoch: Ich kann nur raten, gut zu überlegen, welche Situation ein solches Vorgehen tatsächlich rechtfertigen könnte, denn natürlich muss man sich dessen bewusst sein, dass immer auch die Unfallgefahr steigt, wenn man an nicht als Parkplatz gekennzeichneten Stellen neben der Staße anhält. Zudem ist fraglich, wie die Polizei auf ein solches Verhalten reagieren würde. Gute Fahrt!

Abu Dhabi als Gewinner bei den World Travel Awards 2012

Reisende mit Hang zum Besonderen aufgepasst! Das Emirat Abu Dhabi hat Ende April bei der Nahost-Gala der World Travel Awards 2012 mächtig abgesahnt. Von Reiseagenturen aus der ganzen Welt wurden folgende Nominierte aus der Region Abu Dhabi zu Gewinnern gekürt:

  • Middle East’s Leading Beach Destination: Saadiyat beach
    Middle East’s Leading City Resort: Khalidiya Palace Rayhaan by Rotana
    Middle East’s Leading Corporate Resort: Beach Rotana Hotel & Towers
    Middle East’s Leading Desert Resort: Qasr Al Sarab Desert Resort by Anantara
    Middle East’s Leading Luxury Resort: Emirates Palace
    Middle East’s Leading Marketing Campaign: Abu Dhabi
    Middle East’s Leading Suite: Palace Suite, Emirates Palace
    Middle East’s Leading Tourist Board: Abu Dhabi Tourism & Culture Authority
    Middle East’s Leading Wedding Venue: Jumeirah at Etihad Towers
    Middle East’s Leading Meetings & Conference Resort: Emirates Palace
  • UAE’s Leading Hotel: Jumeirah at Etihad Towers
    UAE’s Leading Resort: Emirates Palace
    UAE’s Leading Travel Agency: Abu Dhabi Travel Bureau
  • Abu Dhabi’s Leading Beach Resort: The St. Regis Saadiyat Island Resort
    Abu Dhabi’s Leading Business Hotel: Park Rotana
    Abu Dhabi’s Leading Business Travel Agency: Omeir Travel Agency
    Abu Dhabi’s Leading Hotel: Jumeirah at Etihad Towers
    Abu Dhabi’s Leading Meetings & Conference Hotel: Emirates Palace
    Abu Dhabi’s Leading Resort: Emirates Palace
    Abu Dhabi’s Leading Travel Agency: Abu Dhabi Travel Bureau

In den preisgekrönten Tourismus-Einrichtungen, die immerhin von Experten der Branche gewählt wurden, dürfte gewiss alles vom Feinsten sein – wer also das besondere Strandhotel in Abu Dhabi sucht oder die eleganteste Suite in Dubais populärstem Nachbaremirat buchen möchte, wird unter den oben genannten Gewinnern sicher fündig. Auffällig oft ist das Emirates Palace Hotel vertreten, das von der Kempinski-Gruppe verwaltet wird. Darin einmal während des Urlaubs wohnen zu dürfen – ein Traum für viele…