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Mit dem Taxi Abu Dhabi erkunden: Günstig & unkompliziert

Leserfrage: Was kostet Taxifahren in Abu Dhabi (mit mehreren Personen)?

„Wir werden im Oktober in Abu Dhabi sein. Kannst du mir sagen, ob wir (5 Personen) ein Sammeltaxi oder zwei einzelne Taxen nehmen sollen (wegen der Kosten)? Kannst du, wenn ein Sammeltaxi sinnvoll ist, eine Firma empfehlen?“

Meine Antwort:

Ich habe noch kein Sammel- bzw. Großraumtaxi in Abu Dhabi gerufen, daher kann ich keine sichere Preisangabe machen. Ich gehe aber schwer davon aus, dass sich die Preise nach denen richten, die für eine normale Taxifahrt anfallen (aktuelle Preise siehe unten). Für den Tag Eurer Ankunft müsst Ihr Euch schon mal keine Gedanken machen, denn gewiss ist, dass die sog. Luxury Airport Taxis sehr geräumige Vans sind, in denen bis zu 7 Personen Platz finden. Was die kosten kannst Du hier nachlesen.

Taxifahren in Abu Dhabi ist aber im Vergleich zu Deutschland sehr günstig und anders als hier sind Taxis auch nahezu immer und überall verfügbar. Somit macht es sicher preislich nicht so den Unterschied, wenn Ihr direkt zwei reguläre Taxis für Eure Gruppe „in Beschlag nehmt“. Als wir zu sechst in den Emiraten waren, haben wir stets zwei Taxis für alle Fahrten genommen. Auf die Idee, immer erst extra ein Großraumtaxi zu bestellen, sind wir ehrlich gesagt gar nicht gekommen … Viel zu umständlich, da man erst ein Call-Center anrufen muss und keine Lust, zu warten! ;-)

Denn natürlich ist es in Abu Dhabi auch nicht anders als anderswo auf der Welt: Taxis für mehr als 4 Fahrgäste stehen nicht an jeder Ecke und müssen erst gerufen werden. Da hat man dann unschöne Wartezeiten in der Hitze und noch extra Gebühren (siehe Preisliste unten). Winkt man einfach ein Taxi vom Straßenrand heran (was dort übrigens durchaus üblich ist) oder steigt an einem Taxistand am Flughafen, Hotel oder einer Mall in einen Wagen, kann man sofort losfahren und es entfallen die Extra-Buchungsgebühren.

Dennoch: Es gibt definitiv Großraumtaxis in Abu Dhabi – seltsamerweise scheinen die meisten von ihnen aber vor den Türen der Hotels auf Yas Island zu warten. So konnte ich es zumindest beobachten, als ich einmal auf Yas übernachtet habe. ;-)

Mehr Infos benötigt? Alles über Taxis in Abu Dhabi

Folgende authorisierte Taxiunternehmen gibt es in Abu Dhabi: Cars Taxi, Al Ghazal Transport, Arabia Taxi, Emirates Taxi, National Taxi und Tawasul Transport. Hier sind weitere für Urlauber wissenswerte Infos rund um das Taxifahren in der Wüstenstadt.

Taxipreise: Was kostet die Fahrt?

Taxifahren ist billig in Abu Dhabi – zumindest, wenn man die Preise mit denen daheim vergleicht. Kein Wunder: Die Regierung bezuschusst diese Art des öffentlichen Fortbewegungsmittels, denn als Alternative bietet sich für die 1,2 Millionenstadt sonst nur noch der Busverkehr.

Ihr möchtet wissen, was Ihr zahlen müsst? Dann schaut Euch hier zur groben Orientierung hier die Taxipreise pro Kilometer an. Sie wurden 2017 erstmalig nach einer längeren Stabilitätsperiode erhöht und sehen in Abu Dhabi (letzter Check: Februar 2019) jetzt wie folgt aus:

Tagsüber: 6:00 Uhr – 22:00 Uhr

Flagfall – Taxameterstart
5,00 VAE Dirham

Mindestbetrag
12,00 VAE Dirham

Kilometerpreis
1,82 VAE Dirham je km

Pro Minute Wartezeit
0,50 VAE Dirham

Gebühr für Buchung über das Callcenter
4,00 VAE Dirham

Nachts: 22:00 Uhr – 6:00 Uhr

Flagfall – Taxameterstart
5,50 VAE Dirham

Mindestbetrag
12,00 VAE Dirham

Kilometerpreis
1,82 VAE Dirham je km

Pro Minute Wartezeit
0,50 VAE Dirham

Gebühr für Buchung über das Callcenter
5,00 VAE Dirham

Spezielle Flagfalls

Flagfall – Taxameterstart bei Events
20 VAE Dirham

Flagfall – Taxameterstart bei Transport ab Hafen (Cruise Terminal)
20 VAE Dirham

Flagfall – Taxameterstart bei Transport ab Flughafen (kleines Taxi)
20 VAE Dirham

Flagfall – Taxameterstart bei Transport ab Flughafen (großes Taxi)
25 VAE Dirham

Damit bezahlt Ihr rein für den Kilometer umgerechnet nur läppische 0,45 Euro. Da ist ungefähr ein Drittel der Kosten, die in Deutschland für die gleiche Leistung anfallen. Ein Rechenbeispiel: Jemand, der vom Flughafen in Abu Dhabi zum Cruise Terminal fahren möchte, muss laut Google Maps ungefähr 42 Kilometer zurücklegen, wenn der Taxifahrer die minimal längere, aber weniger verstaute Strecke nimmt. Das wären dann 25 AED Flagfall (großes Flughafentaxi) + (1,82 AED Kilometerpreis x 42) = 101,44 AED, was umgerechnet etwa 25 Euro sind.

Bezahlung: Wie entlohnt man den Fahrer?

Was Ihr genau bezahlen müsst zeigt Euch das gut sichtbare Taxameter während der Fahrt kilometergenau in Echtzeit an. Die Fahrer sind per Gesetz angewiesen, das Taxameter zu nutzen! Tatsächlich war es bei all meinen vielen Fahrten immer ungefragt eingeschaltet und es gab deswegen nie Diskussionen.

Von Kreuzfahrttouristen habe ich aber schon unschöne Ausnahmen mitbekommen. Also achtet bitte darauf, insbesondere bei den Fahrten ab dem Cruise Terminal, dass das Taxameter läuft. Ansonsten besteht darauf, wieder aussteigen zu dürfen oder droht dem Fahrer, dass Ihr ihn meldet (siehe nächstes Kapitel). Gut zu wissen: Nach den Bestimmungen der TransAD ist die Taxifahrt gratis, wenn das Taxameter nicht eingeschaltet ist! Das könnt Ihr – neben den Tarifen – hier nachlesen.

Ein kleines Trinkgeld ist kein Muss. Ich finde es aber – sofern man zufrieden war – durchaus angemessen. Denn die Fahrer müssen lange Stunden arbeiten, bevor sie in den Bereich einer Provision kommen, um ihr eher niedriges Grundgehalt aufzustocken. Vieles von dem verdienten Geld schicken sie direkt ihren Familien im Heimatland. Wir haben immer ca. 10 % gegeben.

Wichtig: Bezahlt wird nach der Fahrt noch immer in bar – Kreditkarten werden nicht akzeptiert. Das soll sich aber bald ändern; die Einführung eines kartenbasierten Bezahlsystems wurde für Ende 2018 angekündigt. Noch gibt es dazu aber leider keine neuen Infos. Eine Besonderheit der Luxury Taxis am Flughafen ist, dass sie andere Währungen akzeptieren.

Aussehen & Ausstattung: Wie erkennt man ein Taxi?

Ein öffentliches Taxi in Abu Dhabi erkennt Ihr an der Farbe Silber und dem gelben Taxi-Schild auf dem Dach. Die einzige Ausnahme ist der Flughafen; hier nehmen schwarze Mercedes-Vans als sog. Luxury Taxis Passagiere auf. Die Taxivans und -limousinen haben aber auch eine entsprechende Aufschrift, sodass es zu keinen Verwechslungen kommen sollte. Bitte beachtet zudem: Alle offiziellen Taxis haben ein (funktionierendes) Taxameter!

Ich schreibe das deswegen, weil ich am Flughafen auch schon von Privatleuten angesprochen wurde, die sich mit Fahrdiensten was dazuverdienen wollten. Die Person kam im Arrival-Bereich auf mich zu und fragte, ob ich ein Taxi brauche. Ich bejahte und wurde zu meiner Überraschung zu einem Privatwagen geführt. Ich entschloss mich trotzdem, mitzufahren, obwohl ich mich leicht übertölpelt fühlte. Es gab bei dieser Fahrt aber rein gar nichts zu tadeln. Das Auto war sauber, der Fahrer höflich und der Preis entsprach dem, was ein offizielles silbernes Taxi gekostet hätte.

Die Taxifahrer: Mit wem hat man es zu tun?

Die Autos werden allesamt von uniformierten Fahrern gesteuert. Die Taxifahrer sind zu uns auch immer freundlich und hilfsbereit gewesen und konnten Englisch, auch wenn manchmal eher schlecht als recht. Bedenkt, dass die meisten Fahrer als Gastarbeiter in die VAE kommen und manche noch recht neu dabei sind.

Die meisten quatschen nicht viel, vor allem dann nicht, wenn man als Frau allein einsteigt, denn schließlich möchte man ja keinen falschen Eindruck erwecken. Aber wenn Ihr merkt, dass einer in Plauderstimmung ist und Ihr auch Lust habt, Euch ein bisschen zu unterhalten, könnt Ihr ihn z.B. neben Sehenswürdigkeiten auch mal nach seinem Heimatland und seiner Familie fragen und wann er wieder hinfliegt. Das wird er zu schätzen wissen.

Wenn Ihr als Frau allein unterwegs seid, könnt Ihr nach einem Family-Taxi schauen. Das Besondere daran ist, dass diese Art Taxi ausschließlich von Frauen gesteuert werden. Männliche Alleinreisende werden nicht aufgenommen. Als Paar oder Familie kann man meiner Erfahrung nach aber mitfahren.

Landesspezifische Verhaltensregeln: Was ist wichtig?

Für Frauen ist es angemessen, sich auf den Rücksitz zu setzen, wenn sie mit einem Taxi fahren, das kein spezielles Frauentaxi ist. Den Platz direkt neben dem Fahrer einzunehmen, würde als unschicklich gelten. Auch würden es manche Fahrer (je nach Alter und Herkunftsland) seltsam finden, wenn eine einzelne zum Quatschen aufgelegte Frau im Taxi einfach offenherzig ein Gespräch beginnt.

Paare sollten es unterlassen, zu kuscheln oder sich gar zu küssen, das könnte wirklich großen Ärger geben, wenn man an einen sehr konservativen Fahrer gerät.

Sicherheit: Ist Taxifahren in Abu Dhabi gefährlich?

Die Wagen sind gepflegt, die Gurte funktionieren einwandfrei und die Klimaanlage läuft. :-) Die äußeren Rahmenbedingungen für ein sicheres Ankommen sind also gegeben. Allerdings wird in den Emiraten gern schnell gefahren und manchmal kam es mir selbst innerhalb eines Staus so vor, als würde der Taxifahrer Vollgas geben und wieder entsprechend hart abbremsen, sobald es 5 Meter vorangeht …

Die Regierung hat sich deswegen aber eine Sicherheitsmaßnahme einfallen lassen: Alle Taxis in Abu Dhabi werden ständig durch GPS geortet und übertritt ein Fahrer das Geschwindigkeitslimit, kommt eine automatische Ansage vom Band, die eine Warnung ausspricht. Zudem sorgen in den letzten Jahren immer mehr aufgestellte Blitzer dafür, dass der „Volkssport Speeding“ eingedämmt wird.

Apropos Sicherheit: Es gibt auch immer eine Anzeigetafel mit Passbild und Namen das Taxifahrers in jedem offiziell als Taxi fahrendem Auto. So weiß man bei eventuellen Problemen, von wem man chauffiert wurde. Die Telefonnummer der Beschwerdehotline steht praktischerweise auch direkt dabei.

Taxiarten: Welche Spezialtaxis gibt es für wen?

Speziell für allein reisende Frauen (mit Kindern), aber auch Familien (inklusive Vater), gibt es Taxis von Frauen für Frauen. Es handelt sich um sog. Family-Taxis mit pinkfarbenen Dächern, die in Abu Dhabi und Dubai von weiblichen Fahrern gesteuert und vor allem von allein reisenden Frauen gern genutzt werden. Ist solch ein Taxi gerade nicht verfügbar, kann „frau“ ohne männliche Begleitung natürlich auch ein herkömmliches Taxi wählen, setzt sich aber am besten auf den Rücksitz, um Missverständnisse zu vermeiden.

Von den luxuriösen Flughafentaxis, mit denen man ab Airport zu seinem Ziel gelangen kann, war oben schon die Rede. Diese sind kleine schwarze Mercedes-Vito-Vans und damit geräumiger. Im Grundpreis sind sie minimal teurer, der Kilometerpreis ist derselbe. Die Fahrer und Fahrerinnen werden danach ausgesucht, dass sie multilingual sind und sich besonders gut in Abu Dhabi auskennen. Stellt also ruhig auf dieser ersten Fahrt nach Eurer Ankunft schon ein paar Fragen! Gegenwärtig sind diese Taxis nur vor den Terminals 1 und 3 zu bekommen.

Seit 2013 gibt es in Abu Dhabi auch besondere Taxis für Rollstuhlfahrer, die unter anderem mit einem elektronischen Lift und speziellen Halterungen ausgestattet sind und überdies von speziell ausgebildeten Fahrern und Fahrerinnen gesteuert werden. Diese Taxis müssen über die Zentrale (siehe unten) angefordert werden, am besten mindestens 30 Minuten vorher.

Kindersitze sind bisher nur in sehr wenigen Taxis vorhanden, auch hier muss zuvor ein entsprechendes Taxi angefordert werden. In den Luxury Airport Taxis können für den Weg ab Flughafen entsprechende Sitze jedoch problemlos installiert werden. Urlauber mit Kindern könnten zu Stoßzeiten auf den (via App funktionierenden) Fahrservice „Careem“ ausweichen. Dieser hat mit seinem Programm „Careem Kids“ die Option geschaffen, dass die angeforderte Limousine einen Universalkindersitz für Kinder mit einem Gewicht von bis zu 30 kg enthält. Zum Thema Kindersitz in Taxis der VAE könnt Ihr hier mehr lesen.

Besonderheiten im Taxi-Alltag: Was ist neu?

Was läuft beim Taxifahren in Abu Dhabi sonst noch anders als in Deutschland? Darauf müsst Ihr Euch einstellen. Die Fahrzeuge:

  • sind kameraüberwacht.
  • verfügen über WLAN.
  • werden seit Sommer 2018 nach und nach durch Benzin-Elektro-Hybrid-Autos (Toyota Camry Hybrid) ersetzt.

Mögliche Probleme (und wie man sie löst)

Es kam schon vor, dass Fahrer einen Ort nicht kannten, zu dem wir wollten. In Abu Dhabi war es das Falkenhospital und der Spot vom den aus die Kajaktouren starten, in Dubai war es der Creekside Park. Aber mithilfe der Karte aus unserem Print-Reiseführer bzw. Kartenmaterial von Google Maps, das ich für jedes via Taxi angestrebte Ziel vor der Reise idealerweise ausdrucke oder auf dem Smartphone mitlaufen lasse, sind wir immer zum Ziel gelangt – wenn auch gerade im Falle der Falkenklinik etwas verspätet. Die Vorbereitung der Route ist damit insbesondere dann zu empfehlen, wenn man an einer Sehenswürdigkeit einen Termin für eine Führung hat, damit keine wertvolle Zeit für Irrfahrten draufgeht.

An dieser Stelle ein genereller Hinweis: In Abu Dhabi fahren viele Taxifahrer eher nach „landmarks“ und nicht so sehr nach Straßennamen. Daher hilft es immer, Parks, Banken, Einkaufszentren oder Hotelnamen bei der Erteilung von Anweisungen zum gewünschten Ziel mit zu nennen. Wenn sie nicht weiter wissen, rufen sie aber auch mal in der Zentrale an oder fragen unterwegs bei einem kurzen Stopp einen Kollegen – alles schon erlebt! Die wenigsten werden beim Einsteigen zugeben, dass sie das Ziel nicht genau kennen …

Ein anderes unangenehmes Erlebniswar, dass uns mehrere Taxifahrer hintereinander nicht mitnehmen wollten. Wir wollten einfach nur ins Nachbaremirat gebracht werden. Das passierte allerdings nicht in Abu Dhabi, sondern in Dubai. Wie sich herausstellte, wollten die Fahrer nicht von Downtown Dubai nach Shardscha fahren, weil die Strecke zu diesem Zeitpunkt (Rush Hour!) übelst verstaut war und sie offenbar keine Lust darauf hatten, mit uns im Stau stehend weniger zu verdienen. Wendet Euch in solchen Fällen an das Personal Deines Startpunkts und bitte sie, ein Taxi zu finden. Letztlich hat sich nämlich ein Security-Mitarbeiter der Mall, die wir besucht hatten, unser angenommen und uns einen „willigen“ Taxifahrer verschafft.

Taxirufnummer für ganz Abu Dhabi

Die Nummer 600-535353 solltet Ihr Euch notieren bzw. einspeichern, darunter erreichst Ihr das Call-Center von TransAD, dem Centre for Regulation of Transport by Hire Cars in the Emirate of Abu Dhabi, von dem die Taxiunternehmen Fanchisenehmer sind. Von dort aus schickt man Dir jederzeit ein Taxi zu Deinem aktuellen Standpunkt.

Bei der Hotline sollte man immer vorab bestellen, wenn man ein Spezialtaxi braucht. Ihr könnt also dort anrufen, um nach einem Großraumtaxi zu fragen, ein Familiy-Taxi mit Kindersitz zu bestellen oder ein Taxi für Personen mit Behinderung zu buchen. Bis auf die von Frauen gesteuerten Family-Taxis sind mir Spezialtaxis wie die gerade genannten in der Innenstadt nie aufgefallen, denn es gibt davon natürlich weniger. Aber wie vorher erwähnt, gibt es die Großraumtaxen definitiv und sie fahren sicher auch mal von Yas Island herunter. ;-)

Die Smartphone-Fans unter uns können sich auch eine App für Taxis in Abu Dhabi installieren und auf diese Weise ihre Buchungen regeln. Dies ist natürlich besonders praktisch, wenn man sich als Tourist in der Umgebung nicht auskennt, da das Handy via GPS sowohl den eigenen Standpunkt wie auch den Aufenthaltsort des nächsten Taxis ausfindt macht und anzeigt. Die Version für Android findet man hier.  Aktuell ist die App leider nur mit einer emiratischen Telefonnummer zu verwenden. Vielleicht ist sie also eine Option für Reisende, die sich für Ihren Abu Dhabi Aufenthalt eine Prepaid-Card für ihr Handy holen möchten.

Rechte und Pflichten der Fahrgäste

Als Taxi-Passagiere in Abu Dhabi habt Ihr das Recht,

  • die genaue Route zu bestimmen.
  • das Taxameter immer zu sehen.
  • das Zusteigen anderer Fahrgäste abzulehnen.
  • auf eine eingeschaltete Klimaanlage zu bestehen.
  • zusätzliche Kosten oder ein Trinkgeld abzulehnen.
  • den Ausweis des Fahrers zu sehen.

Ihr seid im Gegenzug dafür verantwortlich,

  • den kompletten Fahrpreis, einschließlich aller Gebühren zu zahlen.
  • zu allen Zeiten angegurtet zu sein.
  • im Taxi nicht zu essen, trinken oder zu rauchen.
  • den Fahrer nicht zu bitten an verbotenen oder unsicheren Stellen anzuhalten.
  • sicherzustellen, dass Kinder in einem Kindersitz gesichert sind.

Taxifahrten nach Dubai und zurück

Wer einen Ausflug ins Nachbaremirat plant und nicht den Bus nehmen will: Kein Problem, das geht auch mit dem Taxi! Empfohlen wird, bei Reiseabsichten in andere Emirate wie Dubai besser am Busbahnhof von Abu Dhabi ein Taxi zu suchen, weil dort auf jeden Fall Fahrzeuge warten, die auch längere Fahrten unternehmen.

Ich bin selbst schon mit dem Taxi zwischen den beiden Städten gependelt, habe allerdings nie darauf geachtet, wo ich mir das Taxi geschnappt habe. Zu beachten ist lediglich, dass man nicht erwarten kann, dass sich ein Fahrer aus der einen Stadt in der anderen super gut auskennt. Je nach Ziel und Kenntnisstand des Fahrers ist dann die eine oder andere „Extrarunde“ in Kauf zu nehmen. Im schlimmsten Fall hält der Fahrer irgendwo an und bittet Euch, in ein anderes „ortskundiges“ Taxi umzusteigen. So ist es mir schon gegangen.

Wenn Euch interessiert, was ein Taxikilometer für Dubaier Taxen zu welcher Tageszeit kostet: Die Preise sind ganz ähnlich wie die oben für Abu Dhabi aufgelisteten. Nur die Buchung über das Call-Center schlägt in Dubai mit ein paar mehr Dirham zu Buche.

Kinder auf Taxifahrt in Abu Dhabi – ohne Kindersitz?

Ich werde häufiger gefragt, ob die Taxis in Abu Dhabi mit Kindersitzen ausgerüstet seien und falls nicht, was Eltern tun können, um samt Nachwuchs trotzdem sicher herumzukommen. Eure Situationen waren dabei ganz unterschiedlich: Manche hatten ein 8 Monate altes Baby und wollten nur die Fahrt vom Flughafen zum Hotel bestreiten. Andere reisten mit einem 2,5 Jahre alten Kind und wollten auch ein bisschen Sightseeing machen.

Zugegeben: Weil ich dem Problem noch nicht gegenüberstand, wie man ein Baby oder Kleinkind in Abu Dhabi am sichersten mit dem Taxi transportiert, musste ich erst ein bisschen recherchieren. Aber das Thema ist wichtig und interessant und ich meine, ich habe ich bei meiner Recherche ein paar Lösungswege inkl. Alternativen gefunden, die für manche Eltern sicher hilfreich sind. Los geht’s!

Der lange Kampf um sicheres Autofahren für Kinder in den VAE

Fakt ist, dass die Vereinigten Arabischen Emirate eine der höchsten Verkehrsunfallraten der Welt haben; Hauptursache ist zu schnelles und rücksichtsloses Fahren. Als wenn das nicht schon schlimm genug wäre, war noch im März 2013 in den Gulfnews zu lesen, dass rund 90 % der Kinder in den Vereinigten Arabischen Emiraten nicht angeschnallt im Auto fahren. Inzwischen (Stand 2019) sind es „nur“ noch 34 %, was aber immer noch bedenklich ist, da nach wie vor fast 70 Prozent der Todesfälle schwerverletzter Kinder durch Verkehrsunfälle verursacht werden.

Kindersitzpflicht in den Emiraten – ein weiter Weg

Während es in Dubai seit 2011 schon entsprechende Gesetze, gibt, war die Gesetzeslage in Abu Dhabi auch 2013 noch nicht so weit. Die Verantwortlichen im Innenministerium arbeiteten zwar unter Hochdruck an Vorschlägen, das Verkehrsrecht für alle Emirate zu aktualisieren, allerdings hieß es 2014 noch, dass der Durchbruch frühestens 2015 zu erwarten sei. Die Zielgebung: Kindersitze sollen künftig überall in den VAE obligatorisch sein!

Im Mai 2016 war man jedoch noch immer nicht weiter und die Zeitung „The National“ schrieb wieder „nur“ von der Wichtigkeit des Themas und der Hoffnung der Befürworter. Neben solchen Zeitungsartikeln gab es immer wieder auch landesweite Werbekampagnen, um die Eltern für das Thema zu sensibilisieren und sie auch ohne gültiges Gesetz zum Handeln anzuregen. Es musste 2017 werden, um den Durchbruch zu erlangen!

Umfassendes Gurt-Gesetz endlich in Kraft!

Am 1. Juli 2017 war es dann endlich soweit: Die Emirate führten das „holistic seat belt law“. Dieses besagt, dass ab sofort jeder Fahrgast mit einem eigenen Gurt angeschnallt sein und jedes Kind einen passenden Kindersitz haben muss. Bei Zuwiderhandlung wird ein Bußgeld verhängt.

Wie nötig dieses Gesetz ist, wird einem schlagartig klar, wenn man als Verkehrsteilnehmer in Dubai und Abu Dhabi mal genauer hinsieht. Ich zumindest konnte währen meiner vielen Reisen immer wieder Kinder beobachten, die während der Fahrt unangeschnallt auf den Rücksitzen herumtobten oder sich gar sich weit aus dem Fenster lehnten. Auch Erwachsene sind manchmal nicht angeschnallt – und hier kann man noch nicht mal sagen, dass alle diese Entscheidung selber tragen. Zum Beispiel fürchte ich, dass es in einigen der klapprigen Arbeiter-Busse für die Fahrgäste gar keine Möglichkeit gibt, sich anzuschnallen.

Im Laufe der Zeit wurden solche Beobachtungen glücklicherweise weniger, aber noch scheint die Dringlichkeit der Sache nicht in allen Köpfen angekommen. So ist in Interviews mit Eltern zu lesen, dass sie nun wie vom Gesetz verlangt zwar einen Kindersitz besorgt haben, die Kinder aber dennoch dann und wann abschnallen, wenn sie unruhig werden und nicht mehr stillsitzen möchten.

Kindersitze im Taxi

Nun, da das Gesetz sich zur Kindersitz- und Gurtpflicht klar positioniert hat, zeigt sich aber, dass es trotzdem noch offene Fragen gibt. Nämlich dann, wenn es um das Thema Taxi geht. Taxifahren ist in Abu Dhabi eine der gängigsten Methoden, sich von A nach B zu bewegen, denn der öffentliche Nahverkehr ist nicht besonders gut ausgebaut und die Tarife sind sehr preiswert. Jedoch: Stand 2017 gab es in Abu Dhabi nur 150 Taxis, die mit entsprechenden Sitzvorrichtungen für Kinder ausgestattet waren.

Sitze nicht flottenübergreifend vorhanden

Taxis, die passende Kindervorrichtungen haben, zählen in der Regel zu den sog. Familiy-Taxis (silberfarbene Toyota Innova), die ausschließlich von Frauen gesteuert werden! Diese sind durch einen Anruf beim TransAD Call-Center unter der Nummer 600535353 zu buchen. Da aber immer noch nicht alle Familientaxis derart mit Sitzen ausgestattet sind und diese weniger zahlreich sind als herkömmliche Taxis, kann die Bestellung eines solchen Taxis längere Wartezeiten als gewöhnlich nach sich ziehen.

Damit wären die zwei wichtigsten Probleme auch schon genannt: Die Fahrzeuge mit Kindersitzen machen gerade mal 2 % der gesamten Flotte aus und das Buchen muss vorab über das Callcenter erledigt werden. Beides Faktoren, die eine Taxifahrt mit Kindern zur Geduldsprobe machen können. Was, wenn das gebuchte Taxi nicht kommt? Was, wenn man aus einem unvorhergesehenen Grund spontan eine Fahrt braucht? Normalerweise winkt man sich in Abu Dhabi nämlich wie in Hollywoodfilmen einfach einen Wagen von der Straße heran.

Diese Fragen müssen sich wenigstens Ankömmlinge am Flughafen von Abu Dhabi nicht stellen. Für sie gibt es gute Nachrichten: In den Airport-Taxis haben die Fahrer die Möglichkeit, rasch einen Kindersitz zu installieren, wenn dies von den Fahrgästen gewünscht wird. Gemeint sind die sog. Luxury-Airport-Taxis (schwarze Mercedes-Vans) die an allen Terminals zur Verfügung stehen.

Kindersicherheit im Taxi als rechtliche Grauzone?

Was also tun? Klar ist, dass man sich nicht darauf verlassen sollte, immer nach Wunsch ein Taxi mit Kindersitz zu bekommen. Ob man nun gegen das Gesetz handelt, wenn man die Kinder auf dem Rücksitz ohne spezielle Sitzvorrichtung anschnallt oder ob das geduldet wird, ist mir aktuell nicht ganz klar.

Denn während das Department of Municipal Affairs and Transport’s Integrated Transport Centre (ITC) in den Gulf News erklärt hat, dass man das Kind – sofern ein Kindersitz im Taxi nicht verfügbar sei – auf dem Rücksitz anschnallen solle, spricht die offizielle Webseite des Departments Of Transport im sog. „Road User Code für Abu Dhabi“ eine andere Sprache. Dort wird nämlich auf Seite 47 beim Thema Taxi die Sicherheitsverantwortung den Eltern übertragen:

It is mandatory for passengers to ensure that any children under 12 months are secured in an approved child restraint

road User Code For Abu Dhabi Emirate

Aber egal, ob die Taxifahrt ohne passenden Kindersitz geduldet wird: Viele Eltern möchten gar nicht, dass das Kind auch nur eine einzige kurze Strecke mit dem Sicherheitsrisiko unterwegs ist, das ein fehlender Sitz birgt. Also müssen Abu-Dhabi-Urlauber zur Sicherheit eigene Vorkehrungen treffen.

Taxifahren mit Kindern in Abu Dhabi: Best Practises

Der Duktus ist klar: Geht nicht davon aus, dass Ihr in normalen Taxis Kindersitze oder Polster zur Sitzerhöhung bekommt. Und trefft Vorkehrungen für den Fall, dass kein Familiy-Taxi verfügbar ist! Auch wenn inzwischen entsprechende Gesetze erlassen wurden bzw. die Wichtigkeit der Thematik im Bewusstsein der Bevölkerung langsam ankommt, ist wird die Versorgungslage bei den Taxiunternehmen immer noch lückenhaft.

Nachdem ich nun viel recherchiert und mich mit Eltern ausgetauscht habe, bleiben meiner Meinung nach folgende Möglichkeiten, um kleine Kinder auf Entdeckungsfahrt rund um Abu Dhabi in Taxis zu sichern:

4 Ideen für maximale Flexibilität

  • Den eigenen Kindersitz aus Deutschland mitbringen. Bitte vorher bei der Fluggesellschaft informieren, ob man ihn auf dem Flugzeugsitz verwenden darf, damit man den Sitz nicht extra als Gepäckstück aufgeben muss.
  • Das Hotel anschreiben. Manche Häuser habe eine eigene Fahrzeugflotte mit unterschiedlicher Ausstattung. Das ist natürlich teurer als die Taxifahrt mit einem öffentlichen Taxi. Aber wer weiß, vielleicht ergibt sich sogar die Gelegenheit, einen Sitz tageweise zu mieten?
  • Bei einem lokalen Auto-Verleiher anfragen, ob es möglich sei, nur einen Sitz auszuleihen bzw. diesen nach der Rückgabe des Mietwagens noch etwas länger zu behalten.
  • Einen Sitz oder eine Babyschale mieten, zum Beispiel bei Rentacrib.ae. Die liefern die sogar die gemietete Ware zu einer Wunschadresse in Abu Dhabi.

All diese Möglichkeiten haben aber einen entscheidenden Haken: Man muss am Ziel immer den Kindersitz rumschleppen, egal, ob es abends ins Restaurant geht oder tagsüber zum Sightseeing. Keine schöne Vorstellung, vor allem bei der Hitze! Wie lauten hier die Alternativen?

7 Ideen ohne Schlepperei

  • Wie oben beschrieben Airport- und Family-Taxis nutzen.
  • Private Chauffeur-Unternehmen anmailen und die Lage bezüglich eines Kindersitz-Services checken. Sollte es wirklich Taxi-Limos geben, die gut für Kinder jeden Alters ausgestattet sind, wären ja Preise interessant und auch die Frage, wie wahrscheinlich es ist, schnell und unkompliziert an so ein Fahrzeug zu kommen.
  • Einen aufblasbaren Kindersitz kaufen (danke für diesen Tipp, Katrin!). Dieser ist zwar bei weitem nicht so sicher wie ein richtiger Kindersitz, aber sicher besser als gar kein Schutz. Angekommen am Ziel wird einfach die Luft herausgelassen und der Sitz zusammengefaltet in einer Tasche verstaut.
  • Einen zum Kindersitz umfunktionierbaren Kinderrucksack kaufen. Auch hier ist die Devise: So reist der Nachwuchs sicherer als ganz ohne Sitzerhöhung.
  • Ganz auf Taxis verzichten und nur mit einem eigenen Mietwagen herumfahren, den man direkt mit Kindersitz anmietet.
  • Ergänzend zum Taxi oder ausschließlich (je nach Geldbeutel) Transportnetzwerke wie Careem.ae nutzen. Wie bei Personenbeförderungsdiensten wie Uber bucht man hier eine sofortige oder zukünftige Fahrt bequem über die Careem-App. Fahrzeuge mit Kindersitz werden eigens angepriesen.
  • Mit öffentlichen Verkehrsmitteln wie dem Bus fahren. Man muss sich zwar erst einmal mit dem Liniennetz vertraut machen, aber diese Variante punktet aus zwei Gründen: Zum einen finden viele Kinder Busfahren spannend und zum anderen kostet das fast nichts. Eine Kampagne in Dubai experimentierte sogar mit fest installierten Kindersitzen in Bussen, was daraus geworden ist, ist mir nicht bekannt. In Dubai kommt man aber ohnehin auch ohne Bus super herum, wenn man die Metro nutzt.

Und nun bin ich gespannt auf Euren Input … Was sind Eure Erfahrungen diesbezüglich? Wie seid Ihr mit Euren Kids in Abu Dhabi beim Taxifahren zurechtgekommen?

Busfahren in Abu Dhabi

Vorteile und Nachteile

Taxifahren ist billig in den Arabischen Emiraten – zumindest, wenn man die Taxipreise mit denen in Deutschland vergleicht. Busfahren ist aber noch viel billiger und mache Urlauber stehen drauf, sich mit dem Bus fortzubewegen. Natürlich haben Busfahrende initial mehr Aufwand, denn sie müssen erste einmal prüfen, welche Buslinien zu welchen Sehenswürdigkeiten fahren und wie das Bezahlsystem in Abu Dhabis Bussen funktioniert. Aber dafür gibt es auf diese Art ganz andere Dinge zu beobachten und zu erleben. Man ist mehr dran am Vibe der Stadt.

Allerdings möchte ich dazu sagen, dass Abu Dhabi für Fußgänger stellenweise ein Alptraum ist. Und Personen, die mit dem Bus fahren möchten, sind nun mal auch bis zu einem gewissen Grad Fußgänger. Konkret: Die Strecke Bushaltestelle – Point Of Interest – Bushaltestelle könnte unter Umständen Unannehmlichkeiten mit sich bringen: Manchmal enden Gehwege abrupt (in einer Baustelle), sind schlecht gepflegt oder schlicht nicht vorhanden. Für das Überqueren von viel befahrenen Straßen gibt es nicht immer eine aus deutscher Sicht 100 % fußgängerfreundliche Option.

Ein Problem aber bleibt: In den Monaten von April bis Oktober macht die Hitze auch schon den kurzen Spaziergang zur nächsten Haltestelle zu einer Herausforderung. Wenigstens sind manche Wartehäuschen klimatisiert.

Wie bezahle ich die Busfahrt?

Touristen, die Bus fahren möchten, müssen sich sei Mai 2015 zunächst eine sogenannte HAFILAT smart card kaufen. Diese kann mit einem Guthaben aufgeladen werden, von dem nach Beendigung der Fahrt ein Teil automatisch abgezogen wird. Wie viel das ist, variiert je nachdem, welche Strecke man zurückgelegt hat. Ist die Karte „leergefahren“, kann sie bei Bedarf wieder aufgeladen werden. Bargeld wird von den Busfahrern in der Regel nicht mehr akzeptiert. So viel zum Prinzip.

Es gibt sechs verschiedene Kartenklassen, wobei die temporäre HAFILAT Karte für Euch als Touristen in den meisten Fällen die beste Wahl sein dürfte. Kaufen kann man diese am Flughafen, in einigen Malls, an den Automaten einiger Haltestellen oder im Ticketverkaufsstelle oder den Automaten des Busbahnhofs (Main/Central Bus Station). Die anderen fünf Kartenarten erfordern eine Personalisierung und können nur bei Vorlage bestimmter Dokumente und eines Passfotos am Busbahnhof oder im Ticketoffice bzw. Kundencenter des Departments of Transport beantragt werden.

Was kostet die Fahrt?

Zur Vorgeschichte: Abu Dhabi Urlauber, die gern öffentliche Verkehrsmittel genutzt haben, mussten am 1. November 2012 feststellen, dass die Fahrtkosten für die Buslinien in der Hauptstadt der Arabischen Emirate um 100% angehoben wurden. Begründet wurde diese Maßnahme damit, dass die Bus-Passagiere den aktuell sehr niedrigen – fast schon symbolisch zu nennenden – Fahrtpreis von nur einem Dirham oft genug nicht zahlen würden. Wie es aktuell um die Kosten für Busfahren in der Hauptstadt der VAE aussieht, erfahrt Ihr hier (Stand Januar 2019).

Für den Kauf der HAFILAT Guthabenkarte fällt eine Grundgebühr an, die einmalig zu entrichten ist. In der Regel sind das AED 5 (was umgerechnet etwas mehr als einen Euro entspricht).

  • Temporary (temporär), Kartengrundpreis AED 5, gültig 14 Tage.
  • Permanent – anonym, Kartengrundpreis AED 10, gültig 5 Jahre.
  • Permanent – personalisiert, Kartengrundpreis AED 5, gültig 5 Jahre.
  • Special needs (Behinderte) – personalisiert, Kartengrundpreis AED 5, gültig 5 Jahre.
  • Senior citizens (Rentner) – personalisiert, Kartengrundpreis AED 5, gültig 5 Jahre.
  • Students (Studenten) – personalisiert, Kartengrundpreis AED 5, gültig 5 Jahre.

Ein Hinweis zum Thema Senioren: Diese können die Busse in Abu Dhabi City kostenlos nutzen und erhalten auf Intercity-Strecken 50 % Rabatt. Allerdings müssen sie sich dazu zuerst die personalisierte Senioren-Karte erstellen lassen. Welche Dokumente genau dazu eingereicht werde müssen, wie lange es dauert, bis die Karte abgeholt werden kann und ob das überhaupt für Touristen möglich ist, kann ich nicht mit Sicherheit sagen. Selbst wenn es ginge, müssen sich Interessierte fragen: Lohnt sich der Aufwand, um die AED 5 + die AED 2 je gefahrener Strecke zu sparen?

Aktuell kostet eine Fahrt mit dem Bus innerhalb von Abu Dhabi City AED 2 (umgerechnet sind das ca. 0,50 Euro). Genau dieser Betrag wird Euch dann von Eurem Kartenguthaben abgezogen. Wer in die Vorstädte will, muss mit 5 Fils pro Kilometer zusätzlich rechnen, wobei der Durchschnitt bei AED 5 liegen wird. Fahrten zwischen Städten kosten AED 10 pro Kilometer on top.

Wenn Ihr Euch ein Exemplar der Kartenkategorie temporary holt, habt Ihr folgende Optionen, um die Karte mit Guthaben aufzuladen: Entweder ladet Ihr bis zu AED 150 an Guthaben drauf oder für AED 30 direkt einen speziellen „7-Tages-Travel-Pass“, mit dem Ihr an 7 aufeinanderfolgenden Tagen unbegrenzt im Stadtgebiet fahren könnt. Egal, welche Guthaben-Variante Ihr wählt: Mit HAFILAT seid Ihr in den Bussen bequem bargeldlos unterwegs.

Ihr seht: Die Preise sind immer noch lächerlich günstig und keineswegs vergleichbar mit Deutschland! Wer also sparen möchte und nicht leicht aus der Ruhe zu bringen ist, sollte das Busfahren in Abu Dhabi durchaus als Alternative zum Taxi in Erwägung ziehen.

Was ist beim Einsteigen zu beachten?

Beim Einsteigen haltet Ihr die Karte einfach an den kleinen Scanner (card validator) an der Bustür im Businneren, dann sollte ein grünes Licht aufleuchten und Ihr könnt Euch setzen. Das Gleiche dann beim Aussteigen: Die Karte unbedingt wieder an den Scanner halten, um anzuzeigen, dass die Reise an diesem Punkt beendet wird. So wird der Fahrpreis Euch entsprechend auch nur bis zu diesem Streckenteil abgezogen.

Leuchtet ein rotes Licht beim Scannen der Karte, könnt Ihr nicht mitfahren, denn dann ist sie abgelaufen oder kein Guthaben mehr darauf. Um das Guthaben aufzustocken geht Ihr am besten zu einem Service-Schalter am Haupt-Busbahnhof oder im Kundencenter des Department of Transport oder sucht einen Automaten. Da gäbe es beispielsweise Ticket Vending Machines (Busbahnhof, Malls, Flughafen, einige Haltestellen) oder Swift Reloader Machines (Busbahnhof, Malls, Krankenhäuser, klimatisierten Wartehäuschen an den Haltestellen). Hinweis: Die Swift Reloader Machines nehmen nur Banknoten und geben kein Wechselgeld.

Beachtet weiterhin, dass es in den Bussen einen speziellen Bereich gibt, in dem nur Frauen (mit Kindern) Platz nehmen dürfen. Achtet auf die Hinweisschilder – meist ist dieser Bereich im vorderen Teil des Fahrzeugs angesiedelt.

Busverbindungen und Fahrpläne in Abu Dhabi

Wer in Abu Dhabi Bus fahren möchte, sollte sich schon vor Reiseantritt einen Überblick über das Steckennetz verschaffen. Das ist zwar tatsächlich ein bisschen Recherche-Arbeit, aber kein Ding der Unmöglichkeit – folgt dem Link und Ihr findet hier alle Bus-Fahrpläne und Karten mit den Bus-Linien.

Und in Zukunft? Um die Nutzerfreundlichkeit des öffentlichen Transportes zu erhöhen, wird es in den kommenden Monaten auch neue Verbindungen zu anderen Städten geben. Dabei sind aktuell schon einige neue Routen in Betrieb, die sicher auch für Touristen in Frage kommen:

Mussafah Bus Station – Al Ain International Airport
Abu Dhabi International Terminal – Al Ain Bus Station
Abu Dhabi Bus Station – Al Ain Bus Station

Wüstensafari ohne Dune Bashing?

Leserfrage: Gibt es gemächliche Wüstentouren?

Hallo Sarah, mein Mann und ich werden im Februar für 4 Tage in Abu Dhabi sein. Wir würden gerne eine Wüstensafari machen, allerdings bin ich mit meinem Magen sehr empfindlich. Ich habe gelesen, dass die Fahrer beim sogenannten Dune Bashing sehr rasant fahren. Gibt es auch eine Wüstentour, die etwas softer ist? Kannst du mir jemand empfehlen, der so eine Tour anbietet?

Meine Antwort:

Zu Fuß oder mit dem Bus in die Wüste – das geht auch

Gern versuche ich Dir weiterzuhelfen. Aber ich muss gleich sagen, dass ich so eine All-in-one-Wüstensafari noch nie gebucht habe, weil mir dieser durchgeplante und geradezu vollgestopfte Tagesablauf dieser Tagestouren der Erlebnisagenturen nicht besonders zusagt (Henna, Bauchtanz, Sandboarden, Kamelritt, Dune Bashing, Barbecue …). Ich genieße die Wüste lieber in Ruhe inmitten einsamer Dünen von einem schönen Wüstenhotel aus. Mir ist aber natürlich klar, dass das nicht für jeden möglich ist.

Nur gerade bei Deinem Anliegen wäre das eine feine Lösung, denn zum Beispiel im Qasr Al Sarab Hotel in der Liwa-Oase gibt es die Möglichkeit, neben einer Wüstensafari inkl. Dune Bashing auch einen Desert Walk zu buchen. Wichtig ist, dass man auch für diesen geführten Spaziergang in die Wüste hineinfahren (das heißt von den befestigten Straßen runter) muss, sonst gelangt man nicht in die zauberhafte Dünenlandschaft. Man kommt also auch hier nicht drum herum, in so einen Jeep einzusteigen, der natürlich auch schaukelt, wenn er die Dünen überquert. Da es hier aber nicht um die rasante Fahrt an sich geht, wird der Fahrer auf Wunsch sicher gern auch extra-vorsichtig sein.

Eine weitere Möglichkeit wäre für Euch, während eines Dubai-Ausflugs (sofern geplant) mit Big Bus eine Stadtrundfahrt zu machen. Wenn man das Deluxe-Ticket kauft, kann man sich nämlich – zusätzlich zur regulären Rundfahrt – im Rahmen einer „desert sunset tourmit dem Doppeldecker-Bus in eine Art Wüstencamp bringen lassen. Hier reist Du also ganz „normal“ mit dem Bus über befestigte Straßen an. Der Nachteil ist natürlich, dass die Atmosphäre etwas weniger ursprünglich ist.

Am besten direkt beim Safari-Anbieter nachhaken

Nun kann ich natürlich nur schwer einschätzen, was noch tragbar für Dich und Deinen Magen wäre. Ich zum Beispiel habe einmal einen Ausflug mitgemacht, der explizit als Dune Bashing ausgewiesen war: Die Luft wurde aus den Reifen gelassen, damit man im Sand besser navigieren kann und los ging es! Wir rutschten Hänge herunter, jagten über Hügel und schlugen wahnwitzige Haken – und doch fand ich fand es eher lax … Ich hatte nicht einmal dieses typische Flattern in der Magengegend, das man hat, wenn man zum Beispiel Achterbahn fährt. Ich muss aber dazu sagen, dass ich selbst die verrücktesten Achterbahnen (Formula Rossa!) nicht auslasse.

Es kommt natürlich sehr darauf an, WIE der Fahrer die Dünen überquert, man kann ja auch langsam fahren und muss es nicht drauf anlegen, quer den Abhang runterzurutschen. Allerdings entsteht natürlich ein Interessenkonflikt, wenn die anderen Safariteilnehmer bei Euch im Auto es besonders wild wollen.

Weil nun vorab unklar ist, wie viele Personen der jeweilige Anbieter jeweils in einem Jeep zu transportieren pflegt bzw. ob er vielleicht bereit ist, einen Wagen außerplanmäßig nur mit Euch zu besetzen, rate ich Dir Folgendes: Kontaktiere die Anbieter per Mail, die Dir sympathisch erscheinen und hake mal nach, ob Rücksicht genommen werden kann auf Deinen empfindlichen Magen. Viele haben im Buchungsformular ein Feld namens „special request„, deswegen denke ich, dass sich da garantiert was arrangieren lässt. Es geht ja im Endeffekt nur darum, Euch in einen separaten Jeep zu verfrachten, der vorsichtiger fährt als die anderen in der Kolonne. Das ist sicher kein Problem – Service wird in den VAE großgeschrieben!

Ich habe hier ein paar Agenturen gefunden, die mit der Wüstensafari von Abu Dhabi aus starten. Einige davon scheinen mir mehr als andere zu Deinem Wunsch zu passen – hier schreibe ich Dir, warum:

  • arabian-adventures.com (auf der Seite ist generell nicht die Rede von Dune Bashing – evtl. ein Zeichen dafür, dass die Wüstensafaris mit moderatem Tempo gefahren werden?)
  • orient-tours-uae.com (auch hier steht nichts vom Bashing, bei einem dieser Trips geht es sogar Richtung Liwa-Oase, wo die schönsten Dünen sind)
  • abudhabidesertsafari.net (hier gibt es explizit etwas ohne Dune Bashing, nämlich das Angebot „Dinner Only“; zwar erst ab vier Personen, ich würde aber trotzdem mal anfragen, vielleicht melden sich noch andere Interessenten)
  • abudhabi-desert-safari.com (hier ist in den FAQ ein Hinweis auf die Vorgehensweise, wenn kein Dune Bashing gewünscht ist)
  • abudhabiadventure.com (hier wird allerdings überall herausgestellt, dass es sich um Dune Bashing handelt)

Urlaub in Abu Dhabi an Ramadan

Das Thema Ramadan beschäftigt viele meiner Leser. So bekomme ich häufig die Frage gestellt, ob es sich lohne, während des heiligen Monats Urlaub in Abu Dhabi zu machen.

Für Lesefaule schicke ich die Quintessenz gern vorweg: Ihr werdet definitiv nicht verhungern bzw. verdursten! Und wenn Ihr bereit seid, ein paar geänderte Öffnungs- oder Betriebszeiten zu akzeptieren, werdet Ihr keine schlimmen Einschränkungen in Kauf nehmen müssen.

Ganz im Gegenteil! Es ist meiner Meinung nach sogar sehr verlockend, Ramadan in Abu Dhabi mitzuerleben. Doch alles der Reihe nach.

Wie ich meine Vorurteile über Bord warf

Zugegeben: Selbst ich als treuer Abu-Dhabi-Fan habe meine Reisen neun lange Jahre immer um den Fastenmonat herum geplant. Ich fürchtete Einbußen im Komfort und stellte es mir nach der Lektüre einiger Ratgeber unangenehm vor, als westliche Touristin unter schärferer Beobachtung sehr konservativer Augen zu stehen.

Irgendwann siegte aber die Neugier und ich legte meinen Reisezeitraum auf Mitte Mai 2018, also mit voller Absicht auf die erste Ramadanhälfte. Die Erfahrungen, die ich da gemacht habe, möchte ich hier mit Euch teilen. Außerdem werde ich Euch Tipps geben, mit denen Ihr Fettnäpfchen vermeiden könnt, in die ich leider getappt bin. Es war alles in allem aber wieder ein schöner Aufenthalt.

Das Wichtigste zuerst: Die Verpflegung an Ramadan

Natürlich: Im Urlaub gehört gutes Essen und Trinken einfach dazu. Man möchte es sich schließlich während seiner wohlverdienten Auszeit rundum gut gehen lassen. Was aber, wenn man in einem Land ist, wo es einmal im Jahr ca. 4 Wochen lang um für Außenstehende gefühlt nichts Anderes als ums Fasten geht?

Was hat zu und was ist offen?

Da Moslems im Fastenmonat in den Stunden von Tagesanbruch bis Sonnenuntergang keine Speisen und Getränke zu sich nehmen, haben analog dazu auch Restaurants und Cafés tagsüber geschlossen. Das betrifft jedoch „nur“ die Lokale in den Straßen von Abu Dhabi und die in den Malls und Attraktionen. In den großen internationalen Hotels bekommt Ihr sowohl Euer Frühstücksbuffet zu den gewohnten Zeiten als auch Angebote für Mittagessen oder Zwischenmahlzeiten.  Richtig ist allerdings, dass in der Regel nur ein eingeschränkter Verpflegungsbetrieb aufrecht erhalten wird. Das heißt nicht komplett alle Speisestätten Eures Hotels werden vor Einbruch der Dunkelheit geöffnet haben.

Die Hotels lassen sich unterschiedliche Strategien einfallen, um den Spagat zwischen den Bedürfnissen der nicht fastenden Touristen und denen der einheimischer Gäste hinzubekommen. Im Kern geht es darum, aus Gründen taktvoller Rücksichtsnahme den Gastrobetrieb vor den Blicken der Muslime zu verbergen. Da werden dann gläserne Restauranttüren mit Tüchern abgehängt, Paravents im offenen Foyer zwischen Rezeption und Frühstücksbereich aufgestellt oder das Lobbycafé (wie beispielsweise im Emirates Palace) kurzerhand komplett ins Untergeschoss verlegt.

Ihr werdet jetzt vielleicht sagen: Okay, die Hauptmahlzeiten sind gesichert, aber was ist, wenn ich am Hotelpool liege und Durst bekomme? Eine berechtigte Frage – schließlich sollte man sich in der Hitze mit ausreichend Flüssigkeit versorgen können. Ich habe zu Ramadan in Abu Dhabi in mehreren Hotels gewohnt und in allen war es so, dass in der Poolarea Snacks und Getränke – übrigens auch mit Alkohol – erhältlich waren. Frei nach dem Motto, dass ein gläubiger Moslem sich schon nicht in die Nähe des Schwimmbereichs verirren wird, weil er ja weiß, dass dort die nicht fastenden Urlauber liegen.

Und abends? Sobald die Sonne versinkt, gibt es in der kulinarischen Landschaft der emiratischen Hauptstadt kein Halten mehr. Die Restaurants und Cafés öffnen wieder und füllen sich rasch. An manchen öffentlichen Plätzen kann man beobachten, wie es sich einfache Arbeiter auf dem Boden bequem machen und zusammen das tägliche Fastenbrechen (Iftar) begehen. Es mutet wie ein riesiges Picknick an, nur dass nicht selten von Wohltätigkeitsorganisationen gespendete Mahlzeiten verzehrt werden. Um ein solches „Care-Paket“ zu bekommen, stehen die Leute zuvor in langen Schlangen an eigens dafür aufgebauten Ausgabezelten an. Über die ganze Stadt verteilt stehen überdies riesige weiße Iftar-Zelte (auch rund um die große Moschee), in denen sich verschiedene Gruppen zum gemeinsamen Abendbrot versammeln.

Iftar-Buffets: Familienfreundliches Fastenbrechen

Manche dieser Zelte gehören zu Hotels, die darin jeden Abend ihre üppigen Iftar-Buffets anbieten. Doch selbst wenn ein Hotel kein Zelt aufgebaut hat, gibt es meist in einem seiner Restaurants ein riesiges, allabendliches Buffet während Ramadan. Achtet einfach auf die Werbeplakate in der Lobby oder die Anzeigen in Veranstaltungsmagazinen. Im Vergleich zu den Straßen Abu Dhabis, wo die Expats zwar öffentlich, aber dennoch unter sich ihre Spenden verzehren, geht es da natürlich edler zu, aber nicht weniger gesellig. Und: An einer solchen Buffet-Veranstaltung kann man auch als Nicht-Muslim teilnehmen und richtig schön der Völlerei frönen!

Ich empfehle Euch, so ein Buffet einmal zu besuchen. Zum einen könnt Ihr dort bestimmte Spezialitäten probieren, die nur auf dieser Art Event serviert werden. De Rede ist unter anderem von speziellen Getränken mit klangvollen Namen wie „Rooh Afza“ (aus Kürbis), „Dschallab“ (aus Datteln, Traubensirup & Rosenwasser) und „Qamar al-Din“ (aus Aprikose). Alle sind typische alkoholfreie Ramadan-Getränke und haben gemeinsam, dass sie sehr erfrischend – wenn auch für westliche Zungen ggf. etwas zu süß – sind.

Zum anderen könnt Ihr ein bisschen was vom Ramadanzauber, wie ihn die Einheimischen empfinden, mitnehmen. Nämlich den glücklichen Moment, wenn alle in großer Runde zusammenfinden und es sich nach einem entbehrungsreichen Tag zu richtig schmecken lassen. Erwartet also bitte kein romantisches Dinner bei einem Iftar-Buffet, denn das Fastenbrechen wird von der ganzen Familie richtig zelebriert. Das bedeutet tatsächlich, dass sie sich mit Kind und Kegel zu diesen Buffets einfinden und es eben auch etwas lauter zugeht. Es fühlte sich für mich ein bisschen an, als würden um uns herum im Restaurant ausschließlich Familien- bzw. Kindergeburtstagsfeiern ausgerichtet. ;-)

Achtung: Rechtzeitige Reservierung ist angeraten, da Iftar-Veranstaltungen als Familienevents sehr beliebt sind.

Sie richten dann zum Beispiel von Blicken abgetrennte Essbereiche ein und haben damit sozusagen „ganz diskret“ geöffnet. ;-) Im Hotel steht einem darüber hinaus oft noch der Roomservice zur Verfügung. Essenslieferdienste arbeiten übrigens auch ganz normal weiter. Übrigens:

 

  • dann sind die Hotels oft günstiger, weil viele Touristen aus Unsicherheit diese Zeit meiden. Fällt der heilige Monat in den Hochsommer, spart Ihr doppelt, denn auch die Hitzeperiode ist bei den Massen nicht gerade beliebt.
  • dann habt Ihr die Gelegenheit, einen Euch besonders fremden, aber vielleicht interessanten Part der dort gelebten (religiösen) Kultur kennenzulernen.
  • Leeere: Flugzeug, restaurants und Straßen

Ich selbst werde erst im Mai 2018 zu Ramadan Urlaub in Abu Dhabi machen (und natürlich berichten!), kann also momentan nur „widerkäuen“, was ich mir von anderen habe berichten lassen bzw. was ich mir bei anderen verlässlichen Quellen bisher darüber angelesen habe:

Es ist für Touristen während Ramadan mehr also sonst angebracht, dass sie sich an die örtlichen Gepflogenheiten anpassen. Denn es handelt sich für die Muslime schließlich um den heiligen Monat und hier liegt es ihnen besonders am Herzen, die Tage in stiller Einkehr und mit Blick auf das Überirdisch-Religiöse zu verbringen. Man sollte also in der Öffentlichkeit vom Sonnenauf- bis zum Sonnenuntergang

  • mehr als sonst auf konservative Kleidung achten (nicht sexy & mind. Dekollete, Schultern und Knie auch bedeckt halten, auch wenn man abends ausgeht.
  • nicht essen (strenggenommen auch keinen Kaugummi), trinken oder rauchen.
  • sich mit Umarmungen und Wangenküsschen beim anderen Geschlecht zurückhalten – demonstrative Zuneigungsbekundungen sind sonst in den VAE ja auch nicht erwünscht und während Ramadan wird da nochmal strenger bewertet.
  • derbe Sprache und heftige Witze vermeiden (immer im Hinterkopf behalten, dass sich jemand verletzt fühlen könnte).

Ramadan? Warum sollte mich das als Urlauber scheren?

Ihr müsst wissen: Wer sich nicht daran hält, handelt im Grunde gegen das dort geltende Gesetz, auch wenn er/sie kein Moslem ist. Natürlich wird man bei einem versehentlichen Verstoß nicht direkt in den Knast geworfen, denn dafür müsste man ja schließlich erst einmal von einer sehr empfindlichen Person der Polizei gemeldet werden. Außerdem sind viele Muslime während der Fastenzeit darauf aus, Geduld zu üben und Mitmenschen gegenüber Milde walten zu lassen.

Ich weiß aber nicht, ob ich es provozieren würde, unangenehm aufzufallen, denn mir persönlich wäre es schon nicht recht, wenn mich ein Einheimischer oder etwa der Security Guard in einer Mall anspräche und mich darauf hinwiese, was während des Ramadans zu beachten ist. Es gilt also, die Lage vor Ort mit viel Sensibilität zu checken und/oder ein bisschen erfinderisch in Sachen Diskretion zu sein, zum Beispiel, sich zum Trinken in ein Auto mit getönten Scheiben, einen Nische, einen Restroom oder eine Umkleidekabine zurückzuziehen. :-)

Kinder sind von den Bekleidungs- und Essensbestimmungen übrigens ausgenommen, das bedeutet: Sie dürfen beim Essen und Trinken in der Öffentlichkeit gesehen werden und müssen sich auch nicht moderater kleiden als sonst. Für Erwachsene gilt: Allein im Fitnesstudio und an Privatstränden ist es in der Regel auch okay, tagsüber Wasser zu trinken, aber bitte die Flasche dann auf dem Weg vom oder zum Parkplatz verborgen halten! Normale Badebekleidung kann jedoch sowohl am Hotelpool wie auch am öffentlichen Strand wie gehabt angezogen werden.

Noch wissenswert sind folgende Punkte:

  • Supermärkte: Sind auch am Tag geöffnet.
  • Nachtclubs, Pubs, Lounges und Bars: Müssen in der Regel ohne Musik und Tanz auskommen, in einigen wird während des Fastenmonats (vor Sonnenuntergang) auch auf den Ausschank von Alkohol verzichtet. Richtige Nachtclubs wiederum schließen manchmal komplett. Das hängt wohl davon ab, wie streng das jeweilige Etablissement die Regeln auslegt – und vielleicht auch davon, wie hoch der muslimische Besucheranteil (des zugehörigen Hotels) regulär ist.
  • Geschäfte, Malls und Märkte: Fast alle Shops sind geschlossen ab ca. einer Stunde vor Sonnenuntergang bis ein paar Stunden nach Sonnenuntergang, daher solltet Ihr vor einem eventuellen Einkaufstrip am besten immer die Ramadanzeiten recherchieren. Nach dem Fastenbrechen ist wieder überall geöffnet, oft haben die Geschäfte dann sogar länger bis in die Nacht offen, um die verlorene zeit quasi nachzuholen. Malls sind dagegen während des Tages komplett geöffnet und hängen trotzdem nachts dann noch 1-2 Extrastunden an die Öffnungszeiten dran, sodass ein Besuch bis Mitternacht oder später möglich ist. Das variiert von Mall zu Mall – schaut Euch die Öffnungszeiten bitte auf der jeweiligen Mall-Homepage an! Zudem gibt es während Ramadan sog. Nightmarkets, die sonst nicht stattfinden!
  • Öffentlicher Nahverkehr und Parkzeiten: Ebenso wie die meisten Einzelgeschäfte in den Stunden um das Fastenbrechen schließen, stellt auch ein Großteil der Buslinien für ein Zeitfenster von ca. 2 Stunden den Betrieb ein. Beispiel: Im Jahr 2017 war von 16 bis 18 Uhr Sperrzeit (ausgenommen war die Flughafenlinie A1). Autofahrer könnten sich zudem mit geänderten kostenpflichtigen oder kostenlosen Parkzeiten konfrontiert sehen. Am besten checkt man für weitere Informationen die Veröffentlichungen des „Departments Of Transport“ für das jeweils aktuelle Ramadanjahr.
  • Attraktionen: Auch hier variieren bei manchen die Öffnungszeiten; ist dies der Fall, steht es aber gesondert als „Ramadan timings“ auf den jeweiligen Webseiten. Das würde ich also für alle Sehenswürdigkeiten überprüfen, die während des heiligen Monats besucht werden sollen. Mit ist jedenfalls nicht bekannt, dass irgendeine bei Touristen beliebte Attraktion in Abu Dhabi wegen Ramadans gar nicht öffnen würde! Wer während seines Urlaubs eh nur in einem Strandhotel relaxen möchte, dürfte von dem ganzen „Spuk“ gar nicht viel mitbekommen. Auch die öffentlichen Strandanlagen sind geöffnet.
  • Generell müsst Ihr Euch auf folgendes einstellen: Es ist während des Ramadans tagsüber ruhiger in der Stadt, es herrscht eben „(energiesparende) Feiertagsstimmung“. Die Arbeitnehmer müssen zum Beispiel auch nicht so lange schuften. Nach Einbruch der Dämmerung geht das Leben auf den Straßen dann aber richtig los und alle freuen sich auf das Beisammensein bei leckerem Essen, indem sie Picknicks im Park veranstalten oder ein luxuriöses Iftar-Buffet im Hotelrestaurant buchen. Ist bestimmt spannend, das mitzuerleben und mal während des Urlaubs die Nacht zum Tag zu machen.

Im Jahr 2018 wird leider kein Ramdan Nightmarket stattfinden. Sehr schade, damit werde ich mir diese Events nicht ansehen können. Was mir wohl entgeht? Im Jahr 2016 gab es jedenfalls folgendes Programm:

Ramadan and Eid Show 2016 Abu Dhabi: Kleidung, Accessoires, Deko-Artikel & Spielzeug
Wo: Abu Dhabi National Exhibition Centre
Wann: 6 Juni bis 6 Juli 2016, 18 Uhr bis 1 Uhr nachts

The Community Market at Abu Dhabi Golf Club: Lokale Kunst und Kunsthandwerk, Kinderkleidung, handgemachter Schmuck, Pflegeprodukte und Ledertaschen
Wo: Abu Dhabi Golf Club
Wann: 7 Juni 2016, 11 Uhr bis 18 Uhr

Du bist auch zu Ramadan in Abu Dhabi? Dann berichte doch hier nach Deiner Rückkehr, wie Du Deine Reise empfunden hast! Würde mich sehr freuen! :-)

Touren & Ausflüge für Abu Dhabi buchen: Wann, was, wo?

Oft werde ich gefragt, ob ich Aktivitäten wie beispielsweise eine Desert Safari, eine Bustour oder Ähnliches von daheim aus buchen würde oder ob man das auch vor Ort in Abu Dhabi erledigen kann.

Ich buche alle Tickets (übrigens auch Hotels!) immer schon im Voraus und zwar aus folgenden Gründen:

  1. Ich kann mir mehrere Angebote schon Wochen vor der Reise in Ruhe ansehen und Preise sowie Leistungen und ggf. sogar auch Bewertungen miteinander vergleichen.
  2. Ich laufe nicht Gefahr, dass mein favorisierter Anbieter wegen Kurzfristigkeit keine oder nur noch überteuerte Plätze mehr frei hat.
  3. Ich komme so in den Genuss eventueller Online- oder Frühbucherrabatte, die besten Beispiele hier dürften die Big Bus Tour durch Abu Dhabi oder der Burj Khalifa sein, den Ihr bei Eurem Tagesausflug nach Dubai sicher sehen möchtet!
  4. Es verdient keine Vermittleragentur oder kein Hotelconcierge beim Buchen eines Angebots mit und so wird der Preis nicht unnötig nach oben getrieben.
  5. Alle Fragen, zum Beispiel zu gesundheitlichen Bedenken oder zu speziellen Essenswünschen, die sich mir im Vorfeld stellen, kann ich im direkten Kontakt per Mail mit dem Tourenanbieter klären und habe alle Aussagen dann schriftlich – und im Urlaub keinen Stress mehr mit der Klärung von Unklarheiten. Denn auch wenn alle Servicemitarbeiter im Tourismussektor Englisch sprechen, so ist das Niveau sehr unterschiedlich und manchmal habe ich den Eindruck, dass einige insbesondere mündlich nur ein so begrenztes Vokabular draufhaben, dass es gerade so zur Ausübung ihrer täglichen Arbeit langt.

Natürlich: Ein Haken bleibt, denn so bin ich gezwungen, alle Tage in Abu Dhabi genau durchzuplanen. Immerhin muss ich mich ja bei der Vorabbuchung auf ein Datum und eine Uhrzeit festlegen. Aber das ist es mir aus den oben genannten 5 Gründen wirklich wert. Und es gibt Abhilfe: Achtet einfach beim Befüllen Eures „Urlaubsterminkalenders“ darauf, dass Ihr genügend Freiraum für spontane Aktivitäten und genügend Zeit zum Ausspannen mit einplant! ;-)

Welche Tour ich für die Wüste empfehle?

Viele Leser möchten wissen, welche Wüstentour ich gemacht habe und empfehlen kann. Nun ist es so, dass ich diese typischen geführten Safaris absichtlich noch nie mitgemacht habe, weil ich nicht in einer großen Gruppe in ein zweckmäßig-modernes Wüstencamp gebracht werden wollte, wo in straffer Abfolge neben Kamelreiten, Dunebashing, Sandboarding auch noch Bauchtanz und ein Barbecue veranstaltet wird.

Mir war immer auch die Einsamkeit und Ursprünglichkeit der Wüste wichtig. Ich wollte sie pur erleben und daher habe ich es immer so gemacht, dass ich für ein paar Tage in ein Wüstenhotel weit entfernt von der Stadt eingecheckt habe und von dort aus entweder mit dem Mietwagen umhergefahren oder in den hotelnahen Dünen umhergewandert bin oder an den kleinen, auf ein Thema konzentrierten Aktivitäten-Touren des Hotels teilgenommen habe (meist nur in Minigruppen).

Es verhält sich nämlich so: Je weiter man sich südlich Richtung Liwa Oase (wo es auch ein paar wenige Hotels gibt) bewegt, desto schöner und unberührter ist die Rub Al-Khali Wüste, desto höher sind die Dünen und desto weniger Zivilisationsspuren wie Baustellen oder Arbeitercamps stören die Aussicht.

Diesen Luxus hat man bei den Touren nicht unbedingt, denn dort ist natürlich alles eher auf Zweckmäßigkeit ausgerichtet, damit möglichst viele Menschen möglichst bequem ein paar unterhaltsame Stunden miteinander verbringen können. Dass das alles ist der Wüste stattfindet ist meiner Meinung nach eher nebensächlich – viele der Tourenaktivitäten könnte man auch im Park oder am Hotelstrand anbieten. Aber das ist freilich Geschmackssache und ich weiß, dass manchen Urlaubern einfach Zeit und/oder Geld fehlen, um es genauso wie ich zu machen und – soweit ohne Gefahr möglich – auf eigene Faust tiefer in die Wüste zu fahren und dann in einem tollen Hotel zwischen den Dünen zu übernachten.

Der langen Rede kurzer Sinn: Aktuell kann ich nicht aus persönlicher Erfahrung sprechen, wenn es darum geht, Tourenabieter für Wüstenausflüge zu empfehlen. Im Internet findet man aber einige, die auch recht gut bewertet wurden und von denen auch schon Leser meines Blogs zufrieden zurückgekehrt sind und mir anschließend geschrieben haben. Wenn Ihr also so eine typische Halbtagestour mit Kamelritt & Co. buchen möchtet (und das solltet Ihr unbedingt tun, bevor Ihr die Wüste gar nicht zu Gesicht bekommt!), dann schaut doch zum Beispiel mal, ob bei den Wüstensafaris von rent-a-guide etwas für Euch dabei ist. Zu meiner freudigen Überraschung musste ich feststellen: Dort gibt es neuerdings sogar eine Tour in die Liwa-Oase! :-)

Schreibt mir einen Kommentar: Habt Ihr an einer Tour teilgenommen? Wenn ja, wie hat es Euch gefallen und würdet Ihr sagen, dass ich etwas verpasst habe, weil ich diese Touren bisher gemieden habe?

Alkohol in Abu Dhabi: 11 spannende Fakten

Wusstet Ihr, dass es in Abu Dhabi

mittlerweile All-Inclusive-Hotels gibt, in denen kostenlos beliebig viel Alkohol an Touristen ausgeschenkt wird?

… Personen erst mit 21 Jahren gestattet ist, Alkohol zu konsumieren?

… jedwede Form von alkoholhaltigen Getränken nicht im normalen Supermarkt zu kaufen gibt, sondern nur in Spezialgeschäften, für die eine Lizenz nötig ist?

verboten ist, sich betrunken in der Öffentlichkeit zu bewegen, und dass auch das öffentliche Trinken in Maßen (zum Beispiel ein Feierabendbier im Park) nicht gestattet ist? Dafür könnt Ihr in Gewahrsam genommen werden!

… für Einreisende erlaubt ist, 4 Liter Alkohol mitzubringen bzw. einen Karton mit 24 Dosen Bier (Stand: Juli 2015)?

… im Straßenverkehr natürlich auch für Urlauber mit dem Mietwagen zwingend notwendig ist, die Null-Toleranz-Grenze einzuhalten?

Alkohol für Touristen nur in hotelnahen Einrichtungen, also etwa an der Hotelbar oder in einem Hotelclub, gibt?

… empfehlenswert ist, auch mal einen Blick auf die Mocktail-Karte zu werfen, weil man in einem muslimischen Land einfach ein Händchen für leckere Drinks ohne Prozente hat?

… sowieso nicht ratsam wäre, sich bei den dort herrschenden hohen Temperaturen volllaufen zu lassen? Da kann schnell der Kreislauf schlapp machen.

nicht in allen Restaurants Alkohol zu trinken gibt, sondern nur in denen, die eine Alkohollizenz vorweisen können?

… total populär ist, Lady’s Nights zu veranstalten? Sehr viele Bars und Clubs schenken an einem Tag in der Woche den Damen kostenlos alkoholische Getränke aus – nicht selten sogar Cocktails in beliebiger Menge!

6 Stunden Stopover in Abu Dhabi: Was tun?

Leserfrage zum Zwischenstopp in AUH:

Hallo, wir haben 6 Std. 20 Minuten Aufenthalt in Abu Dhabi. Wir landen um 20:15 Uhr und fliegen um 02:35 Uhr weiter. Somit fällt alle Art von Sightseeing wohl aufgrund der Öffnungszeiten flach.

Ich habe gelesen, dass man ca. 70-80 AED in die Stadt bezahlt und je nach Verkehr 30-60 Min. unterwegs ist. Wir hatten nun überlegt, dass wir einfach mal die Skyline mit dem Taxi rauf und runter fahren wollten und anschließend Essen gehen. Orientalische Küche. Lebanese Flower in Khalidia klingt schonmal ganz gut. Es soll halt nicht zu teuer sein und eigentlich eher ein Einheimischenlokal. Falls du noch Tipps hast, wo man lecker arabisch relativ günstig und authentisch essen gehen kann wäre ich recht dankbar. Wir sind 2 Frauen. Würde das in einem Einheimischenlokal zu Problemen führen können?

Meine Planung geht dahin, das wir spätestens gegen 00:00 Uhr wieder in Richtung Flughafen aufbrechen wollen, damit wir auch den Anschlussflug sicher bekommen. Ich möchte halt zuverlässig wieder zurück zum Flughafen kommen. Kann ich im Restaurant bitten, dass mir dann ein Taxi gerufen wird? Fahren viele Leertaxis auf der Straße rum? Macht es Sinn den Taxifahrer vom Flughafen in Richtung Stadt auch für den Rückweg zu buchen, indem man ihm sagt wann man wo abgeholt werden will?

Und wieviel AED sollte ich für den Aufenthalt von 6 Std. für Taxi und Essen gehen in etwa aus dem Automaten ziehen?

Meine Antwort:

Ich sehe schon, dass Du Dir bereits viele Gedanken darüber gemacht hast, wie Ihr Euren Stopover in Abu Dhabi sinnvoll ausnutzen könnt. Bevor ich genauer auf Deine Ideen eingehe, lass mich einen Tipp loswerden, der für andere Leser in derselben Situation vielleicht interessant sein könnte: Es gibt mittlerweile Anbieter, die sich darauf spezialisliert haben, Durchreisende mit mehrstündigem Aufenthalt in Abu Dhabi zu bespaßen. Etwa bei rent-a-guide kann man so eine „Wüstensafari und Stadttour während eines Zwischenstopps in Abu Dhabi“ buchen. Allerdings ist dafür eine Mindestaufenthaltsdauer von 18 Stunden angeraten.

So, nun zu Deiner Planung: Das einzige, was mir zu Eurer Aufenthaltszeit spontan einfällt, wäre der Besuch der Zayed-Moschee. Lasst Euch das nicht entgehen, wenn möglich! Sie ist wirklich wunderschön und nicht umsonst Abu Dhabis Wahrzeichen. Nachts ist sie zudem zauberhaft beleuchtet. Geöffnet hat sie täglich bis 22 Uhr, der Eintritt ist frei und eine halbe bis dreiviertel Stunde reicht, wenn man es wirklich eilig hat. Dieses Erlebnis würde ich dem Vorbeifahren an der Skyline 100 x vorziehen, zumal die Skyline von Abu Dhabi nun wirklich nicht vergleichbar ist mit denen anderer Megacitys! :-) Ihr könntet zum Beispiel Euren Taxifahrer bitten, vor der Moschee zu warten, das kostet nicht die Welt. 5 Minuten sind gratis und jede weitere Minute kostet AED 0,50. Ansonsten macht Ihr mit ihm eine Abholzeit aus, um zum Restaurant weiterfahren zu können.

Weitere Idee zum Thema „schöne Aussicht“, die sicher mehr Spaß macht als eine schnelle Taxifahrt über die Hauptstraße: Wie wäre es mit dem Besuch einer Rooftop Bar, wenn nach (Moschee und) dem Essen noch Zeit ist? Die Bar Relax@12 liegt zum Beispiel auf halbem Weg vom Flughafen zum Lebanese Flower im Stadtteil Khalidiya.

Alles, was ich über Restaurants mit einheimischer Küche weiß, steht hier. Das Lebanese Flower ist eine Restaurant-Kette und hat „Zweigstellen“ über ganz Abu Dhabi verteilt. Leider geht deren Webseite aktuell nicht (*seufz*)… aber es gibt lt. Google Maps wohl ein Restaurant dieser Kette in der Muroor Road, Al Zahraa, das ist nicht ganz so weit weg vom Flughafen wie der Stadtteil Khalidiya, den Du jetzt anvisiert hast. So könntet Ihr noch etwas Zeit sparen, wobei: Eine Stunde wirst Du nicht brauchen vom Flughafen in die Innenstadt um diese Uhrzeit – wenn es nicht gerade ein Donnerstag oder Freitag (Freitag ist der arbeitsfreie Tag!) ist, dürfte sich der Verkehr da schon stark beruhigt haben.

Aber wenn ich noch einen Hinweis geben darf: Solche libanesischen Restaurants gibt es ja auch in Deutschland. Echt emiratisch könntest Du es aber haben im Al Fanar beim Ritz Carlton. Das klingt teuer, ist es aber nicht wirklich, schau Dir mal hier die Beispielrechnung der Restauranttester an. Für zwei Personen mit Vorspeise und Nachtisch rund AED 220 – das geht nun wirklich! Das Gute daran: Das ist auch relativ nah am Flughafen und zudem direkt in der Nähe der Moschee! Und mit dem Taxi nur 10 Minuten zu der Relax@12 Bar falls noch Zeit ist. Und: Das Hotel findet sicher jeder Taxifahrer ad hoc. Je nachdem, an wen Du gerätst, könnte es aber schwieriger sein, wenn Du die Muroor Road mit dem Lebanese Flower als Ziel nennst – einfach, weil das keine typische „landmark“ ist. Zudem wissenswert: Das Lebanese Flower ist eher wie ein Imbiss eingerichtet und könnte wegen des Drive-Throughs eine eher hektische Atmosphäre haben, während das Al Fanar liebevoll arabisch gestylt ist und der Service eben dem eines 5-Sterne-Hotels entspricht.

Abu Dhabi ist voll von Taxis, das ist ganz anders als hier! Gerade an den Hautverkehrsadern wie beispielsweise der Corniche Road fahren ständig welche vorbei und Ihr könnt sie an der Straße stoppen. Wenn Ihr aber mehr in Vierteln mit kleineren Straßen unterwegs seid: Alle von Dir genannten Möglichkeiten, ein Taxi zu bekommen, kommen in Betracht! Gerade an Hotels wie dem Ritz Carlton stehen aber auch meist Taxis vor der Lobby und wenn nicht, überschlagen sich die Service-Mitarbeiter, Euch eines zu rufen! :-) Genauso gut kannst Du das Personal im Restaurant um Hilfe bitten oder schon mit dem Taxifahrer verhandeln, der Euch zum Ziel bringt. Natürlich bleibt zuletzt auch immer die – wenn auch kostspieligere – Option, selbst in der Taxizentrale mit dem Handy anzurufen. Ich sehe da absolut kein Problem, wieder rechtzeitig am Flughafen zu sein.

Geschätzte Kosten für einige Optionen Eures Kurzaufenthalts

Taxi Flughafen – Moschee/Al Fanar Restaurant beim Ritz Carlton:
Grundgebühr Flughafen-Taxi: AED 25
Ca. 20km * AED 1,60 (vor 22 Uhr): AED 32
Trinkgeld

Taxi Flughafen – Lebanese Flower in der Moroor Rd.
Grundgebühr Flughafen-Taxi: AED 25
Ca. 25km * AED 1,60 (vor 22 Uhr): AED 40 (vorausgesetzt Taxifahrer kennt das Ziel und verfährt sich nicht)
Trinkgeld

Taxi Moschee – Al Fanar Restaurant beim Ritz Carlton (Laufen ist in Abu Dhabi nur bedingt empfehlenswert – es ist leider keine fußgängerfreundliche Stadt):
Grundgebühr Taxi: AED 3,50
Ca. 3km * AED 1,60 (vor 22 Uhr): AED 4,80 (allerdings sind AED 10 der Mindestumsatz!)
Trinkgeld

Essen im Al Fanar Restaurant mit Vorspeise und Getränk:
Für zwei Personen ca. AED 250
Servicegebühr & Tourism Fee: 26% vom Rechnungspreis

Essen im Lebanese Flower Restaurant mit Vorspeise und Getränk:
Für zwei Personen ca. AED 150
Servicegebühr: 20% vom Rechnungspreis

Tipp: Wenn Ihr eine Kreditkarte habt, zahlt die Restaurantrechnung doch einfach damit, dann müsst Ihr nur Bargeld für die Taxikosten abheben bzw. umtauschen. Immerhin sind die Kosten dafür schlecht abzusehen – je nachdem wie viel Appetit und Durst Ihr mitbringt und für welches Gericht von der Karte Ihr Euch entscheidet…

Taxi Lebanese Flower in der Moroor Rd. – Flughafen:
Grundgebühr Taxi (nach 22 Uhr): AED 4
Ca. 25km * AED 1,69 (nach 22 Uhr): AED 42,25
Trinkgeld

Taxi Al Fanar Restaurant im Ritz Carlton – Flughafen:
Grundgebühr Taxi (nach 22 Uhr): AED 4
Ca. 20km * AED 1,69 (nach 22 Uhr): AED 33,80
Trinkgeld

Dubai & Abu Dhabi für Rollstuhlfahrer

Leserfrage: Rollstuhlgerechte Emirate?

Hallo Sarah, ich bin Rollstuhlfahrerin und würde wahnsinnig gerne mal (mit Begleitung) nach Dubai und Abu Dhabi reisen. Hast Du irgendwelche Infos oder Tipps für mich? Flug und Hotel dürfte kein Problem sein, bei den Sehenswürdigkeiten und Ausflügen bin ich mir da nicht so sicher. Finde so gut wie nichts darüber. Und in welchem Stadtteil empfiehlst Du mir das Hotel ? Wo ist es hinsichtlich der Entfernungen und den Verkehrsanbindungen am geschicktesten?

Meine Antwort:

Ich fürchte zwar, dass ich Dir keine megagroße Hilfe sein kann, aber hier mal meine Gedanken und Recherchen zu ein paar Aspekten, über die ich bis jetzt Informationen zu finden in der Lage war.

Dubai – Sehenswürdigkeiten, Hotels & Verkehrsmittel

Das Wahrzeichen Dubais, der Burj Khalifa ist auf jeden Fall für Rollstuhlfahrer ausgelegt, das steht auf deren Internetauftritt. Leider kann ich Dir nicht sagen, ob eine Begleitperson – wie in Deutschland oft üblich – kostenlos mit hineindarf. Ich habe bezüglich anderer Sehenswürdigkeiten in Dubai davon gehört, dass es möglich war, einen Rabatt o.Ä. zu bekommen, allerdings handelte es sich dabei um viel geringere Eintrittspreise. Ich würde also nicht davon ausgehen, dass man Euch im Burj auch so entgegenkommt…

Weitere Attraktionen in Dubai, die mit Rollstuhl leicht erkundet werden können:

Eine typische Desert Safari dagegen stelle ich mir jedoch etwas schwieriger vor, weil man da ja immer auch ein paar Meter über den Sand zurücklegen muss, selbst wenn man nicht in den Dünen umher spaziert. Also zum Beispiel der Weg nach dem Dune Bashing vom Jeep zum (zwar mit Teppichen ausgelegten) Barbecue-Camp, oder zu dem Platz, wo die Kamele auf Streicheleinheiten warten, etc. Das geht sicher mit Rollstuhl nicht so einfach, oder? Ich bin hier aber sehr auf Erfahrungsberichte gespannt!

Natürlich wäre es aber auch hier am besten, wenn Du Deinen favorisierten Anbieter mal direkt anschreibst – vielleicht kann er es möglich machen, zum Beispiel, indem er ein paar mehr Teppiche auslegt? Kläre aber vorher auch mit Deinem Arzt ab, ob es gesundheitlich unbedenklich ist, am Dune Bashing teilzunehmen, denn u.a. Menschen mit Rückenproblemen wird davon abgeraten.

Shoppen geht dagegen immer! Die meisten Malls in Dubai sind auch für Rollstuhlfahrer leicht zugänglich, einige bieten auch spezielle Services wie den kostenlosen Verleih von Rollstühlen oder Behindertenparkplätze, unter anderem:

  • Deira City Centre,
  • Dubai Mall
  • Mall of the Emirates
  • Wafi Shopping Mall

Hotels in Dubai, die vor allem lt. der offiziellen Dubai-Tourismus-Webseite für Menschen mit Behinderungen besonderen Komfort bieten:

  • City Centre Hotel
  • Crowne Plaza Hotel
  • Hilton International Dubai
  • Hyatt Regency
  • Jebel Ali Golf Resort & Spa
  • Jumeira Beach Hotel
  • JW Marriott Hotel
  • Metropolitan Palace Hotel
  • Oasis Beach Hotel
  • Radisson SAS Hotel – Jumeirah Beach
  • The Ritz-Carlton Dubai
  • Renaissance Dubai Hotel
  • Zabeel Saray

Dubai – Transport & Fortbewegung für Rollifahrer

Ob Fähre, Metro, Bus oder Taxi: Rollstuhlgerechtes Herumkommen ist in Dubai mit diesen Fahrzeugen auch kein Problem:

  • Special Needs Taxi: Hierbei handelt es sich um für Rollifahrer leicht zugängliche Vans, die im Voraus gebucht werden müssen. Dafür rufst Du beim Dubai Taxi Corporation Dispatch Centre an unter : 04 2080808 oder sagt an der Hotelrezeption Bescheid.
  • Dubai Metro: Aufzüge, behindertengerechte Toiletten und spezielle für Rollstuhlfahrer reservierte Plätze in den Wagons nahe der Tür; Details auf Seite 15 & 16 der Metro-Broschüre.
  • Water Bus & Dubai Ferry sowie Busse im Stadtgebiet

Bei Deinen Ausflügen in Dubai solltest Du aber bedenken: Richtig komfortabel ist das Herumkommen nur mit Auto, weil nicht alle Sehenswürdigkeiten nah beieinander liegen. Klar, Du kannst die Metro benutzen, aber die deckt nicht alle Stadtteile ab. Zwar gibt es die oben genannten barrierefreien Taxis, aber die sind nur in begrenzter Menge verfügbar und sollten Stunden vorher bestellt werden, so dass Du Deine Tage in Dubai echt planen musst!

Wegen des „besten“ Stadtteils: Hier kommt es ein bisschen darauf an, wie Du Dich in Dubai fortbewegen möchtest. Wenn Du vornehmlich das Taxi verwenden möchtest, ist es fast egal, wo Du Dich einquartierst – das Hotel-Personal wird Dir immer gern ein Taxi rufen. Und wenn Du an Deinem Ziel ausgestiegen bist, dann kannst Du den Taxifahrer bitten, dass er Dich wieder abholt. Habe es schon oft erlebt, dass sie einem dann ihre Handynummer geben und man sich melden kann, wenn man wieder Bedarf hat.

Wenn Du auch Metro fahren möchtest, dann schau einfach, dass eine Metro-Station in der Nähe ist, dabei hilft Dir Google Maps oder vielleicht diese Übersicht über die Stationen. Da kann ich keine konkrete Empfehlung geben – es hängt ja immer auch davon ab, wohin Dich Deine Tagesausflüge führen sollen.

Wenn Du auch den Bus nehmen möchtest, ist es vielleicht die beste Idee, nahe der Busstation Al Ghubaiba unterzukommen, denn da kommen ja die meisten Busse mal entlang. Nahebei ist auch eine gleichnamige Metrostation.

Abu Dhabi – Sehenswürdigkeiten, Hotels & Verkehrsmittel

Leider habe ich für Abu Dhabi nicht so viel herausfinden können wie für Dubai, daher muss ich vorerst einige Felder frei lassen und hoffen, dass ich bald Neuigkeiten für Dich habe. Werde auf meinen nächsten Reisen verstärkt auf das Thema Berrierefreiheit achten! Vielleicht meldet sich ja in der Zwischenzeit hier auch mal jemand zu Wort, der Abu Dhabi selbst schon als Rollstuhlfahrer unsicher gemacht hat und nun berichten mag? Ich würde mich sehr freuen!

Für Rollstuhlfahrer geeignete Sehenswürdigkeiten und Attraktionen in Abu Dhabi sind:

Shopping-Malls in Abu Dhabi, die den besonderen Bedürfnissen von Menschen im Rollstuhl entgegen kommen:

Hotels für Personen mit besonderen Bedürfnissen in Abu Dhabi:

  • Khalidiya Palace

Abu Dhabi – Transport & Fortbewegung für Personen mit Handicap:

  • Öffentliche Busse sind in Abu Dhabi wie in Dubai rollstuhlgerecht.
  • Ebenso gibt es hier die Special Needs Taxis, für die es wohl sogar einen Rabatt gibt. Diese sind jedoch rar und sollten immer frühzeitg über das Hotel bestellt werden, denn die neue geplante Flotte an rollstuhlgerechten Taxis lässt leider noch etwas auf sich warten.

Für Abu Dhabi gilt ebenso wie für Dubai das Folgende: Sei unbedingt vorsichtig, wenn es Dich vors Hotel zieht und Du die Umgebung erkunden möchtest! In beiden Städten sind die Gehwege selbst für Fußgänger teilweise eine Katastrophe. Sie hören plötzlich auf, sind durch Baustellen unterbrochen, haben ungesicherte Löcher, bestehen plötzlich nur noch aus Sand und haben überhohe Schwellen – vor allem in den alten Stadtteilen.

Das ist mir als Fußgänger schon immer negativ aufgefallen, weil es echt unangenehm ist! Gehbehinderte Menschen oder Fußgänger mit Kinderwagen benötigen da oft fremde Hilfe… Andere Rollstuhlfahrer bestätigen das, etwa hier oder hier. Es gibt auch noch einen interessanten Artikel von einer Frau (sie lebt dort und sagt: „Dubai is not wheelchair friendly!“), die sich stark dafür einsetzt, dass sich diese Zustände ändern. Ist ja schon dämlich, die Metro sowie die Stationen für Rollstuhlfahrer perfekt zugänglich zu machen, aber die Bürgersteige davor nicht zu bedenken.

Dennoch bin ich während meiner Recherche auf viele Berichte von Menschen  im Rollstuhl (Handrolli oder E-Rolli) gestoßen, die bereits dort waren und deren Fazit lautet, dass ein Touristenprogramm in Dubai ohne Probleme machbar ist – auch deswegen, weil dort immer viele bereitwillig helfende Hände am Start waren, sofern gewünscht. Das kann ich mir gut vorstellen, denn in den Emiraten wird Service und Hilfsbereitschaft in allen Bereichen viel mehr gelebt als hierzulande. Mein Eindruck ist jetzt, dass sich in Dubai und den Emiraten generell im Vergleich zu den letzten Jahren bereits viele positive Veränderungen in Bezug auf Barrierefreiheit ergeben haben.

Und das Gute ist, es scheint sich langsam noch mehr zu tun in den Emiraten: Man ist endlich auf dem Weg, Dubai komplett rollstuhlgerecht umzumodeln (auch in Abu Dhabi gibt es für neue Straßen bereits strenge Auflagen!), allerdings wird das wohl noch ein paar Jahre dauern.

Ich hoffe, das gibt Dir und anderen Lesern wenn keine Entscheidungs- oder Planungshilfe, so doch wenigstens ein paar neue Rechercheansätze! :-) Es wäre super, wenn der eine oder die andere seine/ihre Erfahrungen als Rollstuhlfahrer/in nach einer Reise in die Emirate hier im Kommentarbereich posten würde! Danke Euch!

 

Reisen mit Minderjährigen ohne Erziehungsberechtigung

Leserfrage: Abu Dhabi mit volljähriger Begleitung, aber ohne Eltern?

Hallo Sarah, ich hätte mal ne Frage an dich! Meine 17-jährige Tochter möchte mit mir (51 Jahre) im Sommer einen Kurztrip nach Abu Dhabi machen! Gerne würde meine Tochter ihre gleichaltrige Freundin mitnehmen. Nun habe ich gelesen, dass bei Personen unter 21 Jahren mindestens EIN Elternteil dabei sein muss! Nun weiß ich nicht, ob meine Tochter ihre Freundin mitnehmen kann, da ich ja NICHT der Erziehungsberechtigte von der Freundin meiner Tochter bin! Kannst du mir da evtl. weiter helfen?

Meine Antwort:

Ich würde Dir raten, dass Du das Hotel per Mail kontaktierst, in dem Ihr wohnen möchtet und fragst, ob es ok ist, wenn Ihr in dieser Konstellation eincheckt. Denn erstens ist nicht jedes Hotel so streng und zweitens ist es manchmal ja auch so, dass ein Mitreisender lediglich das Erwachsenenalter haben, aber kein Elternteil sein muss.

Auch wenn man Dir dann grünes Licht gibt, könntest Du, wenn Du richtig auf Nummer sicher gehen möchtest, die Eltern des Mädels bitten, dass sie Dir eine kurze (wenn möglich beglaubigte) Einverständniserklärung auf Englisch schreiben und ihre Personalausweise dazu kopieren. Ich habe so etwas schon in diversen Reederei-Infos als Empfehlung für Minderjährige gelesen, die ohne Eltern (z.B. mit den Großeltern) auf Kreuzfahrt gehen und halte das auch bei Reisen auf dem Festland oder via Flugverkehr für eine gute Möglichkeit, um Missverständnisse zu vermeiden. :-)